C.-E. Barthes

15. September 2013 20:42; Akt: 15.09.2013 21:04 Print

«Eine schöne Frau misst sich nicht an ihren Falten»

von Yolanda Di Mambro - Einst leitete er ein Haute-Couture-Haus in Paris. Heute verschönert Charles-Edouard Barthes Frauen auf der ganzen Welt - aus Liebe zu seiner Frau und seiner Wahlheimat Japan.

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Herr Barthes, Sie haben 2012 eine neue Luxus-Pflegelinie auf den Markt gebracht. Gibt es nicht schon mehr als genug davon?
Charles-Edouard Barthes: Evidens de Beauté ist die einzige Luxus-Anti-Aging-Pflegelinie für empfindliche Haut. Sie erzielt Anti-Aging-Resultate und schützt gleichzeitig die Haut. Diese Kombination ist bislang einzigartig.

Umfrage
Welche Anti-Aging-Produkte verwenden Sie?
31 %
6 %
63 %
Insgesamt 1515 Teilnehmer

Weshalb gibt es immer mehr Frauen, die eine empfindliche Haut haben?
Bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage in Frankreich gaben 65 Prozent der Frauen an, eine empfindliche Haut zu haben. Grund dafür sind in erster Linie der moderne Lebensstil, Stress, Luftverschmutzung und Lungenprobleme.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Evidens zu lancieren?
Die Idee entstand aus Liebe zu meiner Frau Eriko. Ich habe das grosse Glück, mit einer Japanerin verheiratet zu sein. In Japan sind Frauen regelrecht auf Anti-Aging-Produkte fixiert. Sie haben eine sehr empfindliche Haut und pflegen sie intensiver als Europäerinnen oder Amerikanerinnen. Meine Frau fand für ihre empfindliche Haut nie die richtigen Produkte und wechselte ständig die Marke. Ich hatte Angst, sie würde ihrer Haut mit den falschen Produkten Schaden zufügen.

Sie leiteten sieben Jahre lang das prestigeträchtige Couture-Haus Scherrer in Paris.
Das Couture-Haus gibt es leider nicht mehr. Den Luxus der Haute Couture wollte ich jedoch auch auf meine Produktelinie übertragen. Das reicht vom Familienwappen über das Design der Flakons und Tiegel bis hin zu den Parfums und Duftkerzen. Mit der Farbe Dunkelblau heben wir uns auch klar von anderen Beauty-Labels ab, die nur weisse, schwarze oder graue Tiegel und Tuben verkaufen.

Welches Labor haben Sie mit der Forschung und Entwicklung Ihrer Produkte beauftragt?
Bei einem Dinner in Tokio lernte ich Professor Ishibashi kennen. Er leitete damals das Forschungsteam eines der drei grössten Kosmetikunternehmen Japans. Ich erklärte ihm mein Projekt - und er antwortete: «Erstens: Es gibt keine Wundermittel in der Kosmetik. Und zweitens: Anti-Aging-Produkte haben hochwirksame Inhaltsstoffe, welche eine empfindliche Haut oft reizen. Ihr Projekt ist folglich ein Paradox. Es ist zwar technisch umsetzbar, aber sehr kompliziert.» Wir wagten das Experiment und drei Jahre später waren die ersten Produkte entwickelt.

Sie verkaufen Anti-Aging-Produkte. Sind Frauen mit Falten nicht schön?
Ich mag den Begriff Anti-Aging nicht, weil er eine negative Konnotation hat. Die Alterung ist jedoch ein natürlicher, unaufhaltbarer Prozess. Ein paar Falten mehr ändern nichts an der Schönheit einer Frau. Sie misst sich nicht an ihren Falten. Die Verführungskunst einer Frau hat nichts mit Falten zu tun. Ausschlaggebend sind ihr Selbstvertrauen sowie eine gesunde und schöne Haut. Ich will den Frauen die Strahlkraft ihrer Haut zurückgeben. Nichts liegt mir ferner, als aus einer 50-Jährigen eine 25-Jährige zu machen.


Charles-Edouard Barthes bei einer Presse-Präsentation in Baku im Herbst 2012 (Video: Youtube, Emporium Baku)