
Die 48-jährige Zeitungsdesignerin war von 1983 bis 1998 Jörg Kachelmanns
erste Ehefrau. Trotz der Scheidung arbeiteten die beiden weiterhin zusammen:
Hösli ist Chefin der Firma Mediadesign, die in Zusammenarbeit mit Kachelmanns
Meteomedia Fernsehsendern und Printmedien Wetterseiten anbietet. Bereits
früher hatte sie erfolgreich für verschiedene Zeitungen und TV-Kanäle in
der Schweiz und in Deutschland gearbeitet. Am 1. Juli gab Meteomedia allerdings
bekannt, dass man die Zusammenarbeit mit Höslis Firma beenden wolle.

Die 48-jährige Wetter-Moderatorin und Buchautorin hatte 1995 ein mehrwöchiges
Techtelmechtel mit Kachelmann. Gemäss eigenen Aussagen war ihr immer bewusst,
dass sie für den Wetterfrosch nicht die Einzige war. Sie ist ihm aber nicht
böse, denn Kachelmann sei fürsorglich, liebenswert und Frauen gegenüber
schüchtern gewesen; er habe die Frauen verstanden.
Die frühere Mitarbeiterin Kachelmanns lernte ihren späteren Ehemann 1997 kennen und heiratete ihn 2004. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden, die 2001 ein Haus in Amden SG kauften, bereits zwei gemeinsame Söhne, die heute acht bzw. elf Jahre alt sind. 2004 zog Denise W. mit den Kindern nach Bridge Lake in Kanada. Auch der Wetterfrosch selbst wohnte von 2004 bis 2007 in Kanada, was jedoch niemand bemerkte, da das Studio für «Das Wetter im Ersten» perfekt nachgebaut war und von dort zugeschaltet wurde. Obwohl bis zur Scheidung im November 2009 ein monatelanger Rosenkrieg um Geld und das Sorgerecht tobte und Untreue ein Scheidungsgrund gewesen zu sein scheint, ist Denise W. bereit, zu Kachelmanns Gunsten auszusagen. Er pflegt nach wie vor engen Kontakt zu den Kindern und weilt regelmässig in Kanada.

Die 37-Jährige ist Moderatorin bei einem regionalen Radiosender in Schwetzingen.
Nachdem sie sich bei einem Interview in den Wettermann verliebt hatte,
waren die beiden elf Jahre lang ein Paar, bis Sabine W. Anzeige wegen Vergewaltigung
erstattete. Vor Gericht wird sie möglicherweise nicht mit ihrem Ex konfrontiert,
da ihre Aussage auch als Video aufgezeichnet werden könnte. Seit der Verhaftung
Kachelmanns befindet sich Sabine W. in therapeutischer Behandlung; ihre
Aussagen sind teilweise widersprüchlich.
Die 40-jährige Kellnerin mit deutschem Akzent lebt in Weissbad. Seit zwei Jahren soll sie die wichtigste Frau in Kachelmanns Leben sein. 2009 erhielten Bekannte und Geschäftspartner Weihnachtskarten aus Weissbad, die mit «Katia und Jörg» unterzeichnet waren. Gegenüber 20 Minuten Online bestätigte auch Meteomedia-Verwaltungsrat Frank Werner die Liaison.

Der bekannte Schweizer Meteorologe Jörg Andreas Kachelmann wird am 15.
Juli 1958 in Lörrach, Baden-Württemberg, geboren und wächst in Schaffhausen
in einfachen Verhältnissen auf. Schon als Kind will Kachelmann Meteorologe
werden; seine meteorologischen Kenntnisse erwirbt er zum Teil als Autodidakt.
In Zürich studiert er dann Geographie, Meteorologie, Mathematik und Physik,
bricht das Studium aber 1983 nur zwei Monate vor dem Examen ab. Darauf
folgt ein Volontariat beim «SonntagsBlick». Danach arbeitet Kachelmann
unter anderem beim Schaffhauser Lokalradio Radio Munot, von dem er in die
Wissenschaftsredaktion des Schweizer Fernsehens wechselt. 1988 wird er
stellvertretender Chefredaktor der «Schweizer Illustrierten», die er mit
Peter Rothenbühler «zum People-Magazin umgestrickt» hat, wie er später
selber sagt. Nebenbei moderiert er fünf Jahre lang die Talkshow «Zischtigs-Club».
1989 kauft Kachelmann ein altes Bauernhaus und baut es in eine Wetterstation
um; 1991 gründet er die Meteomedia AG. Für die ARD – zunächst für den Südwestfunk
(SWR), ab 1994 auch für «Das Wetter im Ersten » – präsentiert der Meteorologe
Wettervorhersagen, was ihm endgültig zur Berühmheit verhilft.

