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Offizieller Zügeltermin

29. September 2016 11:19; Akt: 29.09.2016 14:10 Print

Zahlen Sie zu viel für Ihr Internet-Abo?

von J. Panknin - Am ersten Oktober-Wochenende wird wieder gezügelt, was das Zeug hält. Ein Experte hilft, das richtige Netz-Abo fürs neue Zuhause zu finden.

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Der 31. März, 30. Juni und 30. September sind offizielle Zügeltermine für Mietwohnungen in der Schweiz. Neben Kisten packen und Möbel auseinander schrauben warten auch einige administrative Erledigungen auf die Zügelnden ... So sollte man sich zum Beispiel frühzeitig um den Internet- und TV-Anschluss im neuen Zuhause kümmern, damit man diesen auch direkt nach dem Einzug nutzen kann. Um die Wahl des richtigen Angebots zu erleichtern, hat Oliver Zadori, Tarif-Experte von Dschungelkompass.ch, drei Nutzer-Profile erstellt. Eine WG, deren drei Mitbewohner am liebsten gleichzeitig verschiedene Inhalte übers Netz in 4K-Auflösung streamen. : Eine schnelle Internetleitung mit 100 Mbit/s. Kein TV- und Festnetzanschluss. Und das sind die Angebote, die der Experte recherchiert hat. Wer bei den Zahlen beim Punkt «Internet» nur Bahnhof versteht: Hierbei handelt es sich um die Down- (vorne) sowie Upload-Geschwindigkeit. «Für die meisten User reicht ein Anschluss mit 25 bis 40 Mbit/s Download-Geschwindigkeit vollkommen aus», so der Profi. Mit 25 Mbit/s liesse sich ein 4K-Videostream von Netflix auf jeden Fall ruckelfrei schauen. Der normale Nutzer spüre nicht mal einen Unterschied zu einer Verbindung mit 500 Mbit/s. Swisscom hingegen gibt an, dass ihr Swisscom TV 2.0 einen Speed von 34 Mbit/s für die Übertragung von 4k-Inhalten benötigt. «Der Anbieter verwendet für den Stream die eigene TV-Box, welche sich technisch von einem Netflix-Stream unterscheidet. Die benötigte Datenrate hängt von der verwendeten Komprimierung seitens Content-Anbieter ab», erklärt Zadori. Das Internet soll für HD- und 4K-Streaming ausreichen, der TV soll Zusatzfunktionen bieten. Normales Internet (mind. 30 Mbit/s), 7 Tage zeitversetztes Fernsehen mit Aufnahmefunktion. Kein Festnetzanschluss. Bei den Angeboten, die TV-Sender inkludieren, wird es ein bisschen komplizierter. Je nach Anbieter steht eine andere Anzahl an (HD-) TV-Sendern sowie unterschiedliche Aufnahmefunktionen zur Verfügung. Ausserdem unterscheiden sich die Angebote beim Netz: Green, Sunrise und Swisscom verfügen bereits über Glasfaser. Dieses ermöglicht höhere Down- als auch Updload-Geschwindigkeiten als das bisherige Kupfernetz, erklärt der Experte. Mit einem DSL-Anschluss hätte man bisher nur mit etwa zehn Prozent der Download-Geschwindigkeit hochladen können. Bei Glasfaser-Angeboten seien Up- und Download nun in den meisten Fällen gleich schnell. So wie in diesem Beispiel mit 100 Mbit/s auf beiden Kanälen. Mehrere Personen wollen gleichzeitig das Internet, ohne Wartezeiten nutzen zu können. Die Zusatzfunktionen des Fernsehers sind wichtig. Es werden von zuhause aus Anrufe in Handy-Netze getätigt. : Eine relativ schnelle Internetleitung (mind. 50 Mbit/s), 7 Tage zeitversetztes Fernsehen mit Aufnahmefunktion und Festnetz-Flatrate in alle Schweizer Netze. Hier hat Zadori jeweils eine Festnetz-Flatrate in alle Schweizer Netze integriert. Dabei müsse jedoch auf die Verfügbarkeit geachtet werden, da diese schweizweit nicht für alle Anbieter identisch sei. Ausserdem gäbe es noch zahlreiche andere kleinere TV-Anbieter, die aus Platzmangel hier jedoch nicht beachtet werden konnten. Familien, die sich gerne mal um die Fernbedienung streiten, könnten mit den Angeboten von Sunrise und Swisscom mehr Ruhe geniessen: Bei beiden Anbietern können bis zu 1200 Stunden aufgenommen und bis zu sieben Tage später angeschaut werden.

