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14. September 2017 15:17; Akt: 14.09.2017 15:17 Print

Wollen Sie in einem Puppenhaus wohnen?

von Meret Steiger - Das viktorianische Zeitalter hat eine wunderbare Architektur hervorgebracht. Ein Beispiel ist das Puppenhaus in New York, das nun verkauft wird.

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Das ist das Armour-Stiner-House in Westchester, New York. Es liegt in der Nähe des Hudson Rivers. Erbaut wurde es 1860 von Paul J. Armour. Der eigentliche Architekt ist unbekannt. Der nächste Besitzer, Tee-Importeur Joseph Stiner, liess später die eindrückliche Kuppel auf das Haus setzen. 1981 war das Puppenhaus Drehort für den Horrorfilm «The Nesting», der sehr durchzogene Kritiken erhielt. Es ist eines von weniger als hundert Oktagon-Häusern, also Gebäuden mit einem achteckigen Grundriss, in den USA. Deswegen wird es auch als National Historic Landmark bezeichnet: Eine Stätte, die von der Organisation für Denkmalpflege als besonders schützenswert eingestuft wird. Nach dem Filmdreh 1981 kaufte der Architekt Joseph Pell Lombardi das Puppenhaus und renovierte es in den folgenden Jahren komplett. Das Haus umfasst 780 Quadratmeter Wohnfläche auf mehreren Stockwerken. Es beherbergt insgesamt über 20 Zimmer, sieben davon eignen sich als Schlafzimmer, drei sind Bäder. Das ist die Kuppel, die vom Tee-Importeur Joseph Stiner auf das Haus gesetzt wurde. Von hier geniesst man einen schönen Blick auf den Hudson River. Und das ist der Aussichtsraum in der Kuppel: An jeder der acht Wände hat es ein Fenster, sodass man eine 360-Grad-Aussicht geniesst. Das Land hat eine Gesamtfläche von 12'000 Quadratmetern. Das ist aber noch längst nicht alles: Im Mietpreis von 40'000 Dollar sind auch weitere Gebäude auf dem riesigen Grundstück inbegriffen. Zum Beispiel dieses Gewächshaus.

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Dieses Bauwerk aus dem Jahr 1860, das an ein Puppenhaus erinnert, steht in Westchester, New York. Es ist ein National Historic Landmark, was auch den Mietpreis erklärt: Wer hier wohnen will, muss monatlich 40'000 US-Dollar hinblättern.

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Eins von weniger als 100 Oktagon-Häusern

Das Haus wurde zwischen 1859 und 1860 für den Finanzbeamten Paul J. Armour erbaut – der eigentliche Architekt ist unbekannt. Der nächste Besitzer, Tee-Importeur Joseph Stiner, liess später die eindrückliche Kuppel auf das Haus setzen. Heute ist es als Armour-Stiner-House bekannt und eines von weniger als 100 Oktagon-Häusern in den USA.

Zwischen 1940 und 1960 gehörte das Puppenhaus dem amerikanischen Autor und Historiker Carl Cramer. Er schrieb in Briefen und Tagebüchern, dass er glaube, im Haus spuke es. Cramer fühlte sich nach den nicht näher beschriebenen Erlebnissen nicht mehr wohl und verliess das Haus.

Drehort eines Horrorfilms

Nach Cramers Auszug stand das Haus einige Jahre leer, bis sich die Organisation für Denkmalpflege (National Trust for Historic Preservation) dieses aussergewöhnlichen Bauwerks annahm. Ursprünglich kaufte es die Organisation nur, um es vor dem Abbruch zu bewahren – es brauchte aber mehr Renovationen als erwartet und die Restaurierung wurde aus finanziellen Gründen verschoben.

1981 stand das Armour-Stiner-House endlich wieder im Rampenlicht: Es war der Hauptdrehort für den Horrorfilm «The Nesting», der sehr durchzogene Kritiken erhielt. Mehr als 20 Jahre nach Cramer spukte es im Haus also tatsächlich – zumindest im Film.

