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Westaustralien

07. Dezember 2016 13:27; Akt: 07.12.2016 13:27 Print

Die felsigen Wunder von Karijini

von Andreas Hauri - Der westaustralische Nationalpark Karijini ist ein geheimnisvoller Flecken Erde. Seine Pfade führen zu den spektakulärsten Naturschätzen des Outbacks.

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Bei Sonnenaufgang werden die Besucher des Karijini Nationalparks Zeugen einer atemberaubenden Morgendämmerung, die zu den schönsten Naturschauspielen gehört, die diese Gegend im Outback von Westaustralien, weit weg von zu Hause, zu bieten hat. Elegant und anmutig stehen die Eukalyptusbäume, die die Australier Snappy Gums nennen, da. Das luxuriöse Safari-Zelt im Karijini , dem einzigen Hotel weit und breit. Die beste und wohl einzige Adresse für Glamping - der Luxus-Variante von herkömmlichem Camping: Bequeme Betten und Kissen, eine gute Küche und eine private halboffene Dusche mit Blick ins Freie. «No news is good news», sagen die Australier. Hier draussen gibt es kein Netz, keine Anrufe und schon gar keine Mails zu beantworten. Dafür Sterne, so weit das Auge reicht. Natürlich kann man auch auf eigene Faust im Nationalpark übernachten. Karijini hat hierfür eigens gekennzeichnete Campingplätze und Feuerstellen. Zeit für ein Barbecue und etwas Sinnlichkeit. Für Wanderer ein Paradies: Die Aussicht vom Mount Bruce: Hügelketten, die ein goldgrünes Gewand aus Spinifix-Gras tragen. Aus dem Boden ragen allerorts schöne Wildblumen. Wildblumen der Gattung Mulla Mulla, die darauf hindeuten, dass im Karijini Nationalpark Naturschätze von unvorstellbarer Schönheit verborgen liegen. Veilchenblau blüht es hier auch, Westaustralien ist bekannt für seine Vielfalt an Wildblumen. Hübsch und zäh sind sie, die Königinnen von Karijini. Ohne Auto geht hier gar nichts, das riesige Gebiet von Karijini erstreckt sich über eine Fläche von 6274 km². Das entspricht in etwa der Grösse von Luxemburg. Die Steppe will erkundet sein, immerhin sind die unbekannten Wege, wie ein Australisches Sprichwort sagt, die Geschenke des Lebens. Und nicht etwa umgekehrt. Blick in die rote und felsige Dales Gorge, eine langgezogene und breite Schlucht im Norden des unfassbar schönen Naturreservats. Nicht selten beherbergen die Schluchten von Karijini natürliche Wasserlöcher. Wanderer auf dem Weg in die Dales Gorge: Der Pfad lässt Besucher trittsicher in die Tiefen der rostroten Schlucht steigen. Rot wird hier sowieso alles. Ausser die grazilen Snappy Gums alias Eukalypten, die bleiben elegant und weiss, als würde ihnen der rote Sand und Staub nichts anhaben können. Für Wanderer sind die Schluchten von Karijini ein besonders beliebtes Ziel. Je tiefer man steigt, desto stärker leuchten die roten Felsen. Karijini ist ein kontrastreiches Naturspektakel. Wie von Hand gemacht: Gesteinssedimente mit eisenreichen Ablagerungen. Knorrig und verwunschen säumen uralte Bäume den Weg ins Innere der Dales Gorge. Zwei Wanderer, die sich gerade lauthals darüber streiten, ob das jetzt Flughunde oder Fledermäuse sind, die da oben in den Baumkronen hängen. Ein kontroverser und oft geführter Streit unter Wanderern. Es handelt sich um Flughunde beim Mittagsschläfchen. Durch das Dickicht der Bäume beginnt es türkisblau zu schimmern. Gestatten, der Fern Pool. Einer der schönsten Naturschätze von Karijini. Idylle pur! Hier gönnt man sich ein kühles Bad im klaren Nass. Ein exotisches Biotop im Inneren der Schlucht. Hier auf dem Weg ans andere Ende der Dales Gorge, in Richtung Circular Pool. Nicht weniger bezaubernd: Der Circular Pool und das ständig fliessende Wasser des Fortescue Wasserfalls. Für Abenteuerlustige, die sich nicht allein mit Wandern zufriedengeben, bietet sich <a href="http://westozactive.com.au/" target="_blank">Canonying</a> an. Hier geht man gesichert und in einer Gruppe auf Entdeckungstour in die weniger leicht zugänglichen Schluchten von Karijini. Ein Abenteuer, bei dem selbst Indiana Jones blass werden würde. Gestatten, die Red Gorge. Beim Canonying hangelt man sich durch die engen Felsspalten und klettert sachte und behutsam kleinere Wasserfälle hinab. Keine Angst, man ist natürlich gesichert. Dafür wird man mit solchen Bildern belohnt! Stuckaturen von Steinsegmenten, bei deren Anblick wohl jeder Geologe urplötzlich Glücksgefühle verspüren würde. Natürlich kann man sich hier auch treiben lassen. Etwa so, auf Gummireifen. Paradiesisch, nicht wahr? Das schöne am Canyoning ist, dass man via Gewässer die vielen zusammenhängenden Schluchten entdecken kann. Und keine Gorge gleicht der anderen. Ein Plätzchen zum Verweilen in der Hancock Gorge von Karijini. Der Handrail Pool in der Weano Schlucht, ein geheimnisvolles Naturschauspiel, das auf dieser Welt noch seinesgleichen sucht. Teilweise gehört beim Klettern in den Schluchten auch etwas Mut dazu, klar. Aber sind wir ehrlich, würden Sie sich so etwas entgehen lassen? Eben.

