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Doktor Sex

15. Februar 2012 14:00; Akt: 14.02.2012 15:42 Print

«Pornowarnung – kommt jetzt die Polizei?»

Axel hat Angst. Seit beim Surfen plötzlich ein Warnhinweis für Kinderpornografie vor seinen Augen aufgetaucht ist, sieht er sich so gut wie hinter Gittern. Sind die Befürchtungen berechtigt?

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Der reine Konsum von illegaler Pornografie kann unter gewissen Umständen strafbar sein und zu einer Verhaftung führen. (Symbolbild: Colourbox.com, Fisun Ivan)

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Frage von Axel (18) an Doktor Sex: Als ich gestern beim Surfen auf einer Pornoseite einen Link anklickte, erschien eine Warnung der Schweizerischen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK). Darin stand, dass ich im Begriff sei, eine Seite mit kinderpornografischem Material zu öffnen. Schockiert habe ich die Seite sofort geschlossen. Kommt jetzt bald die Polizei ins Haus?

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Axel

Du brauchst keine Angst zu haben. Solange du keine strafbare Handlung begangen hast, wirst du weder verhaftet noch wird Strafanzeige erhoben werden.

Die Warnung ist Teil des Präventionsprojekts «Blocking» der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP), der KOBIK und der Fachstelle ECPAT Switzerland der Stiftung Kinderschutz Schweiz. Im Rahmen dieses Projektes sperren Schweizer Internet Service Provider auf freiwilliger Basis kommerzielle Kinderpornographie-Seiten für einen Zugriff aus der Schweiz. Beim Anklicken von URLs mit entsprechendem Inhalt werden dann automatisch solche Warnhinweise aufgeschaltet. Sie sollen Nutzer und Nutzerinnen, die sich im Netz in eindeutig illegalen Bereichen bewegen, darauf aufmerksam machen, dass sie im Begriff sind, sich möglicherweise strafbar zu machen. Nutzerdaten werden aber keine gesammelt.

Illegale Pornographie kann übrigens auch auf Seiten gefunden werden, die nach aussen den Eindruck erwecken, nur legale Darstellungen zu zeigen. In der Schweiz ist der nicht-vorsätzliche Konsum von Kinderpornografie straffrei. Die gezielte Suche sowie der vorsätzliche Konsum solchen Materials sind aber strafbar – auch wenn keine Daten heruntergeladen oder gespeichert werden.

Teil der Präventionsstrategie gegen Pädokriminalität ist es, den Zugang zu Kinderpornographie so schwierig wie möglich zu gestalten. Mit «Blocking» sollen potentielle Täter davon abgehalten werden, sich mit ihrer Kreditkarte einfachen Zugang zu Kinderpornographie zu verschaffen. Zudem sollen die Attraktivität der Produktion von Kinderpornographie gemindert und potenzielle Opfer von sexuellen Handlungen geschützt werden.


(bwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leonard Schneuwly am 16.02.2012 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fantastische Antwort

    Normalerweise beschränkt sich die Redaktion in dieser Rubrik ja darauf irgendwelche Fantasiefragen zu tippen um diese dann in den allermeisten Fällen mehr als fragwürdig oder inkompetent zu beantworten. Das jetzt hier aber auch noch Auskünfte zum Schweizer Strafrecht und Informatikfachfragen von unqualifiziertem Aushilfspersonal gegeben wird schreit förmlich nach einer Einstellung von dieser Rubrik. Andere brauchen ausgebildete Rechtsanwälte für solche offiziellen Auskünfte, bei 20min.ch reicht dafür auch ne billige Tippse.

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  • Adolf am 15.02.2012 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, Pech gehabt!

    Morgen hast du das Spezialkommando vor der Hütte! Wenn du morgens raus willst, stehen sie da, mit Sturmmaske und MP im Anschlag; Hunde und einem Kastenwagen, mit geöffneter Türe! Wenn die dich wegen sowas einbuchten, wieso verklagen sie dann nicht zuerst den Website Betreiber? Manchmal, da kommt man auf komische Websites beim surfen!

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  • Chris D. am 16.02.2012 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    @Axel

    Das kann dir schon aus einer google Suchanfrage heraus passieren. Je nach Suchbegriffen. Habe aber auch den Verdacht dass da ein paar Seiten unberechtigt geblockt werden. Aber wer weiss das schon? Und lieber ein paar zu viele als eine zu wenig. Ausserdem könnte man bei KOBIK intervenieren falls man dieser Meinung ist...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Diego F. am 16.02.2012 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    der Chaos computer club hat ganz klar bewiesen, kurzer anruf beim Provider reicht und die Site wird gelöscht egal in welchen Land der Server steht! Hier wird nur eine GeStapo Organisationj geschaffen! Die bald gegen die eingesetzt werden wird die sie eigentlich Schützen sollte. Es dauert nicht mehr lange und wir werden für Sinnestaten in den Knast wandern!

