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Auf die Menge kommts an

13. Februar 2018 10:56; Akt: 13.02.2018 10:56 Print

So waschen Sie richtig

von M. Steiger - Wie viel Waschmittel gehört eigentlich in die Maschine, und ist Ihr Wasser hart oder weich? Wir zeigen Ihnen, wie Sie richtig waschen.

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Bei der Textilwäsche gibt es einiges zu beachten: Nicht nur der Härtegrad des Wasser spielt eine Rolle, auch die Füllmenge, die Waschmitteldosierung und natürlich die Wahl des richtigen Programmes. Neben all diesen Punkten gilt es natürlich auch noch die Waschsymbole zu beachten. Was bedeuten eigentlich die vielen lustigen Symbole auf den Zetteln, die die meisten von uns sowieso rausschneiden? Wir klären auf. Wir beginnen mit den einfachen Symbolen: Hier geht es ums Waschen. Die Temperatur ist angegeben und ein kleiner Strich unter dem Waschzubersymbol bedeutet Schonwäsche. Teile mit der Hand werden nur von Hand gewaschen und bei durchgestrichenem Waschzuber dürfen Sie überhaupt nicht waschen. Kommen wir zum Bügeln: Die Anzahl Punkte im Bügeleisen zeigen die Temperatur an. Je mehr Punkte, desto heisser. Dieses Symbol kennen Sie nicht? Kein Wunder: Es ist auch eher in den USA verbreitet und steht für «an der Luft trocknen». Hier wird es kompliziert: Dieses Symbol aus den USA bedeutet: «Nasse Wäsche liegend im Schatten trocknen». Bei Vierecken mit einem Kreis in der Mitte handelt es sich um die Tumbler-Symbole. Dieses hier bedeutet: Trocknen mit hoher Temperatur erlaubt. Auch hier stehen die Punkte für die Hitze, die das Kleidungsstück verträgt. Die Dreiecke stehen für «Bleichen». Kleider mit leeren Dreiecken dürfen gebleicht werden, solche mit Querstreifen nur mit chlorfreien Bleichmitteln. Durchgestrichene natürlich gar nicht. Hier steht also von links nach rechts folgende Waschanweisung: Wäsche bei maximal 30 Grad waschen, nicht bleichen, nicht heiss tumblern, nicht bügeln und nicht chemisch reinigen. Hier dürfen Sie nur chemisch reinigen, dafür bügeln bei mittlerer Temperatur – das macht die Reinigung hoffentlich gleich mit. Diese Jacke darf nur im Schonwaschgang bei höchstens 30 Grad gewaschen, nicht gebleicht und nicht im Tumbler getrocknet werden. Sie kann bei niedriger Temperatur gebügelt werden. Das «P» im Kreis betrifft die chemische Reinigung. Auf den Waschzetteln stehen manchmal auch noch andere nette Hinweise: Dieser Zettel fordert den Träger des Shirts auf, dieses gefälligst anzubehalten. Und dieses Shirt gibt ebenfalls klare Anweisungen: Waschen wenn dreckig. Oder hier: Für beste Ergebnisse kalt waschen, bei niedriger Temperatur trocknen und nicht bügeln. Für die miesesten Ergebnisse soll man das Teil durch eine Pfütze ziehen und anschliessend auf dem Dachträger trocknen. Diese Hose gibt nicht nur Waschanweisungen für die Kleidung, sondern auch für den Träger: Immer schön das Füdli waschen. Und sich von Feuer fernhalten. Diesem Zettel liegt etwas am Tierschutz: Nur kalt waschen, nicht tumblern, nicht bügeln, keine Pandas verhauen. «Diese T-Shirts wurden an Tieren gestestet – sie haben nicht gepasst.» Der Klassiker: Wenn du nicht weisst, wie man die Wäsche am besten macht, dann frag deine Mutter. Etwas anders sieht das dieser Zettel: Waschen ist Männer- UND Frauensache.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Schweiz sind Waschmaschinen und Trocknungsmöglichkeiten eine Standard-Ausstattung von Mietwohnungen, nur 0,1 Prozent aller Schweizer hatten laut dem Bundesamt für Statistik 2013 keinen Zugang zu einer Waschmöglichkeit. Und doch: Viele waschen falsch, was sich im Portemonnaie, auf der Stromrechnung und an der Abnutzung der Maschine bemerkbar macht.

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Dosieren Sie das Waschmittel richtig?

Gemäss den Waschmaschinenherstellern Electrolux und V-Zug gibt es beispielsweise verschiedene Gründe, warum das gewählte Waschprogramm länger dauert als angekündigt – und somit mehr Strom braucht. Der Hauptgrund: Zu viel Waschmittel. Aber wie viel braucht es denn eigentlich und wovon ist das abhängig? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Wäschewaschen wirklich achten sollten. In der Bildstrecke sehen Sie zudem, was die Symbole auf den Waschetiketten wirklich bedeuten.

Hart oder weich?

Ob Wasser hart oder weich ist, hängt mit dem Kalkgehalt zusammen. Dieser wiederum hat Einfluss auf die benötigte Waschmittelmenge, weiches Wasser braucht deutlich weniger (teilweise die Hälfte!) Waschmittel als hartes Wasser. Gemessen wird das entweder in französischen oder deutschen Härtegraden.