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Elegant und erhaben wirken die unzähligen Eukalyptusbäume im roten Licht der aufgehenden Morgensonne von Karijini. Mit ihrer elfenbeinweissen Rinde und den grün belaubten Kronen scheint es fast so, als wären sie sich ihrer kontrastreichen Schönheit vollends bewusst. Im Karijini Nationalpark, weit weg von zu Hause, hat Mutter Natur dieses Wechselspiel aus Farben wie ein Mantel über das ganze Outback gelegt. Feurig rote Dünen gehen hier in saftig grüne Oasen über, während goldgelb überwachsene Hügelketten urplötzlich ins Innere einer schroff abfallenden Schlucht führen — in der verborgen und geheimnisvoll ein Wasserfall plätschert.

Im Herzen der westaustralischen Pilbara gelegen, erreicht man Karijini über die staubige Piste des Warlu Way, dem Weg der Seeschlange, der durch die ganze Region führt. Der Park gehört mit einer Fläche von 6274 km² — was etwa der Grösse von Luxemburg entspricht — zu den grössten Naturschutzgebieten weltweit. Ein riesiges und zugleich geheimnisvolles Wander- und Kletterparadies inmitten unberührter Wildnis. Allein die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere der farbigen Wildblumen, die im Sonnenlicht wie Juwelen aus der ockerfarbenen Erde ragen, verraten, dass hier Naturschätze von unfassbarer Schönheit verborgen liegen.

Die Dales Gorge

Zu den spannendsten Ecken von Karijini gehören zweifellos die vielen steilwandigen und grossen Schluchten: Vier Milliarden Jahre Erdgeschichte liessen in diesem staubigen Hochplateau tiefe und breite Gesteinsspalten zurück, deren natürliche Wasserpools Wanderer und Camper heute zum Baden einladen. Eines dieser felsigen Naturwunder ist die Dales Gorge, eine Schlucht im Norden des Nationalparks, wo die Fortescue Falls mit den Wasserlöchern Fern Pool und Circular Pool liegen.

Wandert man über die riesige Abbruchkante hinab zu den Gewässern der Schlucht, beginnt der Stein der Felswände, je tiefer man steigt, rostrot zu leuchten. Und man kommt kaum aus dem Staunen heraus: Auf dem Pfad ins Innere dieser Jahrmillionen alten Senke spielt sich urplötzlich ein faszinierendes Naturschauspiel ab: Ein exotisch belaubtes Biotop tut sich auf, das zwei, drei hundert Meter zuvor, noch undenkbar gewesen wäre. Der sandige und rote Felsstein weicht nun mit jedem Schritt, einer saftig grünen Idylle mit hochgewachsenen Akazien.

In den Laubkronen der Bäume erspäht man Hals über Kopf hängende Flughunde. Man hört Vögel und sieht Echsen, die sich auf warmem Felsstein sonnen, während knorrige Bäume mit schwungvoll und langgezogenen Ästen den Pfad ins Innere der Schlucht säumen — Indiana Jones lässt grüssen! Nach einer Weile Fussmarsch schimmert jäh türkisblaue Farbe durch das Dickicht der Pflanzen: Der verwunschene Fern Pool liegt nur noch einen Steinwurf entfernt.

