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Heizung & Co.

09. August 2017 15:29; Akt: 09.08.2017 15:29 Print

Nebenkosten – das müssen Mieter wissen

Jetzt ist bei Mieterinnen und Mietern die Nebenkostenabrechnung wieder fällig. Doch wer muss wie viel an die Gesamtkosten beitragen?

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Die Nebenkostenabrechnung ist fällig. Aber wofür müssen Sie eigentlich genau bezahlen – und wofür nicht? Thema Heizkosten: Sie bezahlen den Brennstoff, den Kaminfeger und Verwaltungskosten. Sind die Kosten nicht explizit im Vertrag erwähnt, sind sie im Nettomietzins inbegriffen. Sie bezahlen den Wasserverbrauch für Duschen, Kochen usw. Anspruch auf individuelle Berechnung besteht nicht. Nicht bezahlen müssen Sie dagegen Grundgebühren, die unabhängig vom Wasserverbrauch anfallen. Sie bezahlen eine Verbrauchsgebühr für Abwasser, das ebenfalls nicht individuell abgerechnet wird. Es gibt eine jährliche Kehrichtgebühr, die der Eigentümer bezahlt, allenfalls auch die Grünabfuhr. Unzulässig: Kosten für Entsorgung von irgendwelchem Unrat. Sie finanzieren auch den Hauswart mit: Seinen Lohn und das Krankentaggeld. Sie müssen aber nichts bezahlen, wenn der Hausmeister Wohnungen zeigt oder in einzelnen Wohnungen Reparaturen durchführt. Auch Fernsehen ist nicht gratis: Sie bezahlen auf jeden Fall die Grundnutzungsgebühren der Kabelnetzbetreiber. In einem Haus mit Waschküche bezahlen Sie auch das Wasser für die Maschine. Sollte aber eine neue angeschafft werden, darf sich das nicht auf die Nebenkosten niederschlagen. Als Mieter finanzieren Sie diverse Gartenarbeiten. Nicht aber das Anschaffen von neuen Geräten oder Neubepflanzungen des Gartens. Und zuletzt: Verwaltungskosten. Die werden in der Regel als fester Prozentsatz von den Nebenkosten verrechnet. Achtung: Mehr als drei Prozent müssen Sie als Mieter nicht akzeptieren. Alles klar? Weitere Informationen zur Nebenkostenabrechnung finden Sie auch auf der Website des Mieterverbandes.

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Warmwasser, Abwasser, Heizöl, Treppenhausreinigung – Mieter bezahlen nicht nur für ihre Wohnung, sondern auch für die Betriebskosten, die anfallen. Meistens wird zusammen mit der Miete allmonatlich ein Akontobetrag für die Nebenkosten einbezahlt. Einmal jährlich rechnet der Vermieter die wirklichen Nebenkosten ab.

Je nachdem muss der Mieter nachzahlen oder er bekommt Geld zurück. Es lohnt sich also, die Nebenkostenabrechnung genau zu prüfen. Wichtig: Der Vermieter darf nur Nebenkosten in Rechnung stellen, die im Mietvertrag vereinbart wurden. Doch was ist zulässig, was gehört nicht in die Abrechnung? Wir haben für Sie die Tipps des Mieterverbandes zusammengefasst.

Heizkosten
Kosten für Brennstoff (Öl, Gas etc.), Brennerservice, Kaminfeger, Verwaltungsaufwand. Sind die Heiz- und Warmwasserkosten nicht ausdrücklich im Mietvertrag erwähnt, dann sind sie im Nettomietzins inbegriffen.
Unzulässig: Kosten für Reparaturen, Ersatzanschaffungen.

Wasser
Wasserverbrauch für Duschen, Kochen etc. sowie Chemikalien für Entkalkung. Anspruch auf individuelle Berechnung besteht nicht.
Unzulässig: Grundgebühren, die unabhängig vom Verbrauch anfallen.

Abwasser
Verbrauchsgebühr für Abwasser, meist verteilt nach Fläche oder Kubikmeter, kein Anspruch auf individuelle Abrechnung.
Unzulässig: Gebühr für Regenwasser sowie Grundgebühren.

Kehricht
Jährliche Kehrichtgebühr, die der Eigentümer bezahlt, allenfalls auch die Grünabfuhr.
Unzulässig: Kosten für Entsorgung von irgendwelchem Unrat.

Hauswart
Bruttolohn für Reinigung, Heizungsbedienung, Instandhaltungen sowie Krankentaggeldversicherung.
Unzulässig: Kosten für Wohnungsabgaben und -besichtigungen, Reparaturen in einzelnen Wohnungen, Beaufsichtigung von Handwerkern.

TV
Grundnutzungsgebühren von Kabelnetzbetreibern.
Unzulässig: Installationsgebühren für den Netzanschluss.

Waschmaschine
Stromkosten für die Aufbereitung des Warmwassers sowie Wasserkosten.
Unzulässig: Reparaturen, Ersatzanschaffung und Amortisation der Waschmaschine.

Gartenpflege
Gartenarbeiten wie Rückschnitt von Büschen, Rasenmähen, Laubrechen sowie Benzin für die Gartengeräte.
Unzulässig: Anschaffungskosten für Werkzeuge und Maschinen, Neubepflanzungen.