Von einem Architekten gerettet

Nach dem Filmdreh konnte das Haus endlich verkauft werden: Die Organisation für Denkmalpflege gab dem Architekten Joseph Pell Lombardi den Zuschlag. Er verbrachte die folgenden Jahre damit, das Haus und die dazugehörenden Gebäude zu renovieren. Und das hat sich definitiv gelohnt.

Das Haus hat 780 Quadratmeter Wohnfläche auf mehreren Stockwerken und ein riesiges Grundstück: Auf 12'000 Quadratmetern könnten Sie sich hier austoben. Es gibt sieben Schlafzimmer, drei Bäder und ein Gewächshaus im Garten. Insgesamt beherbergt das Haus über 20 Zimmer, einige davon mit Blick auf den Hudson River. Wobei noch einmal der Kostenpunkt erwähnt sei: 40'000 Dollar pro Monat.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Joshua am 14.09.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Leider nicht meine Preisklasse

    Aber ich finds cool! Gefällt mir

  • carmen diaz am 14.09.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    das mit dem puppenhaus...

    ...verstehe ich zwar nicht aber es ist auf jeden fall sehr hübsch. die 40'000.- pro monat würden mich jetzt nicht abschrecken, das wäre ich noch bereit dafür zu bezahlen aber 12'000 quadratmeter rasen mähen, darauf habe ich ja nun überhaupt gar keine lust...

    einklappen einklappen
  • Kowalski am 15.09.2017 03:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gefällt mir sehr gut ...

    das schmucke Häuschen und es fallen mir mehrere Verwendungszwecke dafür ein (Pension, Sanatorium, Kunstakademie, Asylheim ... kleiner Scherz!). Die Farbe ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kokopelli am 15.09.2017 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Nur so am Rande

    Achteckige Häuser gibt es sehr viele im Navajo Indianerreservat in Arizona. Die Navajo Nation ist flächenmässig mehr als anderthalb mal so gross wie die Schweiz und ohne Spezialbewilligung darf kein Weisser dort wohnen oder arbeiten. Die Hogan-Zeremonienhäuser haben nur einen Raum und sind entweder rund oder 4-, 6-, 8- oder 10-eckig mit etwa 8m Durchmesser. Die Eingangstüre ist gegen Osten gerichtet und meistens hat das Dach in der Mitte eine Öffnung für den Feuer- oder Ofenrauchabzug.

  • Kowalski am 15.09.2017 03:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gefällt mir sehr gut ...

    das schmucke Häuschen und es fallen mir mehrere Verwendungszwecke dafür ein (Pension, Sanatorium, Kunstakademie, Asylheim ... kleiner Scherz!). Die Farbe ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

  • Interessent am 14.09.2017 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Was nun

    Kann man das Haus nun kaufen oder nur mieten.

  • carmen diaz am 14.09.2017 16:03 Report Diesen Beitrag melden

    das mit dem puppenhaus...

    ...verstehe ich zwar nicht aber es ist auf jeden fall sehr hübsch. die 40'000.- pro monat würden mich jetzt nicht abschrecken, das wäre ich noch bereit dafür zu bezahlen aber 12'000 quadratmeter rasen mähen, darauf habe ich ja nun überhaupt gar keine lust...

    • xerox am 14.09.2017 17:34 Report Diesen Beitrag melden

      Behauptung

      Ich behaupte mal ganz salop, wenn du pro Monat 40k an miete bezahlen kannst, hast du einen Gärtner, Putzpersonal etc.

    • Artussine am 15.09.2017 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Gärtner?

      Wenn du den Mietpreis aufbringen kannst, dann liegt auch ein Gärner drin! Das Haus gefällt mir, die einen Möbel weniger. Ich würde drin wohnen, wenn ich könnte.

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  • Joshua am 14.09.2017 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Leider nicht meine Preisklasse

    Aber ich finds cool! Gefällt mir