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Trolltunga, Pamplona

19. September 2015 16:30; Akt: 19.09.2015 16:30 Print

Die gefährlichsten Orte für ein Selfie

Auch wenn es noch so verführerisch ist: Hier sollte man keine tollkühnen Schnappschüsse wagen.

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Um sich auf Instagram und anderen sozialen Plattformen gegenseitig zu übertrumpfen, gehen Traveller immer höhere Risiken für das perfekte, Neid erzeugende Foto ein. Auf der Trolltunga in Norwegen kam es vor zwei Wochen aus genau diesem Grund zu einem tödlichen Unfall. Die 24-Jährige Australierin Kristi Kafcaloudis stürzte in den 700 Meter tiefen Abgrund, weil sie einer Touristengruppe auswich, die ein Foto machen wollte.


«Wir haben nur darauf gewartet, dass so etwas passiert», wird Reiseveranstalter Thomas Ruud von der australischen Newsagentur Associated Press zitiert. Aufgrund von Bildern, die auf Social Media geteilt wurden, sei die Popularität der Felszunge in den letzten Jahren explodiert. «Es gibt viele unerfahrene Besucher, die nicht die nötige Fitness haben und mit einer unglaublich schlechten Ausrüstung wandern», sagt der Einheimische.


Mit dem Kjeragbolten verfügt Norwegen über einen weiteren Fotostopp, auf dem man lieber keine allzu dollen Spässe treibt. Auch dieser Spot hat sich dank Social Media zum Besuchermagneten entwickelt.

#Norway #kjerag #kjeragbolten #hiking #newchallenge

Ein von MR Wing Shing (@mrwingshing) gepostetes Foto am


Für besonders viele Likes übertrumpfen sich die Besucher gegenseitig mit gefährlichen Fotoposen. Unter dem Felsblock geht es fast 1000 Meter in die Tiefe.

Jumping on a rock! #kjeragbolten #hall6 #clemsSEEseurope

Ein von Clement See (@clemssee) gepostetes Foto am


Doch nicht nur in Norwegen vergessen Touristen in ihrer Euphorie die Sicherheit. So machen Lebensmüde inzwischen sogar während der Stierhatz in Pamplona Selfies. Ein Mann wurde letztes Jahr polizeilich gesucht, weil er durch sein waghalsiges Verhalten andere gefährdet hatte.

#bullrunselfie #pamplona #runningofthebulls #selfie

Ein von Luke Backo (@lukebackwards) gepostetes Foto am


In den USA haben sich derweil die Bear-Selfies durchgesetzt. Besonders in der Region um Lake Tahoe machten Naturfreunde so viele Selfies mit Grizzly-Bären in allernächster Nähe, dass sich die Parkleitung gezwungen sah, eine offizielle Warnung auszusprechen. In Colorado wurde ein Park wegen der übermütigen Selbstporträt-Knipser sogar geschlossen.


Geographic Harbour in Alaska. Momma Bear is fishing whilst her cub is trying to eat a GoPro. #bearselfie

Ein von seanssd (@seanssd) gepostetes Foto am


Happy birthday you crazy fuck 🍻 #bearselfie

Ein von Aaron Parkin (@aar0nparkin) gepostetes Foto am


Zu Unfällen ist es auch schon am Grand Canyon gekommen, wo Touristen ebenfalls möglichst eindrücklich Fotos schiessen möchten, die beweisen, wie nahe am Abgrund sie waren.

#grandcanyon #southrim 👌🏼 #sunskis

Ein von sirimorkeset (@sirimorkeset) gepostetes Foto am


(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • simon am 19.09.2015 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles hat sein preis

    schön ,wir leben im zeitalter der selbstdarstellung! jeder braucht seine 5 minuten ruhm. scheint zum lebensinhalt für viele leute geworden zu sein. auch nicht schlimm wenn dann einer von diesen mal von der kante fällt;) kein grosser verlust für die welt:)

    einklappen einklappen
  • MeU am 19.09.2015 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selfies früher...

    mein grossvater wollte auch einmal ein selfie von sich, der grossmutter und dem auto machen. kamera auf stativ. dann merkte er, dass das auto (jg ca 1950) nicht ganz drauf kommen würde. er packte das stativ, schritt rückwärts, nur da war ein abhang. er stürzte hinunter, kam zum glück mit dem schrecken davon. aus dem selfie wurde nichts.. ;-)

  • Wandervogel am 19.09.2015 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Unten vs. Oben

    Unten ist man immer schneller als oben ^^

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans am 20.09.2015 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Leben wegwerfen

    Sieht so aus als ob einiege ihrem Leben nicht viel Wert bei messen. Paar Sekunden Unaufmerksamkeit und schon ist es vorbei. Hauptsache die Selfies bleiben für ewig in der Datenwolke...

  • Roger am 20.09.2015 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War dort. War krass.

    Wir konnten ein Gruppenphoto mit CH- Flagge machen :) Die Wanderung nach Oben ist die reinste Tortur, vorallem wenn man am Vorabend noch trinkt. Also liebe Trolltunga-Besteiger: Es lohnt sich, aber bereitet euch GUT vor. One-way ca. 4-5 Stunden.

  • Sehr schöne Bilder am 20.09.2015 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wo besteht der Unterschied

    in Turnschuhen aufs Matterhorn zu kraxeln, mit Kindern den Mount Everest zu erklimmen, Berufeswegen in Kanalisationen, Kohlen, Diamant oder einfach Untertag ( Tunnelbau) sein Leben zu riskieren.Eine Zecke hat mein Leben grundlegend negativ verändert, sie war gerade mal 3 Milimeter gross. Ps , finde die Aufnahmen grandios. Ich kann leider nie mehr so etwas machen.

  • Markus W. am 20.09.2015 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    geniesst es

    ich bin nicht mehr 20.... wenn ich mich überhaupt auf diese Aussichtspunkte wagen würde, dann würde ich bestimmt kein Selfie machen können weil ich viel zu angespannt wäre. Habe früher mal Fallschirmsprung gemacht, heute fahre ich Motorrad und gehe tauchen.... also ganz risikofrei lebe ich auch nicht ;-) Finde es nur witzig wie die Medien diesen Hype auch noch fördert - und wenn mal 10 Leute pro Jahr dort umkommen, auf den Strassen werden täglich mehr Menschen getötet, man soll nicht immer aus jedem Risiko gleich ein Drama machen...

  • Herzklopfen am 20.09.2015 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höhenangst

    Höhenangst ist ein natürlicher Schutz, damit man nicht solche waghalsigen Sachen macht und sein Leben riskiert!

    • Tanja am 20.09.2015 19:20 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      ich kann mir schon fast die Fotos nicht anschauen....

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