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Igitt

23. Oktober 2017 11:07; Akt: 23.10.2017 11:07 Print

Pfui Spinne – sechs Tipps gegen die Achtbeiner

von Marianne Siegenthaler - Den Spinnen wird es draussen zu kalt und so machen sie es sich in der Wohnung gemütlich. Ein Horror für Spinnenphobiker.

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Es ist Herbst und die Spinnen, die den Sommer draussen verbracht haben, suchen sich nun ein warmes Plätzchen: In Ihrer Wohnung, der Waschküche oder in Keller und Estrich. Dieses fürchterliche Exemplar ist übrigens die Winkelspinne, auch Hausspinne genannt. Sie mag Waschküchen. Besonders verbreitet ist bei uns aber auch die Gartenkreuzspinne. Faszinierend, irgendwie schön und für Arachnophobiker trotzdem ein Graus. Wir haben für Sie sieben Tipps, wie Sie sich die ungeliebten Achtbeiner vom Leib halten. Tipp 1: Herbstputz. Spinnen mögen nämlich staubige Ecken, und ein gründlicher Hausputz verhindert, dass sie so was finden. Tipp 2: Fliegengitter. Die helfen natürlich auch noch gegen allerlei anderes Krabbelgetier. Tipp 3: Gerüche. Spinnen mögen manche Gerüche nicht, zum Beispiel den von Pfefferminze, Teebaumöl, Zitronenöl ... ... oder auch Lavendel. Aber Achtung: Einige dieser Öle sind für Haustiere giftig. Falls Sie keine Haustiere haben: Die Öle grosszügig um die Fenster verteilen. Tipp 4: Lichter löschen. Licht zieht Insekten an, und wo es Insekten hat, hat es auch Spinnen. Wer also bei Nacht sein Fenster öffnet, sollte drinnen das Licht ausmachen. Tipp 5: Der Bechertrick, der den meisten bekannt sein dürfte. Wenn sich doch mal eine Spinne rein verirrt und Sie trauen sich nicht, diese anzufassen, dann machen Sie es so: Glas drüber, Papier drunter und nach draussen transportieren. Am besten nicht einfach nur aus dem Fenster, sondern ein wenig weiter weg. Achtung: Laut Twitter-Nutzer James Breakwell sollte man die eingesperrten Spinnen auch wirklich nach draussen bringen – sonst könnte ein besonders zähes Exemplar noch flüchten und Rachepläne schmieden. Tipp 6: Und manchmal gibt es für Phobiker nur eine Lösung: wegrennen und bei Freunden, Familie oder Nachbarn um Hilfe bitten. Übrigens: Das Spinnen nach dem Einsaugen wieder aus dem Rohr kriechen, ist ein Gerücht, die meisten Spinnen überleben nicht mal das Einsaugen. Apropos Gerücht: Sie haben sicher gehört, dass der Mensch im Schlaf eine bestimmte Anzahl Spinnen (je nach Quelle zwischen vier im ganzen Leben und 50 pro Jahr) isst beziehungsweise verschluckt. Zwar lässt es sich nicht ausschliessen, dass gelegentlich mal jemand eine Spinne isst, aber insgesamt ist es doch sehr unwahrscheinlich. Das hat folgende Gründe: Zum einen finden Spinnen uns nicht besonders interessant, zum anderen schnarchen aber auch viele Menschen – und diese Vibration verscheucht die Spinnen. Wenn uns etwas in den Mund fliegt, ist unser Reflex auch nicht schlucken, sondern ausspucken. Direkt in den Rachen abseilen kann sich eine Spinne aber höchstens bei Rückenschläfern mit offenem Mund, der aber nicht schnarchen. Eine seltene Kombination.

Zum Thema
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Spinnen sind in unseren Breitengraden nicht nur harmlos, sie sind sogar nützlich, denn sie fressen Mücken, Fliegen und andere nervige Insekten.

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Trotzdem haben 5 bis 10 Prozent der Menschen eine panische Angst vor Spinnen, sie leiden unter der sogenannten Arachnophobie. 20 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen ekeln sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid vor den Achtbeinern. Wir haben für sie sechs Tipps gegen die unerwünschten Achtbeiner gesammelt.

Herbstputz

Am liebsten lassen sich Spinnen in dunklen, staubigen Ecken nieder beziehungsweise an Orten, wo sie Insekten finden. Gründliches Putzen verhindert, dass Spinnen ein gemütliches Plätzchen finden.

Fliegengitter

Damit die Spinnen gar nicht erst hineinkommen, hilft ein Fliegengitter, das ja auch vor Insekten schützt. Das nützt allerdings nichts, wenn die Spinne durch die offene Balkontür reinspaziert.

Geruchsattacke

Intensive Düfte wie Teebaumöl, Zitronenöl, Pfefferminze oder Lavendel helfen, Spinnen fernzuhalten, wenn man damit Ecken, Bodenleisten und Fenstersimse einsprüht. Aber Achtung: Für Haustiere wie Hunde oder Katzen sind manche dieser Öle giftig!