Heiliger Ort der Aborigines

Am Wasserloch angelangt, gönnt man sich ein Bad im kühlen Nass, lauscht dem Plätschern des Wasserfalls und geht vollends auf, in dieser Kulisse aus Geheimnis und Abenteuer. Ein träumerischer Flecken Erde, der nicht zuletzt den Ureinwohnern Australiens als heiliger Ort gilt: Hier, in der Dales Gorge am Fern Pool, bewahrten die einheimischen Aborigines ihr kulturelles Erbe für die kommende Generation auf und überlieferten einander die wohlbehüteten Geheimnisse dieser bezaubernden Gegend, in der sie seit fast 20'000 Jahren leben.

In der Bildstrecke sehen Sie die eindrücklichen Bilder von Karijini und seinen geheimnisvollen Schluchten.


Die Reise wurde unterstützt von Tourism Western Australia.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf Gysling am 07.12.2016 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toller Ort!

    Absolut genial dort. Einer der schönsten Flecken welchen wir bisher weltweit gesehen haben! AU Westküste ist eh viel schöner als Ostküste, hunderte km trifft man keine Menschenseele! Einfach toll!

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  • Ang07 am 07.12.2016 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    My facourite place down under

    Absolut empfehlenswert für alle, die etwas abseits der grossen Touristenströme etwas erleben möchten!

  • Bardo Jaeger am 07.12.2016 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Canonying zerstört die Natur

    Einzig wirklich negativer Punkt : Das Canonying ! Canonying zerstört die Natur nachhaltig, Orte wo Tiere in Ruhe nisten werden begangen und für diese Tiere unbrauchbar !!! Angebote welche Canonying beinhalten sind zerstörerisch - bitte nicht annehmen ! ( ich lebe bei einer Schlucht und konnte ebendies die letzten Jahre 1:1 beobachten !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pete G. am 08.12.2016 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Karijini National Park

    Einer der schönsten Orte, die ich ja in meinem Leben besucht habe! Ist mittlerweile über 15 Jahre her, seit dann kamen viele Länder und Kontinente dazu, diese Schluchten mit den klaren Bächen bleiben jedoch unvergesslich!

  • Exmouth am 08.12.2016 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Westernaustralia ist super schön

    Ein kleiner Geheimtipp für 4 Weel Freaks ist die Gibb River Road im Nordwesten. Broome to Darwin genial.

  • Anna B. am 08.12.2016 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nächstes Jahr im Juli...

    bin ich dort, juhuiiiiii! I love Down Under!!!:-)) Ich freue mich sehr auf die Tour von Perth nach Broome!

    • Exmouth am 08.12.2016 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Anna: Kleiner Tipp falls die

      Zeit reicht würde ich noch von Broome nach Darwin fahren und dort den Kakadu NP besuchen Juli ist die ideale Reisezeit für den Nordwesten. Ab Monkey Maia wird es wärmer.

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  • Andreas am 08.12.2016 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Meerwasser

    Western Australia ist leer - unendliche Weiten. Man trifft keine Menschenseele wenn man nicht will. Insbesondere vermeidet man die unsäglich rücksichtlosen chinesischen Touristengruppen, welche den Osten heimsuchen. Aber im Westen läuft halt auch nix. Ich persönlich musste kurzerhand einen Flug nach Melbourne buchen, um nicht den Verstand zu verlieren. Im Osten gibts Strände, Surfing, Haie und Party. Da ist definitiv mehr los. Und in den Hostels geht's manchmal ab...

    • alal am 08.12.2016 10:40 Report Diesen Beitrag melden

      das ist so...

      jeder, was er will. Ich für meinen Teil war viel lieber im Westen, denn für Strände und Party kann ich auch nach Spanien und Italien in die Ferien, dort muss man doch aber etwas länger suchen, um wirklich so in der Abgeschiedenheit zu sein. Allerdings hat es (leider) im Westen auch schon angezogen mit den Touristenströmen...nicht verwunderlich, so ein schöner Flecken Erde...

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  • WA 4ever am 07.12.2016 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erlebnis

    Ich liebe Western Australia und fliege im Januar in folge hin. Der Karijini National Park ist einmalig. Dort hab ich schon unter Freiem Himmel geschlafen hatte aber einen schreckmoment dort: als ich aufgewacht bin befand sich 5-10 Meter entfernt ein Dingo. Ich hab mich beinahe nicht mehr gewagt zu atmen. Trotz Schreck ein tolles Erlebnis

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