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Mövenpick Wein

10. August 2016 13:45; Akt: 19.01.2017 15:22 Print

Die Nase schmeckt den Wein

von Mövenpick Wein - Welche Rolle die Optik eines Weins bei der Degustation spielt, haben wir an dieser Stelle bereits letzte Woche erklärt. Doch noch viel wichtiger als der optische Eindruck sind Nase und Gaumen.

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Der Geruchssinn ist der aussagekräftigste unserer Sinne. Die Nase kann etwa 10.000 Düfte unterscheiden, im Vergleich dazu wirkt unser Geschmackssinn mit lediglich vier (oder fünf, wenn man das neu entdecke Umami hinzuzählt) Geschmacksrichtungen wenig verlässlich. Jeder, der sich schon einmal eine ordentliche Erkältung zugezogen hat, weiss: selbst wenn Nahrungsmittel schon im Mund sind, «schmecken» wir weiterhin nur dann etwas, wenn wir auch den Duft der Speise oder des Getränks in der Nase haben. Grund dafür sind die Rezeptoren der Nase, die mit dem Gaumen verbunden sind.

Entscheidend ist das Bouquet

Nehmen Sie sich bei einer Degustation also genügend Zeit, das Bouquet des Weines zu erforschen. Der Duft, den der Wein im Glas verströmt, ist von grösster Bedeutung für den Gesamteindruck. Dabei empfiehlt es sich, den Wein im Glas zu schwenken, um die gesamte Vielfalt der olfaktorischen Eindrücke aufnehmen zu können. Die Noten, die sie dabei riechen werden, reichen von blumigen Noten über Kirsche und Vanille bis hin zu Holznoten.

Der Geschmack rundet den Gesamteindruck ab

Schliesslich sollte der Wein aber auch gekostet werden. Versuchen Sie dabei, sich noch einmal zu erinnern, welche Eindrücke Sie beim Riechen des Weines gesammelt haben. Manche Weine werden Sie an diesem Punkt aber auch noch mit Noten überraschen, die Sie vorher nicht erahnt haben. Durch das sogenannte «Kauen», also das Verteilen des Weines im Mund, werden alle Geschmacksnerven angesprochen. Auf der Zungenspitze werden andere Geschmäcker wahrgenommen als an der Wurzel. Wichtig ist dabei auch das Mundgefühl. Es gibt Aufschluss über Säure- und Tanningehalt eines Weines. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Mund zusammenzieht, dann lässt das auf einen säurebetonten Wein schliessen. Eine pelzige oder raue Note von Trockenheit wird als Adstringenz bezeichnet und ist auf die Tannine - also die Gerbstoffe - im Wein zurückzuführen. Im Idealfall verleihen diese Tannine dem Wein Kraft.

Sauerstoff als Geschmacksverstärker

Beim Degustieren sollten Sie versuchen, Luft in den Mund zu saugen. Der Sauerstoff hilft dabei, den Geschmack und somit auch den Wein als Ganzes zu erfassen. Abschliessend gilt es noch, auf den Abgang des Weines zu achten: Wenn Sie den Wein noch lange am Gaumen schmecken können, haben Sie vermutlich einen guten Tropfen degustiert. Aber auch kurz angebundene Weine können schnellen und unkomplizierten Genuss bereiten.

Ebenfalls wichtig bei einer Degustation sind die richtige Temperatur, eine passende Umgebung und die richtige Reihenfolge der Weine. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr. Unser Fachpersonal in einem Weinkeller in Ihrer Nähe kann Ihnen aber auch heute schon bei einer kostenlosen Degustation in Ihrer Nähe beratend zur Seite stehen.

Weinkenner wird man nicht von heute auf morgen, doch der Weg zum Ziel ist ein ganz besonders schöner und genussreicher.

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