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Aus «Harry Potter»

14. November 2017 17:02; Akt: 14.11.2017 17:02 Print

Vater baut Winkelgasse für seine Töchter

von Meret Steiger - Samt Zauberstabhändler Ollivander: Jonathan Chambers hat für seine Töchter die Winkelgasse aus dem «Harry Potter»-Universum nachgebaut.

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Jonathan Chambers, Vater zweier Töchter und Einwohner von Seattle, hat ein grosses Projekt gestartet: Für seine Töchter und zugunsten der Krebsforschung hat er in seinem Garten die Winkelgasse aus «Harry Potter» nachgebaut. Die Winkelgasse ist der Ort, an dem Zauberer ihre Utensilien bekommen: Hier gibt es Besen, Kessel, Zauberbücher, magisches Geld und Zauberstäbe. Angefangen hat Jonathan erst am 14. Oktober. Da konnte er sich aber über viel Hilfe von Freunden und Nachbarn freuen. Hier ist der Rohbau für den Zauberstab-Shop Ollivander, in dem Harry seinen Zauberstab bekommt. Und hier wird der Quidditch-Shop entstehen: Samt Besen und goldenem Schnatz. Chambers lebt für dieses Projekt: «Ich wollte schon immer etwas Grosses für Halloween machen. Ich habe Ende Oktober auch noch Geburtstag, es ist also sozusagen mein Powermonat.» Der Familienvater aus Seattle kündete kurzerhand seinen Job und begann Vollzeit zu zeichnen, zu bauen und seinen Traum zu verwirklichen. Hier eine Skizze der Zaubererbank Gringotts, die von Kobolden geführt wird. Chambers und seine Helfer haben sechs Ladenfronten gebaut: Der Quidditch-Shop, die Magische Menagerie, Flourish & Blotts, Madam Malkin, Eeylops Eulenkaufhaus und natürlich Ollivanders, der Zauberstabshop. Unter den diversen Helfern war auch Michael, der die Aufhängungen für die Shopschilder gemacht hat. Die Winkelgasse (im Original Diagon Alley) ist auch heute, nach Halloween, für Besucher geöffnet und wird immer noch erweitert. Um das Ganze zu finanzieren, kann gespendet werden: Entweder an die Krebsforschung oder für die Deckung der Unkosten. Betreten können die Besucher die Winkelgasse ganz wie das Original: Durch eine Backsteinwand mit einem Loch. Zwar sind die Ladenfronten nur Dekoration und können nicht betreten werden, aber Jonathan hat in der ganzen Winkelgasse kleine Details verteilt, die auch an «Harry Potter» anlehnen. Wer würde nicht gerne bei Ollivander einen Zauberstab holen? Die Töchter von Jonathan sind jedenfalls hin und weg: «Sie lieben es und haben mir viel geholfen.» Hier die Ladenfront für Madam Malkins Zauberer-Kleiderladen. Die Mädchen, Avery und Haley, sind sieben und elf Jahre alt und erst seit kurzem im «Harry Potter»-Fieber. Madam Malkins Kleiderladen würden sie garantiert gerne besuchen. Bereits an Halloween haben die Chambers die Türen für Besucher geöffnet, bis nach Weihnachten darf man die Winkelgasse weiterhin besichtigen und Geld spenden. Dass ein Teil des Geldes an die Krebsforschung geht, ist natürlich kein Zufall: Ein guter Freund von Chambers und Unternehmer aus Seattle, Matt Bencke, starb vergangenes Jahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs und liess eine Frau und zwei Kinder zurück. Einige Fans kommen natürlich auch verkleidet: Hier ist ein Snape vertreten, eine Trelawney, eine Umbridge und ein Gilderoy Lockhart.

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Für «Harry Potter»-Fans lohnt sich seit Oktober ein Besuch in Seattle: Familienvater Jonathan Chambers hat in seinem Vorgarten die Zauberer-Einkaufsstrasse Winkelgasse nachgebaut. Was ursprünglich als Halloweendekoration herhalten sollte, ist jetzt ein Besuchermagnet mit Spendenaufruf.

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Für seine Töchter

Definitiv ein Kandidat für den Vater des Jahres: Zauberfan und Handwerker Jonathan sagt: «Ich wollte schon immer etwas Grosses, Ausgefallenes machen – für Halloween oder Weihnachten. Ich wurde am Tag vor Halloween geboren, der Oktober ist also sowieso mein Monat. Dafür habe ich jetzt sogar meinen Job gekündigt, um mich auf dieses verrückte Projekt zu konzentrieren.»

Nach einigen Monaten Planung, zwei Wochen harter Arbeit in der Garage, in der er das Holz zuschnitt, und zahllosen Stunden von ihm, seiner Frau, seinen Kindern und diversen Freiwilligen später hat die Winkelgasse ihre Türen für Halloween zum ersten Mal geöffnet. Mehr als 2500 Besucher kamen.

Wie im Film

Chambers und seine Helfer haben sechs Ladenfronten gebaut: ein Quidditch-Shop mit Schnatz, die magische Menagerie (ein Tierladen), Flourish und Blotts (Zauberbücher), Madam Malkin (Kleidung), Eeylops Eulenkaufhaus und natürlich Ollivander, den Zauberstabhändler. Die Besucher betreten die Winkelgasse auch stilecht: durch ein Loch in einer Backsteinwand.