Fehler gesehen?

Am Freitag ist wieder offizieller Zügeltermin für Mietwohnungen in der Schweiz. Perfekter Zeitpunkt für einen Neustart — auch wenns um die Anbindung ans Netz geht. Doch wissen Sie, was es bei den Angeboten mit den unterschiedlichen Mbit/s-Angaben auf sich hat oder welche Vorteile ein Glasfaseranschluss mit sich bringt?

Umfrage
Welchen Internet-Anbieter nutzen Sie derzeit?
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Insgesamt 2125 Teilnehmer

Oliver Zadori, Entwickler des Online-Tarifrechners Dschungelkompass.ch, bringt Licht ins Dunkel: «Für die meisten User reicht ein Anschluss mit 25 bis 40 Mbit/s Download-Geschwindigkeit vollkommen aus.» So liesse sich ein 4K-Videostream von Netflix auf jeden Fall ruckelfrei schauen. Der normale Nutzer spüre nicht mal einen Unterschied zu einer Verbindung mit 500 Mbit/s.

«Youtuber sollten Glasfaser wählen»

Und die neuen Glasfaser-Anschlüsse? Die würden sowohl höhere Down- als auch Upload-Geschwindigkeiten als das bisherige Kupfernetz ermöglichen, erklärt der Experte. Mit einem DSL-Anschluss habe man bisher nur mit etwa zehn Prozent der Download-Geschwindigkeit hochladen können.

Bei Glasfaser-Angeboten seien Up- und Download nun in den meisten Fällen gleich schnell. «Das merkt man, wenn man beispielsweise ein Fotobuch im Netz machen will und grosse Bilder uploaden muss oder wenn man Videos auf Youtube hochlädt». Wer sich für Glasfaser interessiere, müsse jedoch erst abklären, ob ein solches Angebot in seinem Gebiet bestehe. Dies könne man auf den meisten Anbieter-Websites prüfen, sagt Zadori.

Um die Wahl des richtigen Angebots zu erleichtern, hat der Tarif-Experte für 20 Minuten drei Nutzer-Profile erstellt: die Streaming-WG, den Single-Haushalt und die Familie. Zadori hat die Angebote verschiedenster Anbieter auf deren Basis verglichen. Die Ergebnisse sehen Sie in der obigen Bildstrecke.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MisterZ am 29.09.2016 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sparpotential

    Noch Tipps zum Geldsparen: Erstens kann man sich fragen, ob das Festnetz-Telefon noch benötigt wird. Bei einigen Anbietern ist das reine Internet ohne Telefonie günstiger. Zweitens: Den UPC Anschluss plombieren lassen, wenn man über den Internet-Anbieter TV schaut und sich die Nebenkosten vom Vermieter anpassen lassen (das sind grob CHF 400.- pro Jahr). Drittens: Mit tieferer Internet-Geschwindigkeit anfangen. Upgrade ist immer möglich, Downgrade erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit.

  • UP C am 29.09.2016 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kabelgrundgebühr

    Nicht zu vergessen, dass bei der UPC monatlich noch über 30.- für die Kabelanschluss Grundgebühr hinzu kommen!