Daneben moderiert
er verschiedene TV-Sendungen, so die Talkshow «Riverboat» (1999-2004, 2007-2009)
oder die Quiz-Show «Einer wird gewinnen» (1998). 
Seit 2000 hat er eine
eigene Talkshow im MDR mit dem Titel «Kachelmanns Spätausgabe». Kachelmann
war zweimal verheiratet und hat zwei Kinder aus zweiter Ehe.

Jörg Kachelmann, Meteorologe, Moderator und Schweizer Staatsbürger, wird
nach seiner Rückkehr aus Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen.
Er gehörte zum Team der ARD bei den Olympischen Spielen in Vancouver. Kachelmann
soll seine Ex-Freundin in der Nacht zum 9. Februar 2010 vergewaltigt haben.
Kachelmanns Anwalt weist die Vergewaltigungsvorwürfe als «frei erfunden» zurück. Der Moderator kündigt an, «wegen falscher Anschuldigung» Klage zu erheben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht jedoch dringender Tatverdacht.
Kachelmann beteuert seine Unschuld: «Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen», teilen seine Kölner Anwälte auf ihrer Web-Seite mit.
Bei einem Haftprüfungstermin in Mannheim bestreitet der TV-Wetterexperte die Vergewaltigung erneut. Der Haftrichter entscheidet jedoch, dass er vorerst in Untersuchungshaft bleiben muss. Kachelmann ruft wartenden Reportern zu: «Ich bin unschuldig.»
Nach Informationen des «Spiegel» war die Festnahme des Moderators von langer Hand geplant: Eine «Soko Flughafen» habe die Aktion drei Wochen lang vorbereitet, um möglichst wenig Aufsehen zu erregen.
Kachelmanns Anwalt beantragt, den Haftbefehl aufzuheben. Eine Entscheidung darüber vertagt der Haftrichter jedoch. Zunächst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.
Nach Informationen des «Spiegel» hat Kachelmanns Ex-Freundin einen Teil ihrer Anschuldigungen zurückgenommen. Den Vorwurf der Vergewaltigung hält sie aufrecht.
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und Körperverletzung.
In einem Gutachten zur Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers kommt die Bremer Psychologin Luise Greuel zu dem Schluss, dass die Schilderung der Vergewaltigung nicht die Mindestanforderungen an die logische Konsistenz, Detaillierung und Konstanz erfülle. Das mutmassliche Opfer könne die Tat selbst bei eingehender Befragung nur vage und oberflächlich wiedergeben. Es würden auch Sachverhalte dargestellt, die handlungstechnisch unwahrscheinlich bis unmöglich seien.
Der «Spiegel» veröffentlicht Passagen aus einem Gutachten, die Zweifel an den Aussagen des mutmasslichen Opfers nähren.
Das Landgericht Mannheim teilt mit, dass die Strafkammer erst später über den Antrag von Kachelmanns Verteidigung auf Aufhebung des Haftbefehls entscheiden werde. Es müsse erst noch eine weitere Stellungnahme des Verteidigers geprüft werden.
Das Landgericht Mannheim entscheidet, dass am 2. Juli ein Haftprüfungstermin stattfinden soll. Dabei werde auch Kachelmann erneut gehört.
Kachelmanns Anwalt Birkenstock legt beim Oberlandesgericht Karlsruhe Haftbeschwerde ein. Damit fällt der Haftprüfungstermin am 2. Juli aus. Mit einer Entscheidung aus Karlsruhe wird Mitte Juli gerechnet.
Das Landgericht Mannheim lehnt einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls ab. Kachelmann bleibt in Untersuchungshaft.
Das Oberlandesgericht Karlsruhe ordnet an, dass Kachelmann sofort aus der Untersuchungshaft entlassen werden muss. Begründung: «Im derzeitigen Stadium des Verfahrens besteht kein dringender Tatverdacht mehr.»
