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Studie

09. März 2017 15:44; Akt: 09.03.2017 15:44 Print

Lieber zügeln als pendeln?

Zu Fuss oder mit dem Velo ins Büro? Schön wärs. Die meisten Menschen pendeln mit Zug, Tram oder Auto zum Arbeitsplatz – und opfern dafür viel Freizeit.

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Für rund vier Millionen Menschen in der Schweiz gehört das Pendeln zur Arbeit bzw. in die Schule oder zur Uni zum Alltag. Sie alle verbringen viel Zeit im Stau, im überfüllten Zug oder im Tram, ertragen nervende Mitreisende, Lärm, Gestank und zahlen auch noch viel Geld dafür. Kurz: Pendeln stresst enorm und schlägt auf die gute Laune.

Umfrage
Wie lange ist Ihr Arbeitsweg?
27 %
20 %
14 %
17 %
16 %
6 %
0 %
Insgesamt 2570 Teilnehmer

Forscher von der Universität Waterloo in Kanada haben Hinweise darauf gefunden, dass die Zufriedenheit der Pendler mit ihrem gesamten Leben sinkt, je länger der Anfahrtsweg ist. Und eine andere Studie zeigt: Wer für den Weg zur Arbeit eine Stunde unterwegs ist, müsste 40 Prozent mehr verdienen, um genauso glücklich zu sein wie jemand, der seinen Job direkt um die Ecke hat.

Zufrieden am Wohnort

Warum nehmen das die Pendlerinnen und Pendler auf sich? Gemäss einer aktuellen, repräsentativen Studie zum Wohnen und Leben in der Schweiz von Immowelt AG ist für 70 Prozent der Befragten die wichtigste Motivation zum Pendeln die Zufriedenheit mit dem Wohnort.

Nur gerade 17 Prozent können sich eine gleichwertige Wohnung am Arbeitsort nicht leisten. Für sieben Prozent sind es familiäre Pflichten wie zum Beispiel pflegebedürftige Angehörige, die einen Umzug verunmöglichen. Und bei sechs Prozent ist ein neuer Job der Grund fürs lange Pendeln.

Eine Stunde ist genug

Wann aber ist die Schmerzgrenze erreicht? Auch dieser Frage ist obige Studie nachgegangen. Das Ergebnis: 54 Prozent der Schweizer nehmen ein Stunde Arbeitsweg in Kauf, bevor sie näher an ihren Arbeitsort ziehen.

Was leicht nachvollziehbar ist: Besserverdiener sind eher bereit, auch länger zu pendeln. So gaben 17 Prozent an, bis zu 90 Minuten Arbeitsweg auf sich zu nehmen. Bei den Geringverdienern sind es nur noch acht Prozent, die anderthalb Stunden pro Weg einem Umzug vorziehen würden.

Angesichts dieser Zahlen ist jeder geradezu ein Glückspilz, der im Home Office arbeitet oder seinen Arbeitsplatz mit einem gemütlichen Spaziergang erreichen kann.

Sie suchen eine Wohnung? Hier finden Sie Angebote für Mietobjekte in der ganzen Schweiz – auch in der Nähe Ihrer Arbeitsstelle:

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 09.03.2017 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    City kann sich ja kein Mensch leisten. Daher hört auf zu zentralisieren. Künstlich den Bodenpreis in de Höhe treiben. Lieber verschiedene Wirtschaftsstandorte fördern. Die Leute möchten da leben wo sie ihre Freunde haben.

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  • Sara am 09.03.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Bringt nix

    Soll ich von der Ostschweiz und meinen Kollegen weg nach ZH zügeln wenn ich demnächst evtl nach Schaffhausen zentralisiert werde? Man wird ja hin und her geschoben

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  • David am 09.03.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kommt auf Typ Mensch drauf an

    Ich hatte mal 2 Jahre lang 5 Fussminuten Arbeitsweg. Das war am Anfang toll, weil ich länger ausschlafen konnte und auch mehr Freizeit hatte. Aber irgendwann merkte ich, dass ich geistig wie nicht richtig abschalten konnte, weil ich ständig am Firmengebäude vorbei lief. Heute habe ich wieder eine halbe Stunde Arbeitsweg, dafür denke ich in der Freizeit praktisch nie an die Arbeit!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nadine am 10.03.2017 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Berücksichtigung des Jobs des Partners

    Mein Partner hat den Arbeitsort genau in der entgegengesetzten Richtung. Ein Umzug würde also ihm den Arbeitsweg verlängern. Da der Umzug an einen Ort erfolgen müsste, der an der Strecke des ICs liegt, würde es ihm aber eine massiv längeren Arbeitsweg generieren. Bringt also auch nichts. Nebenbei ist unser Umfeld halt da wo wir wohnen. Ich denke man müsste eher mal die Möglichkeit haben, einen Job da zu finden wo man wohnt, nicht dort wohnen wo der Job ist.

  • bürger am 10.03.2017 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    pendeln kein problem

    ich ziehe nun nach 33 jahren in der stadt zürich , der liebe wegen nach basel pendeln kein problem miete kst auch bezahlbar!

  • Cavi33 am 10.03.2017 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Glättli fragen

    Eigentlich logisch, unheimlich was da hersus gefunden wird. Ein Wenigverdiener kann sich den langen Weg einfach nicht leisten zumal das mit Zusatzkisten verbunden ist. Sls bitte mal ein schlaue Analyse dieses Problems.

    • Unicorn am 10.03.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

      Logisch?

      Vielleicht haben die Wenigverdiener auch viel mehr Möglichkeiten und finden in der Nähe immer eine Stelle.

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  • michi am 10.03.2017 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Glückspilz

    Ich habe 50 Minuten Arbeitsweg ... aber zu Fuss :) perfekt zum abschalten oder wach werden ... Ich weiss es sehr zu schätzen einen kurzen Arbeitsweg zu haben, und mein Beileid an alle die zum Pendeln gezwungen sind.

  • abc am 10.03.2017 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Pendelmasochisten

    Die Schweiz ist das Land mit den grössten Pendelmasochisten! 1-2 Stunden Hinfahrt, 8.4 Stunden Arbeit, Mittagspause, wieder 1-2 Stunden Rückfahrt! Freizeit: 0!

    • bürger am 10.03.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      ist doch nicht schlim

      ich betrachte meine zugfahrt durch aus als freizeit musik im ohr feierabend bierchen und meine welt ist in ordnung

    • Luis canes am 10.03.2017 22:13 Report Diesen Beitrag melden

      Freizeit

      Freizeit findet beim autofahren statt , das ewige hin und her schult alles enorm

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