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Mövenpick Wein

26. Mai 2014 09:00; Akt: 09.06.2016 08:55 Print

Die vieldiskutierte schwefelige Säure

Sie wird nach dem Ende der Gärung praktisch allen Weinen beigegeben und schützt ihn langfristig vor Oxidation und unerwünschten Mikroorganismen.

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Natürlich ist Schwefel im Wein keine besonders schöne Vorstellung. Jedoch wäre Wein ohne Schwefel das weitaus grössere Übel! Nichtsdestotrotz halten sich die hartnäckigsten Mythen zu diesem Thema praktisch unauslöschlich in der Weinwelt: Da ist zum einen von dubiosen, mit Schwefel pfuschenden Winzern die Rede und zum anderen von den ach so schrecklichen, schwefelbedingten Kopfschmerzen. In den USA ist der Zusatz „contains sulfites“ auf dem Weinetikett Vorschrift, seit im Zuge einer haltlosen Studie ein Zusammenhang zwischen Schwefel im Wein und Asthma „nachgewiesen“ wurde.

Hierzu eine Gegenfrage: Welchen Vorteil hat ein Winzer davon, mit Schwefel zu „pfuschen“? Man kann mit der Schwefelung weder die Produktionsmenge entscheidend erhöhen, noch irgendwelche Fehler im Wein ausbügeln. Im Gegenteil: Zu viel Schwefel im Wein schmeckt scheusslich. Daher bleiben die meisten qualitätsbewussten Winzer weit unter den ohnehin schon geringen, vom Gesetzgeber streng vorgeschrieben Höchstmengen im Umgang mit schwefeliger Säure zurück.

Auch die schwefelbedingten Kopfschmerzen sind ein Mythos, sofern beim Geniesser keine ganz besonders exotische Allergie vorliegt. Die Ursache für 90% der auftretenden Kopfschmerzen nach Weinkonsum ist – ob wir es wahr haben wollen oder nicht – Dehydrierung nach umfangreichem Genuss. Vorsorgliches Wassertrinken während dem Weingenuss sorgt hier für Abhilfe. Daneben kann eine Histaminunverträglichkeit zu Kopfschmerzen führen. Histamin ist ein Stoffwechselprodukt der Hefe, ist im Wein unvermeidbar und hat beim besten Willen nichts mit Schwefel zu tun.

Übrigens: Der Einsatz von Schwefel als Anti-Oxidanz ist in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet, wird jedoch bei keinem anderen Lebensmittel so viel diskutiert wie beim Wein. Wussten Sie, dass eine 200 Gramm-Packung Dörraprikosen etwa zehnmal so viel Schwefel enthält, wie eine Flasche Wein? Hat sich bei Ihnen jemals irgendwer über Kopfschmerzen oder Asthma nach dem Verzehr von Dörraprikosen beklagt?

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