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Koreatown

01. Oktober 2017 22:45; Akt: 01.10.2017 22:45 Print

Film-Fan betreibt Titanic-Schiffsrestaurant

Jack Shin ist grosser Titanic-Fan. So gross, dass er das berühmte Schiff als Restaurant nachbaute – und seinen Namen änderte.

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Jack's Café in Koreatown, Los Angeles, ist ein Restaurant, das seinesgleichen sucht. In einem Schiff, das an die Titanic angelehnt ist, können Besucher essen, trinken und Karaoke singen.

Grösster Titanic-Fan

Besitzer Jack Shin gibt unumwunden zu, dass er den Klassiker von James Cameron Hunderte Male gesehen hat. Shin liebt den Film so sehr und war so beeindruckt von der männlichen Hauptfigur Jack Dawson (gespielt von Leonardo DiCaprio), dass er sogar seinen Namen offiziell in Jack änderte.

Dann suchte er während Monaten hingebungsvoll nach Schiffsmaterialien, Lampen und Armaturen, wie er sie auf der grossen Leinwand gesehen hatte. Mit Erfolg: Er fand nicht nur ein Steuerrad, sondern auch einen Maschinentelegrafen, ein altes Piano und Standbilder aus dem Film.

Selbst gebaut

Shin hatte anfangs wenig Hilfe – nur sein Sohn, der seinen Namen übrigens ebenfalls in Jack änderte, half ihm dabei. Das muss Fantum sein! Auf einem alten Parkplatz begannen die beiden mit dem Bau des Bootsrestaurants. 2007 öffnete das Café Jack seine Türen für Besucher und Titanic-Fans.

Das Schiff ist zweitgeteilt: Im Bug befindet sich die Küche, während im Heck gegessen wird. Eine Terrasse gibt es natürlich ebenfalls, komplett mit improvisiertem Rettungsboot.

Gewagte Dekoration

Das Design von Jacks Café schwankt irgendwo zwischen Titanic-Tribut und hoffnungslosem Kitsch. Während Teile der Deko zum Filmthema passen (Standbilder, das Piano) fallen andere sehr aus dem Rahmen: Es gibt Weihnachtsbeleuchtungen, Plastikpalmen und flauschige Herzkissen.

Auch das Menü ist eher schräg: Es gibt Sushi, Pasta, Gebäck und Smoothies. Die Küche kocht eine Mischung zwischen Italienisch, Asiatisch und Amerikanisch. Das hat aber seinen Grund, sagte Managerin Christie Ne gegenüber dem Magazin «Vice»: «Als der Hype ein wenig nachliess, wollte Jack verschiedene Menüelemente ausprobieren.»

Raucher, Tarotkarten und koreanische Schriftzeichen

Die Karte gibt es auf Englisch und auf Koreanisch – und obwohl in der Karte steht, dass das Café ein Nichtraucherbereich ist, stehen Aschenbecher auf den Tischen und Zigaretten sind durchaus toleriert. Wer nicht essen will, der kann auch singen: Karaoke bietet das Café ebenfalls an.

Und damit ist noch nicht Schluss: Der Kassenschlager des Cafés ist laut Managerin Ne das Tarotkartenbusiness von Besitzer Jack. «Jack ist berühmt für seine Tarotlesungen. Nach sieben Uhr abends ist er eigentlich meistens ausgebucht. Wer einen Termin will, der muss den lange vorher reservieren», so Ne gegenüber «Vice».

Keine Touristenfalle

Obwohl Jacks Café ein kitschiger Laden ist, der auch noch an einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten angelehnt ist, finde man dort wenig Touristen: Die meisten Besucher sind Einheimische und Anwohner von Koreatown. «Es kommen auch viele Studenten, die unsere Esskabinen zum Lernen nutzen», sagt Ne.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sc am 02.10.2017 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückte Idee

    Man könnte mal irgendwo, wo es genügene Platz hat, eine Titanic in Originalgröße bauen und darin ein riesiges Hotel machen. So in riesigen Touristengebieten würden wahrscheinlich viele so etwas kreatives einem langweiligen Betonblock vorziehen

Die neusten Leser-Kommentare

  • sc am 02.10.2017 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verrückte Idee

    Man könnte mal irgendwo, wo es genügene Platz hat, eine Titanic in Originalgröße bauen und darin ein riesiges Hotel machen. So in riesigen Touristengebieten würden wahrscheinlich viele so etwas kreatives einem langweiligen Betonblock vorziehen