Derzeit noch in Arbeit ist ein weiteres Highlight: Chambers arbeitet an der Ladenfront für Gringotts. Gringotts ist die Zaubererbank, geführt von Kobolden. Während viele Details tatsächlich aus einem 3-D-Drucker stammen, hat der zauberbegeisterte Handwerker auch Hilfe aus der Nachbarschaft erhalten.

Mit viel Liebe handbemalt

So haben sich zwei Kinderbuchautorinnen bereit erklärt, das Design der Schaufenster zu übernehmen und Inhalte auf die Fenster zu zeichnen. Chambers forderte die Besucher auch auf, sich wie ihre Lieblingscharaktere aus der erfolgreichen Zaubererserie zu kleiden – mit Erfolg. An Halloween besuchte auch ein Snape, eine Trelawney und eine Umbridge die Winkelgasse.

Zwar mag Chambers «Harry Potter», die Winkelgasse hat er aber für seine Töchter gebaut: «Natürlich habe auch ich die Filme geliebt, als sie rauskamen. Meine Töchter waren da aber noch nicht mal geboren. Seit etwa zwei Jahren sind sie jetzt schwer im «Harry Potter»-Fieber, es gibt auch Harry-Geburtstagspartys und Ähnliches. Ich wusste, sie würden die nachgebildete Gasse aus dem Film lieben.»

Besuchermagnet mit Spendenaufruf

Chambers und seine Töchter haben die Winkelgasse aber nicht nur aus Freude an der Zaubererwelt gemacht. Vergangenes Jahr starb ein bekannter und beliebter Unternehmer und Freund von Jonathan, Matt Bencke, an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Haley und Avery, die Töchter von Jonathan, sind mit Matts Kindern befreundet.

So kamen sie auch mit dem frühen Tod des Familienvaters in Berührung und stellten Fragen über Krebs und Heilungschancen. Deswegen gehen vor Ort eingegangene Spenden heute an die PanCAN, eine Organisation, die Bauchspeicheldrüsenkrebs erforscht.

Gleichzeitig sammelt Jonathan Geld, um den Bau eines Gringotts-Spielhauses zu finanzieren. Dafür könnten Sie hier spenden.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 14.11.2017 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee

    Finde das Super was der Vater für seine Töchter macht. Wünsche Ihnen viele Besucher die jeweils etwas auch ins Kässeli werfen für den guten Zweck.

  • Squirel am 14.11.2017 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm ...

    Das würde ich auch gleich machen, wenn ich eine Tochter hätte. Aber ich hab noch nicht einmal die Frau dazu. Hm. Vielleicht sollte ich aufhören Harry Potter zu lesen?

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  • M.odi am 14.11.2017 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Top

    TOP gebaut. Nur.. wie kann sich sowas ein Familienvater leisten den Job künden und dann sowas aufzubauen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Muggle am 15.11.2017 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Urheberrechte ...

    Hoffentlich hat er nicht allzu grossen Erfolg damit, denn dann werden schon bald die Inhaber der Urheberrechte für Film und Buch anklopfen und dem Ganzen ein Ende machen. Das wäre ausserordentlich schade, aber so läuft es leider. Youtubefilme werden schon gesperrt, wenn mur ein Fetzchen Musik vom Haus gegenüber darin zu hören ist. Siehe auch im Film "Be kind - rewind".

  • Sasse am 15.11.2017 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    das ist noch gar nichts.

    Mein Opa baute mir damals einen kleinen Panzerkampfwagen. Der war richtig gut.

  • Mary J am 15.11.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    schön

    Toll, aber gleich dafür den Job kündigen?? Vielleicht können wir es nächstes Jahr einrichten und die Harry Potter-Studio-Tour machen!

  • Herr Max Bünzlig am 15.11.2017 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    im Maßstab 1:100 ist keine Meisterleistung

  • Stefan am 15.11.2017 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    So viel aufmerksamkeit für eine zaubernde Romanfig

    Nun ja... Auf mich macht das den Eindruck, es sieht aus wie ein kleines eigene Okkulte Tempel!? Sollte man wirklich seinen Kindern private eigene Okkulte Tempel bauen? Ach wenn es doch nur zum "Spass" ist? Früher hat man den Kindern noch versucht Christliche Werte beizubringen und heute eifert man einer nichtexistenten zaubernden Romanfigur nach!? Tja, das scheint der heutige Zeitgeist zu sein! Zuerst feiert man Halloween und wenige Wochen später Weihnachten! Es scheint egal zu sein zu wessen Ehren man irgendetwas macht? Feste zu Ehren von Toten, zu Ehren von Zombies, zu Ehren heidnischer Gött

    • Hermine am 15.11.2017 08:31 Report Diesen Beitrag melden

      Harry Potter Leser sind bessere Menschen

      sagt die Forschung. Gläubige Menschen dagegen nicht unbedingt. Weil diese denken, dass sie wegen ihrer Religiösität eh schon besser sind als die andernen. Das erklärt auch die vielen Konflikte von Gläubigen Menschen gegenüber Andersgläubigen....

    • Hogwardsfan am 15.11.2017 12:45 Report Diesen Beitrag melden

      Gut gesagt

      @Hermine: Gut geschrieben! Ich sehe in Harry Potter auch eher den guten als in den Religionen. Die beuten nur Menschen aus und reden ihnen ein schlechtes Gewissen ein. Obwohl viele Gläubige noch besser sind als die Kirchenherren.. (Papst etc..). Die sind nur machtgierig. 99 Punkte für das Potter Univers, 1 Punkt für die Religionen.

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