Reisen

Auf der Suche nach Inspirationen für Ihre nächsten Ferien oder Ideen für den geplanten Kurztrip?

 

Klicken Sie auf die interaktive Weltkarte!

Zur interaktiven Karte

Japanische Insel

16. Juli 2017 17:46; Akt: 16.07.2017 17:46 Print

Für Frauen ist dieses Weltkulturerbe gesperrt

21 Orte hat die Unesco neu in ihre Welterbe-Liste aufgenommen. Darunter die Insel Okinoshima, auf der nur Männer erlaubt sind. Nach einem Nacktbad.

Bildstrecke im Grossformat »
Per 2017 neu in der Liste der Unesco-Welterbe-Stätten: . Begründung der Unesco: «Die archäologischen Stätten auf der Insel sind intakt und dienen als chronologische Aufzeichnung davon, wie sich die lokalen Rituale vom vierten bis ins neunte Jahrhundert veränderten.» Begründung der Unesco: «Diese Landschaft wurde vom 18. Jahrhundert an von den Romantikern verehrt, die sie in Gemälden, Zeichnungen und Worten feierten.» Begründung der Unesco: «Die erdene Architektur hat die Modernisierung überlebt, die viele ähnliche Städte zerstörte.» Begründung der Unesco: «Das wichtigste Zeugnis für die Ankunft afrikanischer Sklaven auf dem amerikanischen Kontinent.» Begründung der Unesco: «Zeigt auf, wie die lokale Lebensart über Jahrtausende die Region geprägt hat.» Begründung der Unesco: «Ein herausragendes Zeugnis der 1000-jährigen M'ohi-Zivilisation.» . Begründung der Unesco: «Ein aussergewöhnliches Beispiel für modernen Urbanismus Anfang des 20. Jahrhunderts und seine Anpassung an den afrikanischen Kontext.» Begründung der Unesco: «Die hiesige Kunst und Architektur wurden zum Vorbild für andere Teile der Region und legten den Grundstein für den einzigartigen Khmer-Stil der Angkor-Periode.» Begründung der Unesco: «Der Mix unterschiedlicher Architektur-Stile - von traditionell-lokal über klassisch westlich bis hin zu kolonial.» Begründung der Unesco: «Die ummauerte Stadt aus dem 15. Jahrhundert verfügt über ein reiches architektonisches Erbe sowohl aus der Sultanzeit als auch Hindu- und Jain-Tempel aus späteren Perioden.» Begründung der Unesco: «Die Strassen der Stadt verlaufen rund um mehrere grosse archäologische Strukturen, unter anderem verschiedene Tempel, ein Theater und zwei Badehaus-Komplexe.» Begründung der Unesco: «Das Gelände ist wichtig für den Schutz einiger der letzten Flecken patagonischen Waldes. Es dient als Habitat für eine grosse Anzahl endemischer Tier- und Pflanzenarten.» Begründung der Unesco: «Hier finden sich einige der ältesten Zeugnisse gegenständlicher Kunst, die ein Licht auf die Anfänge des menschlichen Kunstschaffens werfen.» Begründung der Unesco: «Trotz ihrer Unterschiede haben es zwei Kulturen, die nordische und die der Inuit, geschafft, gemeinsam eine Kulturlandschaft basierend auf Tierhaltung, Weiden und der Jagd von Meeressäugern aufzubauen.» Begründung der Unesco: «Die geografischen und klimatischen Bedingungen haben eine einmalige Biodiversität ermöglicht. Mehr als ein Drittel der Pflanzen sowie sämtliche pflanzenfressenden Säugetiere auf dem Plateau sind endemisch.» Begründung der Unesco: «Zyklische Klimaveränderungen mit ausgeprägten Trocken- und Regenzeiten haben zu einer grossen Artenvielfalt geführt und ein Ökosystem von weltweiter Bedeutung geschaffen.» Begründung der Unesco: «Stellt einen wichtigen Beitrag zur globalen Produktion von Blei und Zink dar.» Begründung der Unesco: «Die Fresken gehören zu den seltensten Beispielen östlich-orthodoxer Wandmalerei.» Begründung der Unesco: «Die Einführung des Schiesspulvers führte zu grossen Veränderungen in der militärischen Technik und Architektur, die sich in diesen Festungen zeigen.» Begründung der Unesco: «Zeigt mehr als jeder andere Ort in Schwarzafrika die Veränderungen auf, die die Einführung des Christentums und die Ankunft der Portugiesen mit sich brachten.» Begründung der Unesco: «Ein Pilgerort für die drei monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam.»

Zum Thema
Fehler gesehen?

Einmal im Jahr steht Okinoshima 200 Besuchern offen. Allerdings nur mit Einschränkungen. Frauen ist der Zugang zur Insel im Südwesten Japans streng untersagt. Männer dürfen sie erst nach einem rituellen Nacktbad im Meer betreten. Nur Shinto-Priestern aus dem nahe gelegenen Munakata Taisha ist ein bedingungsloser Zugang zur heiligen Insel gewährt, um im dortigen Schrein aus dem 17. Jahrhundert zu beten.

