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Touristen-Infarkt

14. August 2017 15:04; Akt: 14.08.2017 15:04 Print

Keine Schlafplätze mehr – die Isle of Skye ist voll

Seit Wochen wird die schottische Insel von Besuchern überlaufen. Die Polizei warnt vor einer Anreise ohne Reservation. Schuld am Boom ist auch Harry Styles.

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Meldungen von Destinationen, die vom Massentourismus überfordert sind, häufen sich. Nach Spanien, wo Einheimische inzwischen gegen die Besucherhorden auf die Barrikade gehen, werden die Reisenden nun auch in Schottland zum Problem. Auf der Isle of Skye kann man den Ansturm nicht mehr bewältigen. Die lokalen Polizeibehörden warnten Touristen letzte Woche via Twitter, nicht ohne Hotelreservierung auf der Insel vor der Nordwestküste des Landes anzukommen. Zuvor waren Gerüchte laut geworden, wonach Besuchern sogar der Zutritt auf die Insel verboten worden sei, was die Polizei jedoch dementierte.

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«Wir sind auf dem Posten regelmässig mit Leuten konfrontiert, die keinen Schlafplatz haben und uns dann um Rat fragen», erklärt Sergeant Bruce Crawford gegenüber dem «Independent».

Auf Skye wird es im Sommer traditionell ziemlich voll – die Einwohnerzahl steigt von rund 10'ooo auf 60'ooo. In den letzten zwei Jahren hätten die Besucherzahlen laut Einheimischen aber enorm angezogen, schreibt die britische Tageszeitung. Zugeschrieben wird dies unter anderem auch Social Media und Musikvideos – etwa demjenigen zur Hit-Single «Sign of the Times» von Harry Styles – die die Beliebtheit des Eilands noch steigerten. Auch Szenen für die Blockbuster «Prometheus», «King Arthur: Legend of the Sword» und «Transformers: The Last Knight» wurden hier gedreht. Statt endloser Weite und menschenleerer Strände findet man auf Skye derzeit aber vor allem Warteschlangen und Staus, wie Bilder auf «Daily Mail» zeigen.

Niemand soll abgehalten werden

So sehr sich die Tourismusindustrie vor Ort über ausgebuchte Exkursionen und volle Hotels freut, fordern sie Politiker dennoch zu Massnahmen auf: «Es muss unbedingt in die Infrastruktur investiert werden: Strassen, Parkplätze, öffentliche Toiletten. Wir brauchen einen landesweiten Plan für nachhaltigen Tourismus», wird etwa Bed-and-Breakfast-Betreiberin Shaz Morton zitiert.


Bis dahin werden die Besucherhorden zur Rücksicht angehalten: «Fahren Sie vorsichtig, überlegen Sie sich, wo Sie hingehen und verlassen Sie das Gebiet so sauber und aufgeräumt, wie Sie es vorgefunden haben», schreibt das Polizeidepartement Lochaber & Skye auf Twitter. «Wir möchten niemandem von einem Besuch abhalten», so Sergeant Crawford, «aber ich möchte alle dringend bitten, ihre Reise vorab zu planen, wenn Sie nicht eine Nacht im Auto verbringen möchten.»

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Otto am 14.08.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Whisky

    Eine Sehenswürdigkeit wurde vergessen: Talisker! Gehört zum Feinsten, was Schottlands Destillerieen produzieren....

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  • Delfin am 14.08.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schönes Stück Erde

    Bei der Antwortauswahl fehlt: ich war schon mal dort und mir hat es sehr gut gefallen.

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  • Natur Schützen am 14.08.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr macht euch kaputt

    Nein. Sicher nicht in die Infrastruktur setzen. Was gebaut wird geht nie mehr weg. Noch mehr und noch mehr und noch mehr. Macht auf, es hät solangs hät.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schwyzer am 17.08.2017 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Preissensitivität nutzen

    Es ist eine Tatsache, dass die Nachfrage reziprok proportional zum Preis steht. Statt also immer mehr Nachfrage zu befriedigen (und damit die attraktive Landschaft mit Bauten zu verschandeln) könnte man die Preise soweit erhöhen, dass nur die nachhaltig verträgliche Anzahl Touristen kommt. Der Preisaufschlag kann der Bevölkerung gutgeschrieben werden (insbesondere jenen, welche auf einen Ausbau der Kapazitäten verzichten). Wo, wenn nicht in einem Clan oder Familienverband, kann sowas umgesetzt werden?

  • M.G. am 17.08.2017 10:32 Report Diesen Beitrag melden

    Adliger Widerstand

    kommt vor allem vom Clan Fraser und seinem Clan Chief, dem 16. Lord Lovat. Der engagiert sich seit Jahren gegen die totale Kommerzialisierung der Highlands, legt grossen Wert auf Bewahrung der Natur und fordert einen sanften Tourismus. Sein Name hat grosses Gewicht in Schottland denn sein Grossvater, auch ein Simon Fraser, war einer der Helden vom D-Day (der mit dem Dudelsackspieler am Strand von Landeabschnitt Sword). Der junge Simon Fraser nutzt das Renommée seiner Familie und wenn man Glück hat trifft man ihn in einem Pub in Inverness wo er mit Gleichgesinnten eine neue Protestaktion plant.

  • TomMot am 16.08.2017 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Business as usual

    Unteranderem Social-Media sei Dank. Hat immer Vor- und Nachteile. Beispiel. Ein äusserst arroganter Schweizer Fotograf bietet seit Jahren Fotoreisen auf Island an. Minimum 4 mal jährlich. Gleichzeitig ärgert er sich über steigende Touristenbesuche auf. Ja was hat er sich dabei wohl gedacht? Je mehr publiziert wird, desto grösser steigt die Nachfrage. Ist eigentlich mit allem so. Übrigens, er bietet auch Drohnenkurse an und regt sich über die Drohneninvasion mächtig auf;)

  • Der Beobachter am 16.08.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade auch um Island

    In Island steuert man ebenfall auf den touristischen Supergau hin. Alles ist mittlerweile überlaufen. Vor 8 Jahren war man oft alleine an einem Wasserfall, heute kommen die Busse uns damit Horden von Touristen im 10Minuten Takt. Amnahen Strand bei Vik sind immer haufenweise Touristen. Früher hatte man den Sonnenuntergang für sich alleine. Werde erst wieder nach der nächsten Krise nach Island reisen. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt auch nicht mehr!

    • Islandprofi am 16.08.2017 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      stimmt genau

      Leider hast du vollkommen recht - ich verkaufe seit fast 15 Jahren reisen nach Island und habe selbst x Jahre auf Island gewohnt ... seit einigen Jahren ist der Boom einfach nicht mehr normal und für die Isländer nicht mehr zu bewältigen ... :-(

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  • adima am 15.08.2017 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Saison

    Auf der Isle of Skye ist es im Herbst noch spezieller. Im Frühling dann ebenfalls, jedoch ziemlich frostig... Die Rauheit der Natur kommt im Sommer weniger zur Geltung. Ich mag es Wetter und Klima zu spüren, nicht nur Sonnenschein und blauer Himmel. Aber das ist Geschmackssache.

    • Hugo Scot am 18.08.2017 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @adima

      Schottland besucht man zwischen Mitte September und Mitte Mai. In dieser Zeit ist das Land noch urig und die Mensvhen haben Zeit. Skye ist leidef schon lange überlaufen, wir bevorzugen andere Inseln...

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