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29. September 2017 15:56; Akt: 29.09.2017 16:03 Print

So schützt du dein Zuhause vor Einbrechern

Es ist Herbst, die Tage werden kürzer und Einbrüche haben Hochsaison. Wir haben Tipps und Tricks für dein Zuhause, um Einbrecher fernzuhalten und ihnen das Leben – sollte es doch zum Einbruch kommen – schwer zu machen.

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Wenn die Abende dunkler und damit die Tage wieder kürzer werden, ziehen wir uns häufiger in unsere vier Wände zurück. Wir entzünden ein Feuer im Kamin, kuscheln uns mit einem Buch aufs Sofa und gucken zwischendurch nur kurz auf, um das Spiel der Flammen zu bestaunen. Oder aber: Wir brechen zu einer Reise in wärmere Gefilde auf, um den Sommer noch ein bisschen zu verlängern. Um noch ein letztes Mal die Sonne auf der Haut zu spüren und den Duft nach Meer einzuatmen.

Mit der Dämmerung kommen die Einbrecher

Mit dem Herbst und der früher einsetzenden Dämmerung beginnt zeitgleich die Hochsaison der Einbrecher, die erst im Frühling wieder endet, wie Rolf Gasser, Sicherheitsberater der Kantonspolizei Zürich, sagt. «Nicht nur nachts, auch in den düsteren Tagstunden sind die Einbrecher in dieser Jahreszeit gerne aktiv.» Was hingegen das ganze Jahr über gilt: Einbrecher steigen am liebsten in die Häuser und Wohnungen ein, die unbewohnt ausschauen. Verlassen wirken. Eben so, als würden die Bewohner eine Zeitlang nicht zurückkehren. Denn der Einbrecher hat laut Gasser ein einfaches Gemüt: «Er ist nicht cool, sondern immer im Stress. Er will möglichst schnell rein und wieder raus.»

Anwesenheit vortäuschen

Deshalb rät Gasser dazu, Anwesenheit vorzugaukeln, wenn man ein paar letzte Tage im Süden verbringt oder ganz einfach ausser Hause ist. Das heisst: Man sollte in mehreren Zimmern das Licht brennen lassen. Allen Einfamilienhaus-Bewohnern empfiehlt Gasser, mindestens eine Lampe im oberen Stock eingeschaltet zu lassen, da diese Räume meist schlecht einsehbar seien. Die anderen zwei Lampen können frei gewählt werden. «Man muss keine Lichtshow veranstalten, es macht nichts, wenn jeden Tag dieselben Lichter brennen», sagt Gasser. Denn an einem nächsten Tag ist der Einbrecher bereits in einem nächsten Quartier unterwegs. «Der Einbrecher ist keiner, der die Häuser beobachtet. Er kommt und steigt spontan in das Haus ein, das am unbewohntesten aussieht.»

Rollläden nicht schliessen, Schmuck gut verstecken

Aus genau diesem Grund sollten auch während allfälliger Ferienabwesenheiten die Rollläden nicht heruntergelassen werden. «Sie bieten keinen Schutz vor Einbrechern, aber lassen das Haus auf den ersten Blick als unbewohnt erkennen», sagt Gasser. Als weitere Massnahme sollte man seine Nachbarn über seine Ferien informieren, sodass sie das Haus im Auge behalten – und bei Verdachtsfällen sofort die Polizei alarmieren.

Für den Fall, dass dennoch Einbrecher einsteigen könnten, empfiehlt es sich, ihnen das Leben im Haus so schwer wie möglich zu machen. «Für gewöhnlich durchwühlen Einbrecher die Schlaf- und Badezimmer sowie die Büros», sagt Gasser. Dabei interessieren sie sich: für Bargeld und für Schmuck. Elektronische Geräte werden heute kaum mehr gestohlen, da sie oft geortet werden können, wie der Sicherheitsberater sagt. Er rät, den Schmuck nicht in Schmuckschatullen aufzubewahren, sondern an unvermuteten Orten zu verstecken.

Als gutes Versteck bietet sich zum Beispiel die Küche an, der die wenigsten Einbrecher Beachtung schenken. Denn Mehltüten und Teigwarenpackungen interessieren sie nicht. Und auch von den Putzschränken halten sie sich normalerweise fern. Mit etwas Einfallsreichtum kann man seine Wertsachen also problemlos so verstecken, dass sie höchstwahrscheinlich unentdeckt bleiben.

Einfach und effektiv: Zeitschaltuhr, Tresor, Stangen

Als letzte Möglichkeit kann man sich auch einen Tresor anschaffen und die Wertgegenstände darin deponieren. Dabei muss man unbedingt auf die Qualität achten. «Es gibt Tresoren, die billiger sind als Briefkästen. Und diese sind Schrott! Ein guter Tresor kostet zwischen 3000 und 4000 Franken, ist geprüft und gegen Abtransport gesichert», sagt Gasser. Beim Kauf sollte man sich deshalb im Fachhandel oder von der Polizei beraten lassen.

Für all jene, die ihre Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser noch besser sichern wollen, gibt es zudem den professionellen Einbruchschutz. Eines der billigsten Mittel sind Zeitschaltuhren, die zum Beispiel Lichter um eine bestimmte Uhrzeit einschalten und damit ebenfalls Anwesenheit vortäuschen.

Eine weitere Möglichkeit ist der mechanische Einbruchschutz: «Dabei geht es darum, schlechte Fenster und Türen so zu verstärken, damit der Einbrecher nicht so leicht einsteigen kann», sagt Gasser. Um herauszufinden, was machbar ist und wie viel diese Umbauten kosten würden, kann man sich an einen Fachmann oder an die Polizei wenden; letztere bietet diesen Service kostenlos an. «Meist reichen foliertes Glas und Stangen aus, die nach unten und oben schliessen, um Fenster und Türen besser zu sichern», sagt Gasser.

Nicht ganz billig, dafür sicherer: Alarmanlagen

Eine letzte Möglichkeit sind elektronische Alarmanlagen. Auch hierbei sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen. «Man sollte nicht zum Sklave der Sicherheit werden und die Alarmanlage dauernd selber auslösen», sagt Gasser. Ansonsten schalte man sie gar nicht mehr ein. Es sei wichtig, sie den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Viele Menschen sind aber auch in Mietwohnungen zu Hause und haben deshalb keine Möglichkeiten zu Umbauten. Gefährdet sind vor allem jene, die in Parterre-Wohnungen leben, da in diese am meisten eingebrochen wird. «Eine Alarmanlage kann man sich auch in Mietwohnungen anschaffen, denn diese kann jederzeit gezügelt werden», sagt Gasser. Und für all jene, die sich diese nicht leisten können, gibt es eine letzte Möglichkeit: «In Baufachmärkten wie dem Jumbo oder Obi gibt es sogenannte Fensteralarme, die man an die Fenster kleben kann.» Ein Dreier-Pack koste nicht mehr als zehn Franken, die Alarme seien aber so laut, dass sie die meisten Einbrecher unverzüglich in die Flucht schlagen würden.