Vor dem Mannheimer Landgericht beginnt die Hauptverhandlung. Bei einer Verurteilung drohen Kachelmann bis zu 15 Jahre Haft.
Die Befangenheitsanträge gegen die Richter werden zurückgewiesen. Damit kann der Prozess wie geplant fortgesetzt werden.
Zu Beginn der Verhandlung wird die Anklage verlesen. Die Vorwürfe an Kachelmann: Er soll seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt haben. Kachelmann will sich vorerst nicht dazu äussern.
Der ermittelnde Polizeibeamte und ein Kriminaltechniker werden als erste Zeugen gehört. Auch eine Geliebte Kachelmanns sagt aus, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Kachelmanns Anwälte dringen mit ihren Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwaltschaft nicht durch.
Die Verteidigung zieht ihren Gutachter Tilman Elliger zurück. Elliger war auf der Party in Köln gesehen worden, die nach Kachelmanns Entlassung aus der U-Haft veranstaltet wurde.
Der rechtsmedizinische Gutachter der Verteidigung, Bernd Brinkmann, wird vom Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Befangenheit abgelehnt.
Das mutmassliche Opfer sagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit während mehrerer Tage vor Gericht aus. Die 37-Jährige erregt Aufsehen, als sie sich auf dem Weg zum Gericht ein Buch mit dem Titel «Der Soziopath von nebenan» vors Gesicht hält.
Vor dem Gerichtsgebäude in Mannheim wird der dpa-Korrespondent Jochen Neumeyer vorläufig festgenommen. Man wirft ihm vor, die Richter illegal abgehört zu haben. Neumeyer hatte vor dem Besprechungsraum der Richter einen Radiobeitrag in sein Aufnahmegerät gesprochen. Die dpa protestiert gegen die «massive Behinderung der Berichterstattung».
Verteidiger Klaus Birkenstock legt überraschend sein Mandat nieder. Kachelmann trennt sich auch von seinem zweiten Anwalt Klaus Schroth. Neu wird der landesweit bekannte Hamburger Strafverteidiger Johann Schwenn Kachelmann verteidigen. Der Prozess wird wie geplant fortgesetzt.
Die Ergebnisse der DNA-Analysen bringen keine eindeutige Klärung: Die Spur am angeblichen Tatmesser ist Kachelmann nicht zuzuordnen. Der Angeklagte sei als Verursacher der Spur nicht auszuschliessen, sagte der Sachverständige des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, doch sei auch eine Sekundärübertragung möglich.
Das Gericht lehnt die Durchsuchung der Redaktionsräume von «Focus» und «Bunte» ab. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn hatte die Durchsuchung beantragt, weil der Verdacht der Anstiftung zu Falschaussagen von Zeuginnen bestehe.
Kachelmann moderiert wieder Wettersendungen bei Privatradios.
Der vom Gericht bestellte Rechtsmediziner bleibt bei seiner Aussage, die Verletzung des angeblichen Opfers am Hals könnten, aber müssten nicht von dem aufgefundenen Messer stammen. Die von Kachelmann beauftragten Gutachter sagen dagegen, dass der von dem angeblichen Opfer geschilderte Tatablauf mit der Spurenlage unvereinbar sei.
Alice Schwarzer, Reporterin für die «Bild»-Zeitung am Prozess, muss als Zeugin aussagen. Die Verteidigung wirft ihr einen öffentlichen Feldzug gegen Kachelmann vor. Schwarzer macht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.
Die Staatsanwaltschaft Zürich befragt unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine angebliche Ex-Freundin des Beschuldigten als Zeugin. Laut Berichten von «Focus» und «Bild am Sonntag» berichtete sie von Übergriffen Kachelmanns. Der Verteidiger bezweifelt, dass die Staatsanwaltschaft die Angaben korret wiedergegeben hat.
