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Doktor Sex

16. Oktober 2017 08:17; Akt: 16.10.2017 08:54 Print

«Ohne Sex schmerzen Ende Woche die Hoden!»

Sven und seine Partnerin haben Kinder und viele Hobbys, weshalb meist nur am Samstag Zeit bleibt für das Liebesspiel. Dies hat unangenehme Folgen.

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Frage von Sven (40) an Doktor Sex: Ich bin glücklich verheiratet und habe zwei wunderbare Kinder. Mit meiner Partnerin habe ich regelmässig Sex, der uns beide voll und ganz befriedigt. Wegen der Familie und unserer Hobbys bleibt halt meist nur am Samstag- oder Sonntagabend Zeit dafür. Aber für uns beide stimmt es so.

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Mein Problem ist, dass ich jeweils gegen Ende Woche ein unangenehmes Gefühl in Unterleib und Hoden bekomme, das im Laufe des Samstags in Schmerzen übergeht. In manchen Wochen oder wenn ich es im Geschäft streng habe, ist es weniger. In anderen ist es unerträglich. Nach einem Orgasmus verschwinden die Schmerzen sofort.

Ich habe das nun schon einige Jahre. Wenn ich mir unter der Woche einen runterhole, tauchen keine Schmerzen auf. Aber darauf habe ich selten Lust, denn ich komme mir albern vor. Stimmt etwas nicht mit mir? Oder muss ich halt damit leben, dass mein Körper und mein Kopf verschiedene Rhythmen in Sachen Sex haben?

Antwort von Doktor Sex

Lieber Sven

Was du beschreibst, sind sehr wahrscheinlich sogenannte Kavaliers- oder Bräutigamsschmerzen. Im Englischen ist die Rede von «blue balls». Der Volksmund spricht in diesem Zusammenhang von «dicken Eiern», und manche Männer bezeichnen das sich wiederholende Phänomen auch als «Hodenkrampf».

Die dabei auftretenden Symptome reichen von unangenehmen Spannungsgefühlen im Unterbauch und dem Skrotum – so wird der Hodensack in der Fachsprache genannt – bis hin zu Schmerzen im Bereich der Hoden und Nebenhoden, die auch in die Leistengegend ausstrahlen können.

Die Symptome können von Mann zu Mann sehr verschieden sein. Meist treten sie bei sexueller Erregung ohne nachfolgende Ejakulation auf. In der Regel können sie – wie das auch bei dir der Fall ist – durch einen Samenerguss zum Verschwinden gebracht werden. Manchmal halten sie aber auch danach noch an, so dass ein weiterer Orgasmus notwendig ist.

Ohne gleich den Teufel an die Wand malen zu wollen, rate ich in Zusammenhang mit unspezifischen Schmerzen zu Vorsicht. Dahinter verbirgt sich manchmal auch ein ernsthafteres Problem. Und je früher ein solches erkannt wird, desto besser und erfolgversprechender kann es behandelt werden.

Auch wenn du mit grosser Wahrscheinlichkeit an den beschriebenen Kavaliersschmerzen leidest, wäre es unsorgfältig, eine Ferndiagnose zu stellen. Ich rate dir deshalb, dich an eine medizinische Fachperson für Urologie zu wenden und mit dieser einen Termin für eine genaue Abklärung zu vereinbaren.

Die Lösung zur Linderung der Symptome hast du ja bereits herausgefunden. Vielleicht kannst du ja deine Partnerin davon überzeugen, auch unter der Woche ein Schäferstündchen abzuhalten. Der Fokus dabei muss ja nicht zwingend auf der Beseitigung deiner Schmerzen liegen. Alles Gute!

Deine Frage an Doktor Sex: doktor.sex@20minuten.ch

(wer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Scherberger am 16.10.2017 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso albern?

    Warum kommt er sich albern vor, wenn er sich einen runterholt? Erstens ist es schön, zweitens gesund, und drittens hilft es ihm ja.

  • René Gruber am 16.10.2017 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Welches ist sein wirkliches Problem?

    Hm sein grösseres Problem ist wohl nicht die Tatsache, dass er ein ziehen in den Hoden verspürt bei längerer Enthaltsamkeit. Viel mehr finde ich es komisch, dass er sich albern vorkommt wenn der Onaniert um sich etwas Entspannung zu verschaffen und die Schmerzen zu eliminieren. Nur weil man eine Partnerschaft mit funktionierendem Paarsex hat, heisst das doch nicht, man muss auf den Sex mit sich selber verzichten? Selbstbefriedigung ist auch nicht nur für Teenies und Singels sondern etwas vom Paarsex völlig losgelöstes in meinen Augen.

  • Männlein am 16.10.2017 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Selbsthilfe!

    Wenn der Schmerz so gross ist. Kann Mann doch selbst Hand anlegen und das Problem ist gelöst. Selbstbefriedigung hat nichts Verwerfliches an sich und in diesem Fall sogar einen medizinischen Grund :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rusty Bloom am 16.10.2017 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Propeller

    Wenn ich Du wäre würde ich mich bei Gelegenheit einmal auf Nierensteine oder einen Leistenbruch untersuchen lassen.

  • Mika Do am 16.10.2017 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht...

    Und wenn es nur eine Ausrede ist um mehr Sex zu kriegen? Also ich weiss nicht...

  • Reto Kleinstein am 16.10.2017 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie sagte Madonna:

    "Niemand macht es mir so schön, wie ich mir selbst!"

  • Sue am 16.10.2017 11:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Wie sagt man eigentlich bei Frauen wenn sie in derselben Situationen sind?

  • Jemand am 16.10.2017 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbefriedigung : Alle machen es.

    Alle machen Selbstbefriedigung, ob Mann oder Frau. Das ist normal. Sex und Selbstbefriedigung sind zwei paar Schuhe. Man braucht beides. Ich habe, ob als Single oder in einer Beziehung selten einen Unterschied bemerkt, was die Häufigkeit des Onanierens angeht. Zwei bis viermal in der Woche denke ist der Durchschnitt. Dann gibts die die selten bis nie und die die 2 mal täglich selber Hand anlegen und am Abend noch die Frau beglücken. Aber der mit dem "das brauchen nur die, die keinen Sex haben" gehört eher ins Reich der Märchen.

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Bruno Wermuth ist Sexualberater und Sexualpädagoge mit eigener Praxis in Bern. Als «Doktor Sex» beantwortet er drei Mal wöchentlich Fragen zur schönsten Nebensache der Welt und im «Sexblog» spricht er das aus, was andere nicht zu denken wagen. www.brunowermuth.ch


(Styling von Doktor Sex:Jessica Montonato)

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