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Berühmter Leuchtturm

29. August 2017 15:59; Akt: 29.08.2017 15:59 Print

Das Geistermädchen von St. Augustine

von Meret Steiger - St. Augustine ist eine der ältesten Städte der USA – und hat entsprechend eine lange Geschichte sowie viele Geister.

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Der berühmte Leuchtturm von St. Augustine, Florida, steht ganz am Ende der Anastasia Island, einer Insel direkt vor der Küste. Er wurde 1874 erbaut und hat eine ganze Reihe von paranormalen Phänomenen zu bieten.

Ein stürmischer Start

Der ursprüngliche Leuchtturm von St. Augustine war alt und verrostet, als er bei einem Sturm ins Meer kippte. 1871 begann der Bau des heute berühmten Turms. Der zuständige Bauleiter war Hezekiah H. Pittee, der auch seine Kinder mit auf die Baustelle nahm.

Um die rastlosen Kinder zu beschäftigen, liess er sie mit Baumaterialien und einem kleinen Transportwagen spielen, der Material zwischen dem Leuchtturm und dem Meer hin und her transportierte – eine Entscheidung, die der junge Mann noch bitter bereuen würde.

Die Geister verstorbener Kinder

Am 10. Juli 1873 stürzten die beiden ältesten Töchter von Hezekiah, Eliza und Mary, mit dem Transportwagen ins Meer und ertranken. Historiker gehen heute davon aus, dass auch ihre Spielgefährtin, ein afroamerikanisches Mädchen, bei der Tragödie starb – ihr Name bleibt in Zeitungsberichten aus dieser Zeit aber unerwähnt.

Glaubt man den Arbeitern im Leuchtturm, spuken die Kinder noch heute durch das Gebäude: Verschlossene Türen öffnen sich von selbst, die Arbeiter hören Kinderlachen im Treppenhaus – und die Musikboxen, die im Souvenirshop verkauft werden, öffnen sich und fangen wie von Geisterhand an zu spielen.

Nette und weniger nette Geister

Besucher des Leuchtturms behaupten, immer aus dem Augenwinkel ein Mädchen in altertümlicher Kleidung zu sehen. 2009 schoss ein Handwerker ein Foto seines Kollegen, mit dem Leuchtturm im Hintergrund. Auch auf dem Bild: Ein Umriss auf der Leuchtturmplattform, der an ein junges Mädchen mit wallenden Haaren erinnert.

Die Geister der Kinder gelten alle als freundlich, spielerisch und keineswegs bedrohlich. Glaubt man den Gerüchten, spukt im St.-Augustine-Leuchtturm aber auch ein weniger sympathischer Zeitgenosse. Er ist als der «Mann in Blau» bekannt und vertrieb einst sogar einen der Arbeiter: Der Mann beschrieb, wie ihm eine Präsenz im Leuchtturm folgte – alle 219 Stufen hinunter. Er weigerte sich, zu seiner Arbeit zurückzukehren.

Zu Besuch im Geister-Leuchtturm

Man vermutet, dass es sich bei dem Mann in Blau um den passionierten Zigarrenraucher Joseph Andreu handeln könnte. Der Maler stürzte 1859 in den Tod, als er den ursprünglichen Leuchtturm streichen sollte. Der Bau eines neuen Leuchtturms könnte ihn aufgewühlt haben, so die Theorie. Es gibt aber auch Gerüchte über andere Leuchtturmwächter, die von den Geistern der Kinder in den Wahnsinn getrieben wurden und sich dann das Leben nahmen.

Wenn Sie den durchdringenden Geruch von Zigarren, den viele Besucher riechen können, obwohl Rauchverbot herrscht und offensichtlich niemand raucht, selbst riechen möchten, dann ist das kein Problem: Der Leuchtturm St. Augustine hat jährlich über 200'000 Besucher und ist täglich für die Öffentlichkeit zugänglich.

Es gibt sogar eine «Dark of the Moon»-Tour für alle, die sich speziell für die paranormalen Ereignisse rund um das historische Bauwerk interessieren. Bei dieser Führung besuchen die Tour-Teilnehmer Stellen, an denen theoretisch irgendwelche Geister oder Phänomene auftauchen könnten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John Gerber am 29.08.2017 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Must see!

    Ein tolles Dörfchen, ich liebe es mit seinen aus Muschelsand gebauten Strassen und Häusern! Sehr viele tolle Restaurants und Cafés hat es da! Definitiv ein Besuch wert.

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  • Beltran Leyva am 29.08.2017 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich Leide Unter AlPträumen :-(

    um geister zu sehen muss ich nicht in die USA,jede Nacht suchen mich die Geister von Berset,Leuthard und co. Heim,"Steuern...Steuern für dies,Steuern für das..." mir läufts kalt den rücken runter wenn ich nur dran denke...

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  • Marcel Ruetsche am 29.08.2017 17:41 Report Diesen Beitrag melden

    St. Augustine

    Schon x mal in dieser Stadt gewesen und mitte September wieder, nicht wegen dem Leuchtturm, Sankt Augustine hat viel anderes zu bieten, leider auch zu viele Touristen, wie überall , aber sehenswert auf jeden Fall.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 30.08.2017 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Der Leuchturm steht

    als Wahrzeichen der paranoidalen amerikanischen Gesellschaft.

  • Privat Pilot am 30.08.2017 06:02 Report Diesen Beitrag melden

    Halb so wild dieser leuchtturm...

    Da bin ich schon etliche male drüber geflogen und nie ist was passiert. :-) Der Turm ist gut sichtbar und wird u.A. beim Anflug auf Piste 13 als Orientierungshilfe benutzt

  • Bobby-Lee am 30.08.2017 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Fort

    Der Leuchtturm an sich ist glaube ich nicht so speziell, schön zum anschauen. Das grosse Fort welches nun ein Museum ist war viel interessanter!

  • Peter(TOO) am 30.08.2017 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bild 3

    Sieht für mich nach einem Vogel aus, welcher auf dem Geländer sitzt. Der "Körper" des Geistes hat genau die Höhe des Geländers. Dadurch, dass die senkrechten Sprossen des Geländers optisch dichter stehen ergibt sich die Verdunkelung, welche als Körper erscheint und auch auf der linken Seite zu sehen ist. Die Unschärfe macht dann den Rest.

  • Tigris von Gallien am 29.08.2017 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Clever

    Ein Leuchtturm, das passende Märchen dazu und schon kommen die Touris