Kachelmann heiratet eine Studentin aus Leipzig.
Kachelmanns Anwalt Schwenn wirft den Medien vor, die Schweizer Zeugin als Informationsquelle bezahlt zu haben. Zudem gibt eine weitere Ex-Geliebte Kachelmanns aus Hamburg zu, der Zeitschrift «Bunte» für
Die Staatsanwälte berichten, die Frau habe die Ermittler zunächst belogen: Sie habe erst am Tattag aus einem anonymen Schreiben erfahren, dass Kachelmann eine Beziehung zu einer anderen Frau habe. Computerdaten ergaben jedoch ein anderes Bild. Am Tatverdacht ändert das laut Staatsanwaltschaft aber nichts.
Die Staatsanwaltschaft fordert vor dem Landgericht Mannheim vier Jahre und drei Monate Gefängnis für Kachelmann. Der Angeklagte habe sich der besonders schweren Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Die Aussagen der Ex-Geliebten hätten einen «hohen Erlebnisbezug». Dennoch geht die Staatsanwaltschaft von einem «minderschweren Fall» aus, weil Kachelmann massive Diffamierungen in der Presse erlitten habe. Der Angeklagte nahm den Antrag der Staatsanwaltschaft äusserlich unbewegt auf. Die Verteidigung wird am 24. Mai plädieren und voraussichtlich Freispruch fordern.
Die Verteidigung beantragt Freispruch: Beide Verteidiger zeigen sich in ihren Plädoyers vor dem Landgericht Mannheim von einer Falschanschuldigung der Ex-Freundin Kachelmanns überzeugt. Pflichtverteidigerin Andrea Combé legt in ihrem Plädoyer dar, dass die 43 Prozesstage keinerlei objektiven Beweise für eine Vergewaltigung erbracht hätten. Es stehe weiter Aussage gegen Aussage. In dieser Situation sei eine Verurteilung aber nur möglich, wenn es objektive tatbezogene Beweismittel gäbe. Die Staatskasse müsse sämtliche Verfahrenskosten sowie die Entschädigung für die Untersuchungshaft tragen, so der Antrag von Johann Schwenn. Kachelmann verzichtet auf das letzte Wort, das ihm als Angeklagter zusteht.
Das Landgericht Mannheim spricht Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei. Das Urteil wird im Gerichtssaal mit Jubel aufgenommen; ein Aufschrei geht durch das Publikum. Der Vorsitzende Richter Michael Seidling sagt, das Urteil beruhe nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld Kachelmanns oder einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt sei. Das Landgericht Mannheim habe aber begründete Zweifel an der Schuld des Angeklagten, der deshalb «in dubio pro reo» (Im Zweifel für den Angeklagten) freizusprechen sei.
Die Staatsanwaltschaft legt gegen den Freispruch Kachelmanns vom Vorwurf der Vergewaltigung Revision ein. Sie will zunächst die schriftlichen Urteilsgründe prüfen, wie der zuständige Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge sagt. Dann werde entschieden, ob die Revision aufrechterhalten werde.
Die 30-jährige Personalberaterin aus Hamburg, eine frühere Geliebte Kachelmanns, hat private E-Mails des Wetterfrosches an die Zeitschrift «Bunte» weitergeleitet, was dessen Anwalt anschliessend verbieten liess. Sie wolle andere Frauen vor Kachelmann warnen, da er ihre Seele zerstört habe, teilte M. mit. Als er im Gefängnis davon erfuhr, soll Kachelmann getobt haben; nach seinem eigenen Prozess könnte er juristische Schritte gegen M. einleiten.
Die Mannheimer Justiz wird nach dem Entscheid der übergeordneten Instanz, Kachelmann sofort aus der Untersuchungshaft zu entlassen, scharf kritisiert. Für die Staatsanwaltschaft kommt der Entscheid einer Ohrfeige gleich. Im Saal 1 des Landgerichts Mannheim beginnt am 6. September 2010 der Prozess gegen Kachelmann.