Lichter löschen

Licht zieht Insekten aller Art an, und wo Insekten sind, sind auch Spinnen nicht weit. Also bei offenem Fenster immer das Licht ausmachen.

Bechertrick

Wenn sich trotz allem eine Spinne reingeschlichen hat, kann man folgendermassen vorgehen: Ein Glas oder einen Becher über die Spinne stülpen, dann vorsichtig ein Blatt Papier zwischen Wand bzw. Boden und Glas schieben. Jetzt die Spinne ins Freie tragen. Und nein, nicht einfach vor die Haustür, sondern weiter weg, denn sonst kommt sie sofort wieder «nach Hause».

Weglaufen

Für Spinnenphobiker ist das Weglaufen oft die einzige Lösung. Und dann den Partner oder den Nachbarn bitten, sich um die Spinne zu kümmern. Übrigens: Falls Sie sich trauen, dann können Sie die Spinne aufsaugen. Dass die wieder aus dem Rohr krabbelt, ist ein Gerücht, die Überlebenschancen sind minimal und meistens stirbt sie schon beim Einsaugen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lieseli am 23.10.2017 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für...

    ...die tolle Bildstrecke für Arachnophobiker... ;(

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  • Monika am 23.10.2017 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Anleitung zum Spinnen-Töten - warum?

    Ich finde es furchtbar, wenn man Spinnen tötet, nur weil man sie sich nicht gerne anschaut! Lasst die Tiere doch leben, der Trick mit dem Glas und dem Papier funktioniert wunderbar, kann ich aus Erfahrung sagen. Spinnen sind sehr nützlich und wahnsinnig faszinierend, nur weil man ein Problem mit ihnen hat, soll man sie nicht töten.

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  • Glaibasel am 23.10.2017 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    Spiderman

    Lieber ne Spinne als Mücken im Schlafzimmer,aber am liebsten eine vierbeinige Katze:-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spiderman am 25.10.2017 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Von der Spinnenphobie zur Spinnenliebe

    Ich habe meine Spinnenphobie, vor 2 Jahren per Zufall verloren. Eines Abends, als ich das Fenster öffnete war da eine schwarze Fünflieber grosse Spinne auf ihrem Netz. Ich erschrack extrem. Dann wollte ich sie mit einem Becher fangen um sie dann "umzubringen"(: . Als der durchsichtige Becher mit Spinne auf meinem Schreibtisch lag, fand ich googelnd heraus, es war eine Spaltenkreuzspinne. Ich behielt die Spinne und beobachtete sie. Jeden Tag verlor ich mehr scheu und ich begann sie zu füttern. Ging abends raus um Nachtfalter etc. zu fangen. Nach einer Woche liess ich sie in einem Garten frei.

  • Dani am 25.10.2017 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Anti-Spinnenspray

    Habe es gerne sauber und Spinnen sind für mich so ein Zeichen von Moder, Verfall und Gruft, danke nein danke. Spraye daher 2x im Jahr auf dem Balkon alle Ecken und Fugen und den Rahmen des Schlafzimmerfensters und Balkontüre mit Anti-Spinnenspray ein. Zuvor habe ich mal ein grosse schwarz Spinne unter dem Kopfkissen entdeckt (kein Scherz), seither schaue ich jede Nacht unter die Kopfkissen und Decke vor dem Zubettgehen.

  • Sally am 25.10.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    genug..

    ..entfernt bitte das Titelbild, will es nicht jedesmal ansehen beim Durchscrollen. Danke.

  • Rationalist am 25.10.2017 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nützlinge

    Ich hatte früher auch grosse Angst und Ekel vor Spinnen. Da uns die Spinnen hier kaum was anhaben können und vor allem überhaupt nicht agressiv sind, habe ich mich für meine Angst ziemlich geschämt. Ich mein, wenn ein kleines Kind eine Spinne anfassen kann, ist es doch peinlich, wenn ich das als Erwachsener nicht kann. Also habe ich mich gezwungen ab und zu eine Spinne in die Hand zu nehmen. Schliesslich sind die Tiere sehr nützlich gegen Insekten und mittlerweile "halte" ich deswegen ein paar davon als "Haustiere", faszinierend sind sie ja, auch wenn ich sie immer noch ein wenig eklig finde.

  • Mami am 24.10.2017 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Angelernte Angst?

    Ich glaube bei der Entwicklung von Angst/ Ekel gegen Spinnen, werden wir vor allem dadurch geprägt, wie sich unsere Eltern den Tieren gegenüber verhalten. Meine 2 jährige Tochter findet die Spinnen äusserst interessant und versucht sie jeweils in die Hände zu nehmen. Ich selbst habe zwar nicht gerade Angst vor Spinnen, halte aber jeweils eine gewissen Abstand. Ich versuche jetzt aber, meiner Tochter nicht zu zeigen, dass mich Spinnen ekeln. Ich weise sie nur an, sorgfältig mit ihnen umzugehen. Mal schauen, wie sie selbst später mit Spinnen umgeht ;-)