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Weltreise

13. Februar 2015 06:03; Akt: 13.02.2015 09:57 Print

Bieler Abenteurer von Delfinen gerettet

von Albina Muhtari - Ein Bieler beschliesst, sein altes Leben hinter sich zu lassen und auf dem Töff drei Jahre um die Welt zu reisen. Seine Erlebnisse hat er nun in einem Buch veröffentlicht.

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Dreieinhalb Jahre lang hat der Bieler Dylan Samarawickrama die Welt auf seinem Motorrad bereist. Zurück in der Schweiz veröffentlichte der 44-Jährige seine Erlebnisse in einem Buch und geht jetzt mit seinen Geschichten auf Tour.

«Angefangen hat alles im Winter 2010. Ich führte damals eine Autogarage im Glarnerland, doch ich war nicht zufrieden mit meinem Leben», sagt Samarawickrama, «ich wollte etwas anderes sehen.» Als sich nach kurzer Zeit die Gelegenheit ergab, die Garage zu verkaufen, überlegte Samarawickrama nicht lange.

Reisen wie Marco Polo

Wenige Wochen später begab sich der Bieler auf seine Reise. Wie lange diese dauern und wohin sie ihn führen würde, wusste er damals nicht. «Ich wusste nur, dass ich mit meinem Motorrad die Welt umrunden wollte», so der gebürtige Singhalese. Reisebücher habe er keine studiert. «Wenn man reist, dann sollte man Orte so entdecken, wie Marco Polo es getan hat. So ist man auch nicht enttäuscht, wenn etwas nicht wie im Reiseprospekt aussieht.»

Seine erste Route führte ihn über Russland nach Südskandinavien. Dann machte sich Samarawickrama auf Richtung Süden, durchquerte den Balkan und die Türkei sowie Syrien, Jordanien und Ägypten.

«Wenn ich jetzt die Nachrichten sehe, könnte ich weinen»

Kurz nach dem Start seiner Reise habe sich der Arabische Frühling mit den ersten Unruhen in der Region bemerkbar gemacht. Heute sei eine Reise nach Syrien undenkbar. «Die Leute dort waren einfach unglaublich nett», erinnert sich Samarawickrama, «wenn ich jetzt an diese Menschen zurückdenke und die Nachrichten sehe, könnte ich weinen.»

Seine Reise führte Samarawickrama weiter bis nach Indien und von dort aus via Südostasien nach Australien. «Ich reiste dann via Kanada in Richtung Panama. Dort angekommen war die Strasse jedoch plötzlich zu Ende. Vor mir befand sich ein Dschungelsumpfgebiet, zudem war die Gegend berüchtigt für ihre Bandenkriege und Entführungen.»

Floss mit Motorradantrieb

Samarawickrama beschloss ein Floss zu bauen und den Seeweg nach Kolumbien zu nehmen. «Ich habe zehn leere Ölfässer in zwei Reihen mit Metallröhren verbunden. Das Motorrad habe ich darauf gestellt und einen Antrieb konstruiert, damit das Floss von dem Motorrad angetrieben wurde.»

Doch das Unternehmen erwies sich als schwieriger als gedacht. Der gelernte Automechaniker kannte sich auf dem Meer nicht aus und wurde samt Floss von einer Strömung ins Meer gerissen. «Ich trieb 130 Kilometer von der Küste entfernt und verlor die Orientierung», erinnert sich der Bieler. Dort fuhr er tagelang im Kreis und geriet in zwei Stürme.

Wände aus Wasser

«Wenn man nur von Wänden aus Wasser umgeben ist, weiss man nicht, ob man da lebend wieder rauskommt. Doch dann geschah etwas, was man nur im Kino sieht. Da waren plötzlich Delfine und ich hatte das Gefühl, sie wollten mir den Weg hinaus zeigen.» Samarawickrama fuhr den Tieren hinterher und gelangte in eine Strömung, die ihn an die Küste schwemmte.

Wie die Reise ausgegangen ist, erzählt der Bieler auf seiner Lesetour «Am Ende der Strasse». «Ich habe vieles gesehen, was mein Leben verändert hat», sagt der 44-Jährige. «Wir versuchen unser Leben mit materiellen Dingen zu erfüllen, doch zum Glücklichsein braucht es mehr.» Davon will er seinen Zuhörern erzählen sowie Dias und Videos zeigen. «Dann werden sie auch die Geschichte mit den Delfinen glauben.»

Der nächste Vortrag findet am 13.02. im Hotel Weisses Kreuz in Lyss statt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chiara am 13.02.2015 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat viel Glück gehabt

    Wunderbar was er erlebt hat,statt im Glarnerland zu versauern.Man lebt wirklich nur einmal.

  • Resu am 13.02.2015 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Einfach nur toll! Es ist halt nicht einfach alles über den haufen zu schmeissen. Es braucht mut und auch ein kleines finanzielles polster.

  • ilse am 13.02.2015 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo

    Bravo für soviel mut. er hatte wohl ne menge schutzengel....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ursula Hug am 14.02.2015 01:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin in Gedanken mit dabei.

    Werde das Buch sehr wahrscheinlich auch lesen. Da ich gehbehindert bin und noch andere Gebresten habe kann ich leider nicht selber solche Erlebnisse machen. Doch lesen und in Gdanken dabei sein kann ich. Darum lese ich gerne solche Bücher.

  • Anja am 13.02.2015 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Ob das nun absichtliche hilfe war der delfine, oder bloss zufall steht wohl nicht ganz fest. Aber hut ab! Ein mann der sowas tut weiss wie man lebt! Würde es ihm gerne gleich tun!

  • Delph In am 13.02.2015 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück waren da Delphine

    Zum Glück waren da die Delphine, wer sonst würde diesen Bericht in der Zeitung sehen wollen oder das Buch kaufen. Super Marketingstrategie des Ex-Garagisten.

    • Fred am 13.02.2015 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ohne Delphine kein Buch

      Ich.würde eher sagen, ohne Delphine gäbe es gar kein Buch, höchstens eine Vermisstenanzeige.

    • Neptun am 13.02.2015 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Go Flipper!

      Nunja, wenn du oft über Wassertiere lesen würdest, hättest du wissen können das Delphine, so wie Orkas/Schwertwale zu dem Sicherheitsdienst der grossen Gewässer gehört. Gibt viele Geschichten,Bilder und Videos von solchen Fällen ;)

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  • Hans Peter am 13.02.2015 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Herz

    Tiere > Menschen... Bedenklich

  • Chicco am 13.02.2015 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    Ich will auch aber kann nicht, habe leider eine kranke Frau zuhause wo pflege braucht mache dass gerne, aber neben der arbeit übrigens 100% wird es mir manchmal zuviel !! Und dann denke ich wäre es schön einfach gehen.

    • Sandra am 13.02.2015 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Geniessen, solange es möglich ist!

      Dann gönne es dir doch, ab und zu "auszubrechen"! Sofern ihr euch das finanziell leisten könnt, kann sich in deiner Abwesenheit auch ein Pfleger um deine Frau kümmern. Ich bin auch krank (MS) und will aber, dass immerhin mein Mann das Leben noch in vollen Zügen geniessen kann. Ich bin zu schwach zum Reisen, deshalb geht er öfter alleine und wir stellen sicher, dass sich in der Zeit jemand anderes um mich kümmert. Es war mein Vorschlag und zuerst wollte er nicht, da er ein schlechtes Gewissen hatte. Ich konnte ihn jedoch dazu überreden und mittlerweile kann er diese Urlaube sehr geniessen.

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