Von seiner Verhaftung im März 2010 bis zu seiner Entlassung am 29. Juli
2010 sitzt Kachelmann in der Justizvollzugsanstalt Mannheim 132 Tage in
Untersuchungshaft. Es gibt pro Tag eine Stunde Hofgang; um 21:30 Uhr geht
in den rund zehn Quadratmeter grossen Zellen des «Café Landes», wie die
Mannheimer das Gefängnis nennen, das Licht aus.

Der 59-jährige Seidling ist der Vorsitzende der 5. Grossen Strafkammer
des Landgerichtes Mannheim. Ab dem 6. September wird er die Verhandlung
gegen Kachelmann leiten. Gegen Seidling, der auch Gemeinderat von Oftersheim
in der Nähe von Schwetzingen ist, wurde in gewissen Medien der Vorwurf
der Befangenheit erhoben, weil er dasselbe Hobby wie der Vater des mutmasslichen
Opfers habe. Bekannt wurde der Richter 2002, als er den Grossbetrüger und
Millionär Manfred Schmider von der Firma FlowTex zu fünf Jahren Gefängnis
verurteilte. 2006 musste er den Lerch-Tinner-Prozess platzen lassen und
machte voller Wut die Schweizer Behörden dafür verantwortlich.
Der 35-Jährige ist Staatsanwalt am Landgericht Mannheim. Am 19. Mai 2010 erhob er Anklage gegen Jörg Kachelmann wegen besonders schwerer Vergewaltigung mit Körperverletzung. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Moderator fünf bis 15 Jahre Haft. Sollten sich Sabine W.’s Aussagen aber als Lügen erweisen, müsste Oltrogge die lange U-Haft rechtfertigen und sich gegen den Vorwurf wehren, er habe sich auf Kosten eines Prominenten profilieren wollen. Die Entlassung Kachelmanns aus der U-Haft Ende Juli auf Anweisung des Oberlandesgerichts und insbesondere dessen Begründung, es bestehe kein dringender Tatverdacht mehr, kommen einer Ohrfeige für Oltrogge gleich.

Der 65-Jährige aus Köln ist Kachelmanns Strafverteidiger. In der Vergangenheit
nahm er einige spektakuläre Mandate wahr, etwa im Parteispendenskandal
der Kölner SPD und beim Prozess gegen den wegen Spionage für die DDR angeklagten
SPD-Politiker Karl Wienand. Zunächst glaubte er, den Prozess gegen seinen
Mandanten verhindern zu können, indem er das mutmassliche Opfer Sabine
W. als notorische Lügnerin zu entlarven versuchte und Kachelmanns lange
U-Haft als Justizskandal brandmarkte, doch es war ihm kein Erfolg beschieden.
Seine Haftbeschwerde beim Oberlandesgericht Karlsruhe führt jedoch Ende
Juli zur Entlassung von Kachelmann aus der U-Haft.
Der 43-jährige Anwalt aus Baden-Württemberg vertritt Kachelmanns angebliches Opfer Sabine W.. Obwohl seine Mandantin bereits mehrmals falsche Aussagen zurücknehmen musste, beharrt Franz weiterhin darauf, dass sie jederzeit die Wahrheit gesagt habe.
Die Psychologin ist zugleich Rektorin der Bremer Hochschule für öffentliche Verwaltung. In einem 126-seitigen Gutachten für die Staatsanwaltschaft Mannheim kam sie zum Schluss, dass es der Schilderung der Vergewaltigung durch das mutmassliche Opfer an logischer Konsistenz, Detailgenauigkeit und Konstanz fehle. Dennoch könne eine Falschaussage keineswegs als erwiesen gelten. Es ist daher zu vermuten, dass beide Seiten aus dem Gutachten keinen grossen Nutzen ziehen werden.

Die 37-Jährige ist Moderatorin bei einem regionalen Radiosender in Schwetzingen.
Nachdem sie sich bei einem Interview in den Wettermann verliebt hatte,
waren die beiden elf Jahre lang ein Paar. Sie sollen einander vor allem
bei ihr zu Hause in Schwetzingen, im nahen Heidelberg oder in einem angeblich
von Kachelmann für sie gekauften Haus in Herrenschwand im Schwarzwald getroffen
haben. Im Februar 2010 erstattete Sabine W. Anzeige gegen Kachelmann wegen
Vergewaltigung. Vor Gericht wird sie möglicherweise nicht mit ihrem Ex
konfrontiert, da ihre Aussage auch als Video aufgezeichnet werden könnte.
Seit der Verhaftung Kachelmanns befindet sich Sabine W. in therapeutischer
Behandlung; ihre Aussagen sind teilweise widersprüchlich.

