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Doktor Sex

23. April 2012 14:00; Akt: 23.04.2012 15:46 Print

«Hilfe, sie hat mich anal stimuliert!»

Pietro hatte bisher nur super Sex mit seiner Freundin. Doch seit sie ihm ungefragt einen Finger geschoben hat, ist er verunsichert. Was tun, damit sie merkt, dass er das nicht mag?

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Wenn Frauen beim Sex die Führung übernehmen, kriegen es manche Männer mit der Angst zu tun. (Symbolbild: Colourbox.com, Leonid tit)

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Frage von Pietro (17) an Doktor Sex: Bisher hatte ich super Sex mit meiner Freundin. Doch neulich steckte sie mir einfach einen Finger in den Anus. Es gefiel mir nicht, aber ich traute mich nicht, etwas zu sagen. Wie kann ich ihr zeigen, dass ich das nicht will?

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Pietro

Zeigen musst du gar nichts, nur einfach reden. Sag ihr klar und deutlich, dass du diese Form der sexuellen Stimulation nicht magst. Alles andere, also beispielsweise komische Verrenkungen oder nichtssagende Andeutungen, kannst du dir sparen. Welche Praktiken oder Techniken beim Sex zur Anwendung gelangen, ist Verhandlungssache. Und Verhandlungen werden mit Worten geführt. Dass dabei Hemmungen auftreten können, liegt in der Natur der Sache. Über Sex reden will gelernt sein, und auch wenn es manchmal schwer fällt: Oft hilft einfach nur der Sprung ins kalte Wasser.

Der äussere Bereich um den Anus sowie die Prostata, die über den Enddarm ertastet werden kann, sind erogene Zonen. Manche Männer – und nicht nur Schwule - haben grossen Spass, wenn sie dort berührt und stimuliert werden. Einige kommen dabei sogar zum Orgasmus. Gerade für Heteromänner ist es aber oft ein Problem, sich im Bereich des Dammes und des Afters zu berühren - geschweige denn, sich berühren zu lassen. Weil sie sexuelle Handlungen, die diesen Körperbereich mit einbeziehen, automatisch mit Homosexualität in Verbindung bringen. Falls deine Abneigung damit zu tun haben sollte, kann ich dich beruhigen: Mann wird nicht schwul, weil er sich anal penetrieren oder stimulieren lässt. Höchstens ein bisschen entspannter.

Wie ich deiner Frage entnehme, hat dir deine Freundin ohne Vorankündigung einen Finger in den Anus geschoben. Es ist deshalb verständlich, dass du keinen Spass daran hattest. Findet eine anale Penetration nämlich unvorbereitet und ohne Gleitmittel statt, kann sie sehr schmerzhaft sein, egal ob sie mit einem Finger, einem Sextoy oder dem Penis durchgeführt wird. Sollte dies der Grund sein, dass dir der Stimulationsversuch nicht gefiel, unterbreitest du deiner Partnerin am besten die nachfolgenden Grundregeln für den Analsex.

Wichtig ist, dass der Schliessmuskel vor dem Eindringen etwas gedehnt und reichlich Gleitmittel sowie einen Fingerling oder ein Kondom verwendet wird. Letztere schützen im Falle einer Penetration mit dem Penis vor sexuell übertragbaren Krankheiten und dem Kontakt mit Bakterien. Um den Enddarm zu entleeren, kann einige Zeit vor dem Sex ein Mikroklistier angewendet werden. Bei dieser Form des Einlaufes wird mittels einer kleinen Ballonspritze über den Anus eine Flüssigkeit in den Enddarm gespritzt und kurze Zeit später zusammen mit dem allenfalls vorhandenen Kot wieder ausgeschieden. Solche Mini-Einläufe sind in jeder Apotheke erhältlich.

Manchmal braucht es eine längere Zeit des Übens und ein paar Gespräche, bis das Ganze gelingt. Wenn die erste Hürde aber einmal überwunden ist, kann Analsex für Männer und Frauen eine äusserst befriedigende Ergänzung zum gewohnten Geschlechtsverkehr sein.

(bwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rick am 24.04.2012 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm...

    Analsex ist genau so normal wie Vaginalsex nur weniger verbreitet. Das man ab Analsex nicht Krank wird beweisen Homosexuelle. Klar kann man Aids bekommen, aber das bekommt man auch bei Vaginalsex. Den Darm kann man auch "Sauber" halten mit ein paar kleinen Dingen die man beachtet. Und es gibt auch noch ein Kondom. Ich bin selbst Schwul, und kann mit sicherheit sagen, das man beim Analsex nie irgendwelche Rückstände am Penis/Kondom findet sofern man sich auch reinigt. und ja das geht auch ohne Analdusche! Also kommt schon Heteros...erweitert einmal euren Horrizont. Cheers

    einklappen einklappen
  • Tommy am 25.04.2012 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    glückspilz

    ... sei doch froh dass deine freundin so experimentierfreudig ist.

  • A.m am 06.05.2012 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha

    Sei froh das sie mitmacht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • A.m am 06.05.2012 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha

    Sei froh das sie mitmacht.

  • Geniesser am 25.04.2012 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Du Glückspilz

    Baut es doch in Euer 6-Leben ein. Geniesst es zusammen. Es fägt!

  • Tommy am 25.04.2012 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    glückspilz

    ... sei doch froh dass deine freundin so experimentierfreudig ist.

  • Tina am 24.04.2012 23:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..??

    Das tut doch weh....

    • Sibylle am 25.04.2012 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      Nein - vorausgesetzt

      man geht sehr einfühlsam und zärtlich vor. Dann kann Analerotik wunderschön sein.

    • Janet am 25.04.2012 20:39 Report Diesen Beitrag melden

      Bin ich deiner Meinung

      Genau!!

    einklappen einklappen
  • ANAL-Lover am 24.04.2012 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch SUPER!!!

    Das Verhlten deiner Freundin ziegt, dass sie sehr offen ist. Ich würde mich darüber freuen! Sie zeigt dir so indirekt dass sie auch Anal verwöhnt werden möchte :) und vielleicht dem Analsex nicht abgneigt ist. Also nutze die Chance um das auch mal bei ihr auszuprobieren. Wer weiss, vielleicht macht euch das ja Spass...

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Bruno Wermuth ist Sexualberater und Sexualpädagoge mit eigener Praxis in Bern. Als «Doktor Sex» beantwortet er drei Mal wöchentlich Fragen zur schönsten Nebensache der Welt und im «Sexblog» spricht er das aus, was andere nicht zu denken wagen. www.brunowermuth.ch


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