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Die wichtigsten Regeln

20. August 2017 10:29; Akt: 20.08.2017 10:29 Print

So dürfen Sie die Wohnung auf Airbnb anbieten

Schnelles Geld dank Airbnb? Wer keinen Streit mit seinem Vermieter riskieren will, sollte ein paar wichtige Punkte beachten.

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(Bild: Airbnb Office / Flickr)

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Eine 4,5-Zimmer-Wohnung mitten in Zürich für 220 Franken pro Nacht – dieses Angebot eines Zürcher Mieters auf der Buchungsplattform Airbnb fand reges Interesse. Weniger Begeisterung kam hingegen in der Nachbarschaft auf.

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Nachbarn fühlten sich durch die Gäste gestört und meldeten die Sache dem Vermieter. Dieser wiederum klagte vor Gericht und bekam Recht.

Dieselben Regeln wie bei der Untervermietung

Das Gericht entschied, dass bei einer Weitervermietung einer Mietwohnung auf einer Plattform wie Airbnb die gleichen Regeln gelten wie bei der Untervermietung. Die da wären:

• Mieter haben grundsätzlich das Recht, zahlende oder auch nicht zahlende Gäste in ihrer Wohnung unterzubringen. Dafür müssen aber einige Bedingungen erfüllt werden.

• Der Mieter muss aber seinen Vermieter informieren, dass er die Wohnung untervermieten will, und ihm die Konditionen der Untervermietung bekannt geben.

• Die Bedingungen der Untermiete dürfen nicht missbräuchlich sein, die Wohnung darf also beispielsweise nicht zu einem überrissenen Preis untervermietet werden. Der Mietzins muss demjenigen im Mietvertrag entsprechen. Nur für Möblierung und Reinigung darf ein Aufpreis verlangt werden.

• Das Untermietverhältnis darf dem Vermieter keine Nachteile bescheren, also beispielsweise Ärger mit den anderen Mietern, die sich gestört fühlen.

• Der Mieter muss beabsichtigen, auch weiterhin in der Wohnung zu wohnen. Es geht also nicht an, Wohnungen rein zum Zweck der Untervermietung anzumieten.

• Wer gegen den Willen des Vermieters zahlende Gäste beherbergt oder die Bedingungen der Untermiete nicht offenlegt, riskiert eine Kündigung der Wohnung.

Übrigens: Der oben beschriebene Streitfall war in der Schweiz der erste in Zusammenhang mit der Buchungsplattform Airbnb und hatte für den Mieter Folgen: Nicht nur musste er den Gewinn aus der Untervermietung dem Vermieter abliefern, er darf in Zukunft auch keine Gäste mehr gegen Entgelt bei sich aufnehmen.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vermieter am 20.08.2017 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Sehr guter Entscheid des Gerichtes!

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  • Tom am 20.08.2017 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gut zu wissen

    Wie verhält sich das ganze , wenn ich eine Eigentumswohnung habe, muss ich dies bis zur Einkommensgrenze von 2600 Franken pro Jahr bei den Steuern angeben?

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  • W. Stähli am 20.08.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentumswohnung

    Wie verhält es sich mit einer Eigentumswohnung? Könnten sich Miteigentümernachbarn gestört fühlen durch den häufigen Wechsel? Zurecht?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spiritualist am 21.08.2017 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wohngewohnheiten können sich stark verändern

    Vor über 25 Jahren zog es mich in die Stadt, und mindestens einmal täglich gabs einen 'Beizencher'. Das artete so aus, dass wir, ich lebte damals mit einem Kollegen an bester Lage, dass wir täglich Besuch hatten, bis es eines Tages dazu kam, dass sich Bekannte von uns bei uns verabredeten, sich hemmungslos im Kühlschrank selber bedienten und, das war der 'Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte', sich teils nur noch untereinander unterhielten. Wir waren also quasi 'Gratisbeiz'. Heute lebe ich mit zwei Katzen auf dem Land, wenn jemand zu Besuch kommt, dann nicht zufällig, und es bringts!

  • Peter Moser am 21.08.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ein wichtiger Punkt vergessen

    Die Einnahmen sollten versteuert werden! Alles andere ist Steuerhinterziehung. Diese wird im besten Fall mit 10'000 CHF Busse bestraft, im schlechtesten Fall mit 10 Jahren Knast.

    • Nerdy am 21.08.2017 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur sollte

      Nicht nur sollten, wer bei Airbnb vermietet bekommt Ende Jahr eine Bescheinigung für das Steueramt :-)

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  • Maria am 20.08.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Wir haben im Haus ein sogenates SEITENSPRUNGZIMMER (WOHNUNG).Dort gehen auch viele Paare aus und ein.Den Mieter dieser Wohnung sieht man nie ,und interrasnt wäre ob es die Verwaltung überhaupt weis??

  • Züritirggel am 20.08.2017 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Der HEV hinkt hinterher

    Wie man bei Missbrauch das Recht durchsetzt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Auch der Hauseigentümetverband führt in seinem Organ jeweils nur die Probleme auf; wie man sich rechtlich durchsetzt, wird leider nicht aufgezeigt.

    • Mietrechtler am 20.08.2017 21:13 Report Diesen Beitrag melden

      Ab an die Schlichtungsbehörde

      Abmahnen, kündigen (besser ordentlich), Gewinn abschöpfen...

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  • Rocky am 20.08.2017 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Genau;-)

    Das soll wohl ein Witz sein, oder?! So wird Todsicher niemand mehr auf Airbnb untervermieten dürfen, resp. ohne den gesamten Gewinn dem Vermieter abliefern zu müssen! Warum soll man es dann noch machen?! Damit man Fremde in seine Wohnung hat, deren Dreck wegputzen darf, sich selber in der Zeit irgendwo anders einquartieren muss...?! Wirklich witzig:-)