Die 37-Jährige ist Moderatorin bei einem regionalen Radiosender in Schwetzingen.
Nachdem sie sich bei einem Interview in den Wettermann verliebt hatte,
waren die beiden elf Jahre lang ein Paar. Sie sollen einander vor allem
bei ihr zu Hause in Schwetzingen, im nahen Heidelberg oder in einem angeblich
von Kachelmann für sie gekauften Haus in Herrenschwand im Schwarzwald getroffen
haben. Im Februar 2010 erstattete Sabine W. Anzeige gegen Kachelmann wegen
Vergewaltigung. Vor Gericht wird sie möglicherweise nicht mit ihrem Ex
konfrontiert, da ihre Aussage auch als Video aufgezeichnet werden könnte.
Seit der Verhaftung Kachelmanns befindet sich Sabine W. in therapeutischer
Behandlung; ihre Aussagen sind teilweise widersprüchlich.

Der 59-jährige Seidling ist der Vorsitzende der 5. Grossen Strafkammer
des Landgerichtes Mannheim. Ab dem 6. September wird er die Verhandlung
gegen Kachelmann leiten. Gegen Seidling, der auch Gemeinderat von Oftersheim
in der Nähe von Schwetzingen ist, wurde in gewissen Medien der Vorwurf
der Befangenheit erhoben, weil er dasselbe Hobby wie der Vater des mutmasslichen
Opfers habe. Bekannt wurde der Richter 2002, als er den Grossbetrüger und
Millionär Manfred Schmider von der Firma FlowTex zu fünf Jahren Gefängnis
verurteilte. 2006 musste er den Lerch-Tinner-Prozess platzen lassen und
machte voller Wut die Schweizer Behörden dafür verantwortlich.

Der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe gibt am 29. Juli der
Haftbeschwerde von Kachelmanns Verteidigung statt und ordnet dessen sofortige
Freilassung an. «Im derzeitigen Stadium des Verfahrens» bestehe «kein dringender
Tatverdacht mehr», begründet das Gericht seine Entscheidung.

Das 1990 von Kachelmann gegründete Wetterdienst-Unternehmen gehört zur
«Jörg Kachelmann Produktions AG» mit Sitz in Appenzell und befindet sich
seit 1995 im ausserrhodischen Gais. Meteomedia betreibt zusammen mit Partnern
ein Netz von ca. 730 privaten Wetterstationen in Deutschland und der Schweiz.
Die Firma lässt sich die Einrichtung der Stationen von den Gemeinden, Unternehmen,
Vereinen oder anderen Sponsoren finanzieren.
Der Finanzvorstand und Geschäftsführer von Kachelmanns Firma Meteomedia Schweiz besucht seinen Chef oft im Gefängnis. Seit der Wettermann inhaftiert ist, führt Steffen das Unternehmen. Angestellten, die mit der Presse sprechen, droht er mit Entlassung und hat auch bereits eine Mitarbeiterin freigestellt. Sollte Kachelmann verurteilt werden, wird auch Steffen seinen Sessel wohl räumen müssen.
Die Diplom-Betriebswirtin und gelernte Kauffrau wechselt sich seit 2002 mit Jörg Kachelmann bei der Präsentation des Wetters in der ARD ab. Ein Jahr lang sass sie auch in der Chefetage von Kachelmanns Firma Meteomedia. Die kompetente und sympathische Kleinert ist das prominenteste Wettergesicht der ARD. Auch in Kachelmanns Abwesenheit sind die Quoten bisher stabil geblieben. Führende Mitarbeiter der ARD sollen sich daher dafür ausgesprochen haben, künftig auf Kachelmanns Dienste zu verzichten, auch im Fall eines Freispruchs.
Der 51-jährige Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins «Euro am Sonntag» ist auch Vorstandsmitglied von Kachelmanns Firma Meteomedia. Im Gefängnis soll sich der Wettermann beschwert haben, Werner wolle ihm die Firma wegnehmen, da dieser erklärt hatte, Kachelmanns Rolle im Unternehmen werde überschätzt. Dass Werner nichts vom Ende der Zusammenarbeit mit der Firma von Kachelmanns erster Ehefrau Katja Hösli wusste, scheint ebenfalls auf einen internen Machtkampf hinzudeuten. Sollten Werner und Hösli die Firma Meteomedia übernehmen wollen, hätten sie wohl gute Chancen.
Die 40-jährige Kellnerin mit deutschem Akzent lebt in Weissbad. Seit zwei Jahren soll sie die wichtigste Frau in Kachelmanns Leben sein. 2009 erhielten Bekannte und Geschäftspartner Weihnachtskarten aus Weissbad, die mit «Katia und Jörg» unterzeichnet waren. Gegenüber 20 Minuten Online bestätigte auch Meteomedia-Verwaltungsrat Frank Werner die Liaison.
Die frühere Mitarbeiterin Kachelmanns lernte ihren späteren Ehemann 1997 kennen und heiratete ihn 2004. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden, die 2001 ein Haus in Amden SG kauften, bereits zwei gemeinsame Söhne, die heute acht bzw. elf Jahre alt sind. 2004 zog Denise W. mit den Kindern nach Bridge Lake in Kanada. Auch der Wetterfrosch selbst wohnte von 2004 bis 2007 in Kanada, was jedoch niemand bemerkte, da das Studio für «Das Wetter im Ersten» perfekt nachgebaut war und von dort zugeschaltet wurde. Obwohl bis zur Scheidung im November 2009 ein monatelanger Rosenkrieg um Geld und das Sorgerecht tobte und Untreue ein Scheidungsgrund gewesen zu sein scheint, ist Denise W. bereit, zu Kachelmanns Gunsten auszusagen. Er pflegt nach wie vor engen Kontakt zu den Kindern und weilt regelmässig in Kanada.

