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Mövenpick Wein

09. Juni 2016 15:06; Akt: 09.06.2016 15:16 Print

Geschmackssache: Wie kann ein Wein trocken sein?

von Mövenpick - Wer gerne Wein trinkt hat sich beim Blick in die Weinkarte vielleicht schon mal gefragt, was die Geschmacksstufen trocken, halbtrocken, lieblich oder süss eigentlich bedeuten. Wie kann es sein, dass Weine, die aus ein und derselben Rebsorte gekeltert wurden, mal trocken und mal süss schmecken? Der Mövenpick Wein Blog klärt Weinfreunde und die, die es noch werden wollen, auf.

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Der Zuckeranteil ist ausschlaggebend

Ausschlaggebend für den lieblichen oder süssen Geschmack eines Weins ist der Restzuckeranteil. Gemeint ist damit die Gesamtmenge des Zuckers, die der fertige Wein enthält. Fragt man echte Trockentrinker, so beschäftigen sie sich mit Weinen, die höchstens 9 Gramm Restzucker pro Liter aufweisen, liebliche Weine enthalten laut einer EU-Regelung 18-45 Gramm Restzucker pro Liter. Alles darüber wird als süsser Wein bezeichnet. Doch handwerklich hergestellte Weine enthalten nur natürliche Bestandteile. Industriezucker oder Süssstoff werden hier nicht hinzugefügt. Wie kommt also der Zucker in den Wein?

Der Winzer sichert den Zucker

Die Antwort lautet, dass der Zucker gar nicht in den Wein kommt, sondern von Anfang an da ist. Trauben enthalten von Natur aus Traubenzucker, Fruchtzucker und Säuren wie Wein- und Apfelsäure. Je reifer die Trauben sind, desto weniger Säure und desto mehr Zucker ist in ihnen zu finden. Werden die Trauben nach der Lese vergoren, wandeln Hefebakterien den Zucker in Alkohol um. An dieser Stelle greift der Winzer ein, wenn er keinen trockenen Wein keltern möchte. Um den Gärungsprozess zu stoppen, kann er den Wein filtern, schwefeln und unvergorenen Most hinzu geben. Lässt er den Wein fast oder komplett durchziehen, entsteht ein trockener Wein mit hohem Alkoholgehalt.

Der Geschmack entscheidet

Doch der Geschmack von Wein, also die Wahrnehmung von «trocken» oder «süss» ist nicht allein von der Restsüsse abhängig, sondern vielmehr vom Zusammenspiel sämtlicher Weininhaltsstoffe. Wein als das vielleicht komplexeste Konsummittel, welches der Mensch je hervorgebracht hat, lässt sich nicht nur auf diese eine Komponente runterbrechen. Restzucker, Alkoholgehalt und Weinsäure spielen zusammen. Beim Rotwein kommen noch die Tannine, also die pflanzlichen Gerbstoffe aus der Traubenschale hinzu und nehmen Einfluss auf den Geschmack des Weins. Hohe Säurewerte können einen Teil der vorhandenen Süsse geschmacklich neutralisieren, während hohe Werte bei der Fruchtintensität und beim Alkohol einen trockenen Wein oftmals «süsser »schmecken lassen. Dies ist der Grund, weswegen manche Weine mit niedriger Säure und hohem Alkoholgehalt unverkennbar süsslich erscheinen, obwohl ihr Restzuckergehalt sehr gering ist.

Welcher Wein einem Weintrinker jedoch am besten schmeckt, lässt sich nur über Ausprobieren herausfinden. Bei Mövenpick Wein finden Sie Weine jeglicher Geschmacksstufen und sind darüber hinaus noch herzlich zu einer kostenlosen Degustation in einem Weinkeller in Ihrer Nähe eingeladen.

Mövenpick Wein

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