Wie hart oder weich das Wasser bei Ihnen zu Hause ist, können Sie beispielsweise auf dieser Website herausfinden.

Den richtigen Waschgang

Grundsätzlich gilt: Wäsche wird in den heutigen Maschinen auch sauber, wenn sie nicht bei 60 bis 90 Grad gewaschen wird. Niedrigtemperaturprogramme sind zudem besser für die Umwelt, rund drei Viertel des Energieverbrauchs gehen nämlich für das Erwärmen des Wassers drauf.

Von den Kurzwaschprogrammen kann aus mehreren Gründen abgeraten werden: Die Maschine braucht noch mehr Energie, weil sie das Wasser umso schneller erhitzen muss – die Wäsche ist zwar schneller fertig, der Energieverbrauch aber wesentlich höher. Und gerade Pulverwaschmittel löst sich in der kurzen Zeit nicht genug auf und so bleiben Rückstände an den Kleidungsstücken, die Hautirritationen auslösen können.

Die richtige Menge Waschmittel

Damit die Maschine nicht bei jedem Waschgang länger braucht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Dosierungsanleitung. Solange Sie sich nicht im Dreck gewälzt haben, ist Ihre Kleidung wohl meistens «leicht verschmutzt». Mit der Wasserhärte vergleichen und voilà: Die optimale Waschmittelmenge.

Achtung: Dosiertabellen gibt es nicht nur bei Flüssig- und Pulverwaschmittel, sondern auch bei den Waschtabs.

Die richtige Füllmenge

Eine Maschine mit nur zwei Pullis laufen zu lassen, ist ökologisch gesehen schwachsinnig. Wenn zu viele Teile drin sind, wird das Zeug aber auch nicht mehr sauber – und weniger trocken, da die Maschine vollgestopft schlechter schleudern kann. Zusätzlich kommt es auf die Art der Textilien an: Handtücher und Bettwäsche vertragen eine volle Trommel, Feinwäsche eher nicht.

Füllmengen werden in der Regel in Kilogramm angegeben, aber sind wir mal ehrlich: Wer weiss schon, wie viel seine Wäsche genau wiegt? Eben. Als Grundregel gilt: Eine handbreit Platz zwischen dem oberen Rand der Trommel und der eingefüllten Wäsche. Ausnahmen sind hierbei besagte Kurzwaschprogramme, die meist für weniger ausgelegt sind.

Extras

Neue Maschinen können vieles selbst. So sind beispielsweise die Handwaschgänge mancher neuer Maschinen wesentlich schonender, als wenn Sie Ihren geliebten Angorapulli falsch von Hand waschen. Manche Maschinen haben Extra-Waschgänge für empfindliche Textilien und Funktionskleidung, deren Wirksamkeit umstritten ist.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Papa am 13.02.2018 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    geht auch anders

    sobald du ein Kleinkind hast wirst du sehr schnell entdecken, dass sämtliche Wäsche auch etwas höhere Temperaturen vertragen und die Kleider kunterbunt miteinander in einer Maschine gereinigt werden können :-)

    einklappen einklappen
  • Peter am 13.02.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 75% in die Trommel

    Das a und o ist, nicht zu viel Wäsche in die trommel. Die Wäsche wird sauberer und viel besser trocken beim schwingen

  • M.Gerber am 13.02.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Oft ist weniger mehr ! Leider geistert immer noch die Meinung herum viel Waschmittel gleich mehr sauber ! Aber das ist eben total falsch ! Bitte bitte Doierungsangaben lesen die Waschmittel, Putzmittel Hersteller haben extra DOSIERUNGS ANLEITUNG gemacht die für ein Obtimales Resultat ergiebt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tornado am 14.02.2018 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Mir egal

    Ich wasche alles in der Maschine. Egal was drauf steht . Selbst echtes schafffell habe ich gewaschen. Ist picobello geworden.

  • Renate am 14.02.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Waschküche

    So eine nette eingerichtete Waschküche hätte ich auch gerne. Offenbar tumblern sie alles.

  • die Ritterin am 14.02.2018 02:31 Report Diesen Beitrag melden

    alles sauber und frisch

    Bettwäsche, Unterwäsche, Frottewäsche, Pijamas, Stallkleider, Spüllappen, Putztücher , Schmutzfang, 60°der Rest 40°. Da müffelt nichts, auch wenn man nur halb soviel Mittel nimmt wie empfohlen

  • Verärgerte Kundin am 13.02.2018 20:26 Report Diesen Beitrag melden

    Waschqualität

    Habe seit einem Jahr eine neue VZug Maschine. für 4000.-e. Die Wäsche sieht nun genau so schlecht aus wie die auf der Bildstrecke. Vergraute oder vergilbte Weisswäsche, verfilzte Socken graue Schwarzwäsche. Als Tipp wurde mir bei Anfrage gesagt, man müsse halt die Wäsche sortieren. Nachdem ich über 20 Jahre mit der Vorgängermaschine tadellose Wäscheresultate erhalten hatte. Aber die war auch nicht aus Plastik und die Wäsche kam noch ausreichend mit Wasser in Berührung

  • Erich am 13.02.2018 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Empfindliche haut

    Ich habe empfindliche haut. Und benutze wenig waschmittel. Zudem wähle ich extra spülen um die waschmittelrückstände komplet zu entfernen