  • Ein Leser am 29.09.2016 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz zu teuer

    Die Internet und Telefongebühren sind in der Schweiz extrem hoch. Eigentlich sind die hohen Kosten sogar eine Frechheit. Im Ausland bezahlt man dafür ein viertel. Es braucht eine Liberalisierung im Telekomunikationsmarkt. Das ausländische Anbieter auch in der Schweiz mitwerben können. Aber man tut alles das es ja nicht günstiger wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bartli am 30.09.2016 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Gespart hin oder her

    Fixtelefon bleibt, da nicht alle ein Handy wollen, ganz bewusst nicht. Die Alternative Fix oder Handy muss jedenfalls bleiben.

  • Thomas Rinderknecht am 30.09.2016 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wärs?

    Weil ich oft umziehen muss, habe ich mir einen LTE-Router zugelegt. - Der kostete mich einmalig Fr. 250.- und darin steckt z.Z. eine salt-Datenkarte für Fr. 35.- pro Monat. - Die Surfleistung ist prima und TV gibts in HD von salt gratis und franko mitgeliefert. - Und, das ist der Clou: Am Umzugstag den Stromstecker ziehen und in der neuen Wohnung wieder einstecken und fertig ist der Umzug. Ganz ohne Kündigungen und Gewäsch, weils am neuen Ort noch nicht läuft. - So einfach.....

    • Andreas am 30.09.2016 07:33 Report Diesen Beitrag melden

      Absolut richtig

      Preis/Leistungsmässig ist das Fr. 35.- Datenabo von Salt ziemlich das beste, schnell und unbegrenzt surfen. Bei Cablecom ist ein 2Mb Internet Zugang bereits im TV Dienstleistung inbegriffen. Ohne Aufpreis. Zum Nachrichten lesen und sogar für Videos völlig ausreichend.

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  • Ein Leser am 29.09.2016 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz zu teuer

    Die Internet und Telefongebühren sind in der Schweiz extrem hoch. Eigentlich sind die hohen Kosten sogar eine Frechheit. Im Ausland bezahlt man dafür ein viertel. Es braucht eine Liberalisierung im Telekomunikationsmarkt. Das ausländische Anbieter auch in der Schweiz mitwerben können. Aber man tut alles das es ja nicht günstiger wird.

    • Bartli am 30.09.2016 18:06 Report Diesen Beitrag melden

      TV-Kabelinternet-Fixtelefonie

      Ich will nur Kabelinternet zu Hause, die Alternative ist zu unsicher bezüglich Datenschutz und Strahlung wenn kabellos ist bei Vielnutzung auch mit Grentzwert ungesund. Das ist nachweislich so, recherchieren. Handy nutze ich nur notfallmässig, sehr bewusst.

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  • flott unterwegs am 29.09.2016 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    1 GB Glasfaser - 125 MB/s symmetrisch

    Da lobe ich mir meinen in der Liste nicht aufgeführten Provider. 1 GB Glasfaser symmetrisch (Up&Down), da machen die "kleinen" NAS' zu Hause richtig Spass. Braucht keine normale Privatperson, aber was soll's. Wäre das bereits vor 15 Jahren so gewesen, hätte man problemlos diverse Gameserver auf Linux Kisten laufen lassen können... :-). Ja, Sparpotential ist auf jeden Fall vorhanden.

  • alfmir am 29.09.2016 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    das Übel...

    Von Vielen wird die Kabel Grundgebühr übersehen. Darum kam für mich nur Sunrise in Frage.. Alles über die Telefon Buchse..

    • Bartli am 30.09.2016 18:16 Report Diesen Beitrag melden

      Zu viel Möglichkeiten, Vergleiche absurd

      Grundgebühr? Was heisst Grundgebühr? Reden wir von Anschluss Internetkabel? Mit welchem Paket noch, Fixtelfon ja od. nein, mit Kabel oder nicht, Handy dabei oder nicht, welche Kosten, was mit TV? Auch bei Sunrise zahlt man eine Kabelanschlussgebühr, wie Cabelcom, nur weniger und monatlich. Alles was nicht mit Kabel strahlt, sprich Elektrosmog haufenweise. Man kann gar nicht so einfach vergleichen, so gross und unterschiedlich die Angebote

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