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Surf-Blog

01. Januar 2017 13:28; Akt: 01.01.2017 13:28 Print

Etikette gilt in Japan auch auf den Wellen

von Melanie Keller - 2020 finden die Olympischen Sommerspiele in und um Tokio statt. In Sachen Höflichkeit sind die japanischen Wellenreiter jetzt schon Sieger.

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In Japan trägt man sein Gepäck nicht, man verschickt es per Kurier zu seiner Unterkunft! Nach der anstrengenden Reise von Samoa nach Japan, mit Zwischenlandung in Auckland und schlafloser Nacht auf dem Flughafenboden, kommt uns dieser Service wie gerufen. Es hat uns schon davor gegraut, unsere gigantische Surfbretttasche durch die Millionenmetropole zu schleppen.

Tokio ist eine Weltstadt: modern, weltoffen, voller Gegensätze und ziemlich verrückt. In Japan stossen wir fast täglich auf Kurioses. Ein Abenteuer ist auch der Besuch in den Schnellrestaurants. Da für die Geschäftsleute das Mittagessen mehr eine Notwendigkeit als eine soziale Angelegenheit ist, sind die Restaurants auf Effizienz ausgerichtet und die menschliche Interaktion aufs Minimum reduziert. Bestellt und bezahlt wird an einer Maschine am Eingang, die Bedienung liefert lediglich das Essen. In manchen Fällen wird selbst das durch eine Maschine ersetzt.

Hier finden die Olympischen Spiele statt

Nach Tokio freuen wir uns auf etwas Entspannung am Strand. Wir reisen in die Präfektur Chiba, genauer gesagt nach Hebara, ungefähr 100 Kilometer ausserhalb von Tokio. Die Provinz Chiba ist dank ihrer exponierten Lage ein Swellmagnet – das heisst, die Wellen-Wahrscheinlichkeit ist in diesem Teil des Landes sehr hoch. Wenn an den Sommerspielen 2020 die Surfer verschiedenster Nationen das erste Mal um Olympia-Gold kämpfen, wird es daher an einem der Strände von Chiba sein.

Die Japaner sind in unseren Augen jetzt schon Olympia-Sieger in Sachen Surfetikette. Wir sind fasziniert vom respektvollen und höflichen Umgang der Surfer im Wasser. Von anderen Ländern sind wir bislang ein eher wettkampforientiertes und egoistisches Verhalten gewohnt. Die Japaner hingegen erachten dieses Benehmen als aggressiv und unhöflich. Uns gefällt das – so kommt jeder auf seine Kosten und wir geniessen die entspannte Atmosphäre. Wer in Japan surft, der ist selten allein – auch bei noch so kleinen Wellen. Um vier Uhr morgens sind im Land der aufgehenden Sonne bereits die ersten Surfer im Wasser. Um fünf Uhr sind es um die dreissig.

Zu Unrecht unterschätzt

Obwohl die Japaner den Surfer-Lifestyle mit Leidenschaft leben, wird das Land international als Surfdestination noch total unterschätzt. Die hohen Reisekosten und die Sprachbarriere schrecken die meisten ab – in anderen Surf-Hotspots wie Indonesien reist man halt günstiger und einfacher. Wer seinen Japan-Surf-Trip aber zur richtigen Zeit plant und während der Taifun-Saison von September bis November kommt, der kann theoretisch die ganze Pazifikküste rauf- und runtersurfen. Strände gibt es unzählige.

Hartgesottene tauschen sogar ihre Skijacken gegen einen dicken Neoprenanzug und surfen während der Winterstürme. Für uns steht Japan auf jeden Fall ganz oben auf der Liste der Länder, die wir nochmals besuchen werden. Dann am besten direkt mit Snowboard und Surfbrett.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dieter Mehr am 01.01.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übertreiben

    Bis zu 3000 Menschen, nicht 15000, überqueren gleichzeitig die Kreuzung in Shibuya. 15000 gäbe sogar in Japan ein Chaos.

  • Crigs am 02.01.2017 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CHINA HOLT AUF

    Der Hauptbahnhof Shinjuku von Tokyo wird alle Tage von mehr als 3.5 Millionen Menschen frequentiert. Rund um die Uhr kann man Restaurants besuchen, einkaufen gehen und Filme anschauen. Tokyo ist mit 35 Millionen Menschen die grösste Stadt. Ich lerne Japanisch, damit ich mich orientieren kann. China plant die 300 Millionen Stadt in der Tiefebene des Hoang Ho. Peking wird zum Vorort degradiert.

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  • Crigs am 02.01.2017 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CHINA HOLT AUF

    Der Hauptbahnhof Shinjuku von Tokyo wird alle Tage von mehr als 3.5 Millionen Menschen frequentiert. Rund um die Uhr kann man Restaurants besuchen, einkaufen gehen und Filme anschauen. Tokyo ist mit 35 Millionen Menschen die grösste Stadt. Ich lerne Japanisch, damit ich mich orientieren kann. China plant die 300 Millionen Stadt in der Tiefebene des Hoang Ho. Peking wird zum Vorort degradiert.

  • Dieter Mehr am 01.01.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Bis zu 3000 Menschen, nicht 15000, überqueren gleichzeitig die Kreuzung in Shibuya. 15000 gäbe sogar in Japan ein Chaos.

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