    • Chris D. am 16.02.2012 16:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Diego F.

      Das will ich sehen, wie eine schweizer Firma (ISP) fremdes Eigentum (Site) in einem anderen Land vernichten kann... Und was hat die Warn-Seite mit GeStaPo zu tun? Kann ja sein dass wir überwacht werden, aber darum müssen die keine Warnungen raus geben... Und Sinnestaten werden hier auch nicht verfolgt. Angeblich werden die Zugriffe auf diese Warnungen nicht mal protokolliert (da habe ich aber auch Zweifel). Kurzum, ich verstehe nicht was du meinst.

    • Noro am 17.02.2012 12:04 Report Diesen Beitrag melden

      Sinnestaten?

      Was bitte verstehst du unter Sinnestaten? Irgendwie ekelt mich dieses Wort gerade gewaltig an. Hört sich nach Beschönigung von abartigem an

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  • Leonard Schneuwly am 16.02.2012 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fantastische Antwort

    Normalerweise beschränkt sich die Redaktion in dieser Rubrik ja darauf irgendwelche Fantasiefragen zu tippen um diese dann in den allermeisten Fällen mehr als fragwürdig oder inkompetent zu beantworten. Das jetzt hier aber auch noch Auskünfte zum Schweizer Strafrecht und Informatikfachfragen von unqualifiziertem Aushilfspersonal gegeben wird schreit förmlich nach einer Einstellung von dieser Rubrik. Andere brauchen ausgebildete Rechtsanwälte für solche offiziellen Auskünfte, bei 20min.ch reicht dafür auch ne billige Tippse.

    • Max Röthlisberger am 16.02.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      Ich bin mit Ihrer Aussage..

      ..einverstanden, Herr Schneuwly ! Nur dürfen Sie nicht vergessen, dass es hier auf dieser Seite nur um Unterhaltung ( während der bezahlten Arbeitszeit ) und möglichst viele Google-Clics geht.

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  • Anonym am 16.02.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Löschen statt Sperren und keine Zensur

    Gewisse Kräfte laden illegale Pornographie auf normale Porno Stream Seiten und natürlich auch auf ganz normale Webseiten etc, damit diese dann gesperrt werden. Löschen statt Sperren und zwar nicht die Seite sondern nur die illegalen Inhalte!

  • katja am 16.02.2012 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Machst einen auf ahnungslos

    Du wusstest doch ganz genau nach was du suchtest Alex. Meiner Meinung nach machst du hier einen auf ahnungslos, war alles ja ein reiner Zufall??? Das sollen wir dir glauben?

    • mMee am 16.02.2012 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist hier Ahnungslos?

      Liebe Katja, das Internet ist nicht Harmlos ;-) Irreführende Verlinkungen, absichtlich falsche Layouts und Texte etc. Ich hab schon mal auf einen Link geklicht, der mich eigentlich zu Fotos der damals (brandneuen) Ducati 1098S bringen sollte, gelandet bin ich auf einer Russischen Pornosite und jedes meiner Spy- / Malware Programme spuckte mir eine geblockter Vorgang / isolierten Virus Meldung am Laufband aus.

    • Andi am 16.02.2012 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Keine ahnung

      Hallo wen du keine ahnung hast schreib hier bitte keinen unsinn.. Ich war auch mal auf so einer seite gestossen aber NICHT WEIL ICH SIE GESUCHT HABE..sondern weil ich irgedwie verlinkt worden bin.

    • Michael Frei am 16.02.2012 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Muss nicht sein 

      Also ich bekam so eine Meldung auch schon mal bei der Pornoseite meiner Wahl, auf der ich schon seit längerer Zeit zu Gast bin. Eine Woche später war die Seite wieder entsperrt.

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  • Peter Zweck am 16.02.2012 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Die Sperre ist ein Witz

    Trägt unter den Netzwerkverbindungen den DNS von Google ein (8.8.8.8). Und schon lassen sich alle Seiten wieder aufrufen! ;)

    • Chris am 16.02.2012 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      sagt doch den idioten noch wis geht.

      Super! Das hast Du aber gut gemacht! willst Du nicht noch eine URL mit den Besten Links reinstellen. Nur Sagen wie es geht, es sind ja alle auf der Welt IT experten..

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Bruno Wermuth ist Sexualberater und Sexualpädagoge mit eigener Praxis in Bern. Als «Doktor Sex» beantwortet er drei Mal wöchentlich Fragen zur schönsten Nebensache der Welt und im «Sexblog» spricht er das aus, was andere nicht zu denken wagen. www.brunowermuth.ch


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