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Kontrollstelle Heiligensee/Stolpe Dorf

Diese Kontrollstelle bestand ab Dezember 1987 als Autobahnübergang.

Kontrollstelle Heiligensee/StolpeKontrollstelle Heiligensee/Stolpe
Kontrollstelle Heerstrasse/Staaken

Im Rahmen eines Gebietsaustausches im Jahr 1951 (Flugplatz Staaken gegen Flugplatz Gatow) wurde Staaken der sowjetischen Zone angegliedert und der Kontrollpunkt Dallgow nach Staaken (Heerstrasse) verlegt.
Die Kontrollstelle in Staaken war die einzige, wo auch Radfahrer eine Transitstrecke nach Westen (Lauenburg) benutzen konnten; an allen anderen Kontrollstellen lief der Transitverkehr über Autobahnen. 1982 wurde der Transit per Fahrrad verboten.

Kontrollpunkt Staaken Kontrollpunkt Staaken
Chausseestrasse

Die Grenzübergangsstelle an der Chaussee- / Ecke Liesenstrasse geriet durch einen vereitelten Fluchtversuch am 8. April 1989 in die Schlagzeilen der internationalen Presse. Zwei junge Männer sprangen über den Schlagbaum am Grenzübergang, wurden aber von Passkontrolleuren durch Warnschüsse gestoppt.

Fluchtversuch Grenzübergang Chausseestrasse Fluchtvesuch am Grenzübergang Chausseestrasse (Bild: Keystone)
Kontrollstelle Waltersdorfer Chaussee

Dieser Grenzübergang diente für den Transit vom bzw. zum Flughafen Berlin-Schönefeld und daneben für die Einreise von West-Berlinern in die DDR.

Kontrollstelle Dreilinden/Drewitz

Der Kontrollpunkt Dreilinden diente als alliierte Kontrollstelle («Checkpoint Bravo») und als ziviler Grenzübergang. Er wurde erst 1969 fertig gestellt. Die Amerikaner richteten die Büroräume des «Allied Checkpoint Bravo» — einer der drei durch die Amerikaner genutzten alliierten Kontrollpunkte im geteilten Deutschland — auf einer Brücke über den Schlagbäumen ein, direkt über der Autobahn.

Allied Checkpoint Bravo Allied Checkpoint Bravo
Oberbaumbrücke

Die im Krieg stark zerstörte und später mit Stahlkonstruktionen notdürftig reparierte Brücke markierte die Grenze zwischen den damaligen Stadtbezirken Friedrichshain und Kreuzberg.

Nach dem Bau der Mauer durfte die Oberbaumbrücke vorerst nicht mehr passiert werden. 1972 wurde sie jedoch als Grenzübergang für Fussgänger (Kleiner Grenzverkehr) wieder geöffnet.

Sonnenallee

Die Sonnenallee wurde durch die Mauer geteilt, wobei jener Teil der Strasse, der in Ost-Berlin lag, lediglich etwa 400 Meter lang war.

Der Grenzübergang wurde durch den Spielfilm «Sonnenallee» von Leander Haussmann aus dem Jahr 1999 bekannt.

Prinzenstrasse

Dieser Grenzübergang diente zur Kontrolle des Waren- und Postverkehrs zwischen den Stadthälften und gehörte daher zu den flächenmässig grössten Passierstellen. 1960 wurde die Prinzenstrasse in Heinrich-Heine-Strasse umbenannt.

Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Strasse war als Geisterbahnhof nicht öffentlich zugänglich, wurde jedoch von den DDR-Grenztruppen als Ein- und Ausgang zum Wachdienst unter der Erde benutzt.

Checkpoint Charlie
(Grenzübergang für Ausländer, Alliierte, Diplomaten)

Der Checkpoint Charlie war der wohl bekannteste Grenzübergang durch die Mauer. Er verband den Ost-Berliner Bezirk Mitte mit dem West-Berliner Bezirk Kreuzberg und diente dem Grenzübertritt von alliiertem Militärpersonal und ausländischen Diplomaten.
Aus diesem Grund kam es im Oktober 1961 zur so genannten Panzerkonfrontation zwischen sowjetischen und amerikanischen Einheiten. Der Versuch der DDR-Führung, westliche Alliierte an der Ausübung ihrer Rechte im Osten zu hindern, führte beinahe zu einer militärischen Katastrophe.
Tragische Berühmtheit erlangte der Fluchtversuch von Peter Fechter im August 1962, der vor den Augen der westlichen Beobachter verblutete.

Panzerkonfrontation am Checkpoint Charlie Panzerkonfrontation am Checkpoint Charlie
Friedrichstrasse

Der S-Bahnhof Friedrichstrasse — der «Tränenpalast», wegen der zahllosen Abschiedsszenen, die sich hier abspielten — war ursprünglich ein Durchgangsbahnhof. Mit dem Mauerbau 1961 wurde der S-Bahn-Verkehr zwischen dem Ost- und dem West-Teil der Stadt unterbrochen und der Bahnhof wurde zum Kopfbahnhof.

Der unterirdische Teil des Bahnhofs stand ausschliesslich Fahrgästen aus dem Westen zur Verfügung. Hier befand sich auch der so genannte Dienstübergang für Angehörige der Reichsbahn, der in einschlägigen Kreisen «Ho-Chi-Minh-Pfad» genannt wurde und der Durchschleusung von Agenten diente. Auf diesem Weg gelangten beispielsweise in den Siebzigerjahren auch mehrere RAF-Terroristen, darunter Inge Viett, ins ostdeutsche Exil.

Invalidenstrasse

Der Grenzübergang Invalidenstrasse lag östlich der Sandkrugbrücke über den Spandauer Schifffahrtskanal in der Nähe des heutigen Berliner Hauptbahnhofs.
Nach der Wiedervereinigung Berlins 1990 wurde die Invalidenstrasse eine der wichtigsten Ost-West Verbindungen in der Stadt.

Bornholmerstrasse

Der Grenzübergang Bornholmer Strasse war der nördlichste der sieben innerstädtischen Strassenübergänge. Er verband die Bezirke Prenzlauer Berg und Wedding über die Bösebrücke. Hier durften Bürger der Bundesrepublik Deutschland nach Ost-Berlin einreisen.