Verwaltungskosten
Meist werden diese mit einem festen Prozentsatz von den Nebenkosten verrechnet.
Unzulässig: Mehr als 3 Prozent müssen Mieter nicht akzeptieren.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • NieWieder am 09.08.2017 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber in einem Zelt, als bei Wincasa

    Wincasa rechnet 4.3% Verwaltungskosten ab. Und auch sonst alles mögliche. Von einem Jahr auf das andere haben sich die Nebenkosten verdoppelt, und es lag nicht an Heizung / Wasser, sondern an Hauswart und Garten.

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  • Bounty am 09.08.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Am Ende ist der Mieter immer der Dumme

    Machen kann man am Ende doch nie etwas. Bin umgezogen und zahle mehr als 100.- mehr Nebenkosten im Monat und muss noch nachzahlen. In der letzten Wohnung bekam ich zurück. Die Rechnung liess ich prüfen "kann man nichts machen". Ich werde wieder unziehen müssen weil ich es mir nicht mehr leisten kann wenn ich bei 330.- Nebenkosten nochmal nachzahlen muss.

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  • S.Kremmer am 09.08.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    hohe nebenkosten

    wir haben miete 1500 und akonto von 500 extra für nebenkosten. Ende jahr zahlen wir noch meist 100.- nach. Ist das normal? 1/3 der miete als Nebenkosten

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ehrliche Kostenaufstellung EFH am 10.08.2017 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenheim Besitzer

    Altes EFH über 180 Jahre alt Altbau, ohne Luxus ohne Fassadenisolation Standort Goldküste Bezirk Meilen / 4 Zimmer / 3 Etagen / Bescheidene 100qm / Selbstbewohnt 2 Erwachsene, 1 Kind. Durchschnittswerte Nebenkosten 2014-2016 Pro Jahr: Wasser 523.15 CHF inkl. Siedlungswassergebühren (Abwasser) Energie Strom 580 CHF inkl. Netznutzungsgebühren Erdgas 1000 CHF (Heizung und Warmwasseraufbereitung 15KW Heiztherme/ Boiler 200l) Wartungsvertrag für Gastherme 469.80 inkl. Notfall und Materialkosten inbegriffen Total Nebenkosten pro Jahr: 2572.95 Ergibt pro Monat: 214.41 Nebenkosten

    • Ehrliche Kostenaufstellung am 10.08.2017 20:27 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenheimbesitzer

      Zusätzliche Kosten: Gebäudeversicherung 283.15 Chf Hausratversicherung 527.20 Chf Abfallgrundgebühren 50.00 Chf GVZ Gebäudeversicherung 121.60 Chf Kaminfeger 81.00 Chf Billag 447.30 Chf Cablecom 395.35 Total zusätzliche Kosten pro Jahr: 1905.60 Chf / Pro Monat 158.80 Hypothek: 3776 Chf pro Jahr Ich hoffe euch damit einen Anhaltspunkt damit gegeben zu haben. Grüsse an alle!

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  • Loona am 10.08.2017 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Wir zahlen für unsere 4 zimmer whg (86m2) 350fr. Nebenkosten/monat. Mussten letztes Jahr 948.- zusätzlich zahlen. Fragten uns für was, da der Hauswart selbst sagte, die Verwaltung spare an jeder Ecke. Desweiteren vergehen immer Monate bis mal was repariert wird. Als wir um mehr transparenz und Einsicht in die detailierten Nebenkosten erhalten wollten, hiess es von der Verwaltung, wir sollten vorbeikommen (Fahrtweg mit dem Auto ca. 3std. Hin und zurück!!)

  • Mensch am 10.08.2017 14:28 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Kaufen

    Ich suche schon länger ein nettes Häuschien damit ich nicht mehr zur miete Wohnen muss. Es kann mich vielleicht teurer kommen als jetzt zur Miete aber dafür bestimme ich was ich Zahlen muss und was nicht.

  • pepsi am 10.08.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    1'500.- nachzahle

    Frage an alle: ist es normal, dass der Allgemeinteil nach m2 der Wohnung berechnet wird? Wir bezahlen für allgemein Strom viel mehr als die anderen Mieter. Unsere Wohnung 115m2 andere Wohnungen im Haus 80m2. Der allgemein Strom beinhaltet unter anderem den Secomat, welchen wir mit eigener Waschmaschiene und Tumbler nicht nutzen. Ebenso Hauswart und Garten. Wieso wird dies nicht nach Parteien im Haus aufegeteilt? Und ist eine Nachzahlung von 1'500 (für nur 9 Monate) normal?

    • chris am 10.08.2017 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      yep ist es

      ja das ist es, sei froh hast du nur 120m2! auch die etage spielt eine rolle, je höher desto mehr % der kosten sind zu begleichen (lift und so). ich zahle ca. 18000 nk im jahr btw.

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  • Ein Mieter am 10.08.2017 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz mit System

    Der Referenzzinsatz sinkt und die nieten steigen weil der Vermieter so viel beladten kann dass nichts beim Mieter ankommt. Wenn man dich wehrt droht das Risiko der Kündigung. Selbst wenn sie nicht gerechtfertigt ist, kist die Rechtsprechung auf der Seite der Vermieter.

    • Sven E. am 10.08.2017 14:40 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Witz mit System

      Ein Witz mit System, ist ihr Post. NK und Miete haben nicht' s miteinander zu tun. NK sind eine 1:1 Weiterverrechnung der effektiven kosten. Die Beläge können eingesehen werden...

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