Die 37-Jährige ist Moderatorin bei einem regionalen Radiosender in Schwetzingen.
Nachdem sie sich bei einem Interview in den Wettermann verliebt hatte,
waren die beiden elf Jahre lang ein Paar. Sie sollen einander vor allem
bei ihr zu Hause in Schwetzingen, im nahen Heidelberg oder in einem angeblich
von Kachelmann für sie gekauften Haus in Herrenschwand im Schwarzwald getroffen
haben. Im Februar 2010 erstattete Sabine W. Anzeige gegen Kachelmann wegen
Vergewaltigung. Vor Gericht wird sie möglicherweise nicht mit ihrem Ex
konfrontiert, da ihre Aussage auch als Video aufgezeichnet werden könnte.
Seit der Verhaftung Kachelmanns befindet sich Sabine W. in therapeutischer
Behandlung; ihre Aussagen sind teilweise widersprüchlich.
Die frühere Mitarbeiterin Kachelmanns lernte ihren späteren Ehemann 1997 kennen und heiratete ihn 2004. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden, die 2001 ein Haus in Amden SG kauften, bereits zwei gemeinsame Söhne, die heute acht bzw. elf Jahre alt sind. 2004 zog Denise W. mit den Kindern nach Bridge Lake in Kanada. Auch der Wetterfrosch selbst wohnte von 2004 bis 2007 in Kanada, was jedoch niemand bemerkte, da das Studio für «Das Wetter im Ersten» perfekt nachgebaut war und von dort zugeschaltet wurde. Obwohl bis zur Scheidung im November 2009 ein monatelanger Rosenkrieg um Geld und das Sorgerecht tobte und Untreue ein Scheidungsgrund gewesen zu sein scheint, ist Denise W. bereit, zu Kachelmanns Gunsten auszusagen. Er pflegt nach wie vor engen Kontakt zu den Kindern und weilt regelmässig in Kanada.

Die 48-jährige Wetter-Moderatorin und Buchautorin hatte 1995 ein mehrwöchiges
Techtelmechtel mit Kachelmann. Gemäss eigenen Aussagen war ihr immer bewusst,
dass sie für den Wetterfrosch nicht die Einzige war. Sie ist ihm aber nicht
böse, denn Kachelmann sei fürsorglich, liebenswert und Frauen gegenüber
schüchtern gewesen; er habe die Frauen verstanden.