Österreich

19. April 2017 15:41; Akt: 19.04.2017 15:41 Print

Hier dürfen nur Männer wohnen

Per Inserat hat Saalfelden einen neuen Bewohner für die Einsiedelei gesucht. 50 Männer haben sich beworben, nun ist ein neuer Eremit gefunden worden.

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Es gibt keinen Strom, kein fliessend Wasser und keinen Lohn – und doch wollten mehr als 50 Bewerber weltweit neuer Eremit der Einsiedelei von Saalfelden im österreichischen Pinzgau werden. Die Pfarrei schaltete dafür sogar ein Inserat. Frauen durften sich nicht bewerben.

Nun ist der neue Eremit bekannt: Nach einem langen Auswahlverfahren habe sich der 58-jährige pensionierte Vermessungstechniker und geweihte Diakon Stan Vanuytrecht durchgesetzt, teilten die Behörden am Mittwoch mit.

«Wir haben uns für Stan Vanuytrecht entschieden, weil uns seine Persönlichkeit sehr anspricht. Er strahlt Ruhe aus und wirkt gefestigt», sagte der Bürgermeister von Saalfelden, Erich Rohrmoser. Der künftige Eremit, ein überzeugter Trabant-Fahrer, geschiedener Familienvater und bekennender Katholik, war bereits bei der belgischen Luftwaffe und in Deutschland stationiert, bevor er Vermessungstechnik studierte. Nebenberuflich engagierte er sich sozial und in der Kirche.

«Ich dachte mir: Das ist mein Platz»

Trotzdem zeigte sich Vanuytrecht von der Zusage überrascht, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. «Ich dachte, ich habe keine Chance», sagte der graubärtige Pfeifenraucher. Doch habe er sich schon lange nach einem Leben als Einsiedler gesehnt: «Als ich von der Eremitage in Saalfelden gelesen habe, dachte ich mir: Das ist mein Platz.»

Von einem Leben in Einsamkeit kann für den neuen Eremiten jedoch nicht die Rede sein: Obwohl die 350 Jahre alte Einsiedelei in einer umgebauten Felshöhle über der Stadt liegt, zieht sie einen ständigen Strom von Pilgern an, die dort die Aussicht geniessen, beten und jemanden suchen, mit dem sie reden können.

«Das Leben in der Klause ist spartanisch»

Vanuytrechts Vorgänger, der ehemalige Priester und Psychotherapeut Thomas Fieglmüller, hatte nach nur einer Saison aufgegeben. «Das Leben in der Klause ist spartanisch, aber die Natur wunderschön. Ich habe sehr viele nette Menschen getroffen und mit ihnen gute Gespräche geführt», sagte er den «Salzburger Nachrichten».

Leider habe es aber auch Kritik aus «scheinbar rechtskatholischen Kreisen» gegeben, unter anderem, weil er keinen Bart und keine Kutte getragen habe. Vielleicht sei er einfach der Falsche gewesen, sagte Fieglmüller weiter. Sein Nachfolger beginnt am 30. April seinen neuen Job.

(afp/hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ursus am 19.04.2017 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    warum

    Ich frage mich was eigentlich dieser Titel soll ? Soll das wieder so eine Geschlechterdiskussion anheizen ? Man könnte ja auch schreiben "Neuer Eremit gefunden". Denkt ihr man merkt es etwa nicht oder was ?

    einklappen einklappen
  • Weder-Noch am 20.04.2017 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    "Rechtskatholische Kreise"?

    Echt jetzt? Ist das wieder so ein Linker gewesen, der überall speziell darauf hinweisen will, das andere "rechts" sind und das irgendwie schlecht ist? Irgendwie benutzen die Linken alles um irgendwie Politik zu betreiben scheint mir. Als weder-noch fällt mir das immer mehr auf.

  • AndyHR am 20.04.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Der hat recht!

    Oh ein mann?!? wenn das frau funicello weiss dann wird sie aber radau machen!! Mal ganz ehrlich, der mann hat recht, er geniesst seine ruhe weg vom alltag und dem druck! Viel erfolg herr vanuytrecht

Die neusten Leser-Kommentare

  • AndyHR am 20.04.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Der hat recht!

    Oh ein mann?!? wenn das frau funicello weiss dann wird sie aber radau machen!! Mal ganz ehrlich, der mann hat recht, er geniesst seine ruhe weg vom alltag und dem druck! Viel erfolg herr vanuytrecht

  • Weder-Noch am 20.04.2017 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    "Rechtskatholische Kreise"?

    Echt jetzt? Ist das wieder so ein Linker gewesen, der überall speziell darauf hinweisen will, das andere "rechts" sind und das irgendwie schlecht ist? Irgendwie benutzen die Linken alles um irgendwie Politik zu betreiben scheint mir. Als weder-noch fällt mir das immer mehr auf.

  • Ursus am 19.04.2017 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    warum

    Ich frage mich was eigentlich dieser Titel soll ? Soll das wieder so eine Geschlechterdiskussion anheizen ? Man könnte ja auch schreiben "Neuer Eremit gefunden". Denkt ihr man merkt es etwa nicht oder was ?

    • Bogo am 19.04.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

      Na dann...

      Ehrlich gesagt wäre das nichts für mich. Dafür liebe ich mein Leben zu sehr und ohne Wasser und Strom.. naja.... Aber ich wünsche Herrn Stan Vanuytrecht alles Gute und viele tolle Momente in seinem neuem Heim.

    • Erklärbär am 19.04.2017 18:40 Report Diesen Beitrag melden

      Offensichtliche Agenda

      Ja es fällt halt langsam allen auf, dass es eine Agenda ist die da verfolgt wird. Männer solle von Frauen ferngehalten werden und umgekehrt.

    • Ja am 20.04.2017 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Realist

      Generiert mehr Klicks! Wurde zur normalheit in der Medienlandschaft , Spiel mit Emotionen , Fakten intressiert niemand :(

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