Bio

28. Mai 2012 22:29; Akt: 02.05.2013 12:41 Print

Im Dschungel der Naturkosmetik

«Naturkosmetik» nennt sich vieles. Doch wo ist wirklich Natur drin? Weleda-Kosmetikerin Lilith Schwertle weiss die Antwort.

storybild

Blüten mit pflegender Wirkung. Kosmetikerin Lilith Schwertle (r.).

Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Welche Produkte dürfen sich Naturkosmetik nennen?
Lilith Schwertle: Eigentlich jedes Produkt, denn die Bezeichnung ist nicht geschützt. Will der Konsument sichergehen, sollte er auf die internationalen Zertifikate BDIH, Ecocert und NaTrue achten. Letzteres gibt die strengsten Richtlinien vor.

Alles andere sind Mogel­packungen?
Leider oft. Wenn die Produkte zertifiziert sind, bestehen sie zu 100 Prozent aus reinen Natursubstanzen. Andere Produkte verdienen höchstens die Bezeichnung naturnahe Kosmetik.

Wie wird die Produktwirkung ohne chemische Inhaltsstoffe sichergestellt?
Es funktioniert als Zusammenspiel. Es gibt immer eine Leit­pflanze, die das Wirkungskonzept repräsentiert. Der Granatapfel beispielsweise schützt vor den uns älter werden lassenden, freien Radikalen. Die weiteren Substanzen ergänzen und unterstützen diese Wirkung.

Gibt es Schweizer Leitpflanzen?

Ja, Weleda verwendet zum Beispiel das Stiefmütterchen. Es wirkt antibakteriell und lindert Hautbeschwerden.

Welche Natursubstanzen ersetzen chemische Duftstoffe?
Naturkosmetik arbeitet ausschliesslich mit ätherischen Ölen. Das hat zur Folge, dass der Duft sich mit der Haut verbindet und je nach Träger individuell riecht.

Wie wird Naturkosmetik haltbar gemacht?
Die ätherischen Öle haben einen
hohen Selbstschutz. Wichtig ist auch die Verpackung. Sie muss luftdicht sein. Das heisst: Nie die Verpackung offen herumstehen lassen!

(nil)