Regeln bleiben trotz Welterbe-Status bestehen

Jeweils am 27. Mai, wenn der Matrosen gedacht wird, die während des Russisch-Japanischen Kriegs 1904/05 vor der Insel umkamen, mischen sich ganz kurz Fremde unter die eingeschworene Gruppe. Daran wird auch die Tatsache nichts ändern, dass die 97 Hektaren grosse Insel zusammen mit 20 weiteren Stätten den Status als Welterbe erhalten hat. «Wir werden Okinoshima auch dann nicht öffnen, wenn wir in die Unesco-Liste aufgenommen werden. Wir wollen keine Besucher, die nur aus Neugier kommen», hatte Oberpriester Takayuki Ashizu bereits letztes Jahr gegenüber der «Japan Times» gesagt.

Der Grund für das Frauenverbot wurde übrigens nie offiziell genannt. Eine Theorie besagt jedoch, dass Menstruationsblut im Shinto-Glauben als unrein gilt und weibliche Besucher auf der heiligen Insel deshalb unerwünscht sind.

Sehen Sie in der Bildstrecke die vollständige Liste der neuen Welterbe-Stätten.

(sei)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 16.07.2017 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja

    Es gibt auch Orte, die für Männer verboten sind. Das ist dann aber ok?

    einklappen einklappen
  • Weibchen am 16.07.2017 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weltkulturerbe Japonis

    Falls das die einzige Diskriminierung in Japan ist stört mich das überhaupt nicht!

    einklappen einklappen
  • Bettina W. am 17.07.2017 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weltkulturerbe = Geschlechterkampf

    hier geht es um Weltkulturerbe und ich lese in den Kommentaren nur, wie sich Männer und Frauen gegenseitig anfeinden. Wie traurig ist das denn?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 17.07.2017 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ohjeminee

    und mir verwehrt man jeweils den Zutritt in die Frauensauna, Frauenumkleide, Frauen WC, Frauenparkplätze. Einen Muttertag gibts auch, den man in Elterntag umbenennen könnte. Usw. Soll ich jetzt das gleiche Theater veranstalten?

    • Luna am 17.07.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      zur Info

      es gibt auch einen Vatertag ;-) aber ich finde das ganze auch total übertrieben. leute die sich über sowas aufregen sollten sich besser mal um die wichtigen sachen kümmern.

    einklappen einklappen
  • b. S. am 17.07.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    mehr Respekt gegenüber Frauen bitte.

    Mich entsetzen vor allem die abschätzigen Kommentare gegen Frauen. Jedes Männlein wurde mal unter Schmerzen von einer Frau geboren. Etwas mehr Respekt bitte.

    • Markus am 17.07.2017 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      nööö

      das Geschlecht verdient keinen Respekt. Es ist der Mensch und sein Charakter der Respekt verdient. Und wie es so schön heisst: Respekt muss man sich verdienen. Das ist sicher nichts, das man einfach nur auf Grund des Geschlechts erhält!

    • Anam am 17.07.2017 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @b. S.

      Ich liebe meine Mutter, aber lange nicht alle Frauen weil sie das gleiche Geschlecht sind. Wie erwähnt muss man es sich verdienen, was bei unserer Geburtenrate von gerademal 1.5 Kinder/Paar weniger zutrifft.

    einklappen einklappen
  • Hemmli am 17.07.2017 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    dieser Tempel sieht nicht anders aus wie viele JPN! Muss also nicht zwingend besucht werden

  • Ironiker am 17.07.2017 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    überall Geschlechterfeindlich

    Es gibt noch weit andere Dinge, die ich und ihr nie in eurem Leben sehen werdet. Z.B. der Mond oder Mars. Oder eine sündhaftteure Jacht, eine 100 Mio. Villa oder ein eigener Jet. Ist das dann nicht auch Männer- oder Frauenfeindlich?

  • M.G. am 17.07.2017 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Moderne Interpretation

    Ich komme vom Mittelrhein der 2002 UNESCO-Welterbe wurde. Dabei ging es um die Zeit der Romantik als die Engländer William Turner und Lord Byron zusammen mit den deutschen Dichtern Heine, Brentano und später dem Franzosen Victor Hugo ein verklärtes Bild aufbauten dessen zentrales Thema die Vergänglichkeit ist. Dafür eigneten sich besonders die Burgruinen. Das die meisten Schiffer und städtische Händler in früheren Zeiten über diese Burgen fluchten weil alle 10 km Zoll zu zahlen war das hatten die Romantiker natürlich ausgeblendet.

Traumreisen
bis zu 70% günstiger
Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse kostenlos bei Secret Escapes an!
Jetzt entdecken