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Vanabundos-Blog

07. Juli 2017 20:11; Akt: 07.07.2017 20:11 Print

Wie finanziert man sich jahrelanges Reisen?

von Gabriella Hummel - Seit fast einem Jahr sind unsere Blogger im VW-Bus unterwegs. Hier beantworten sie die drei häufigsten Fragen, die ihnen bis jetzt gestellt wurden.

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Zum Thema
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Hallo aus Nicaragua! Gerade haben wir uns mit einem Deutschen unterhalten, welcher mit dem Motorrad auf der Panamericana unterwegs ist. Kurz davor beantworteten wir noch eine Handvoll Fragen auf Instagram. Wir geben sehr gerne Auskunft und freuen uns, wenn wir anderen mit unserem bescheidenen Wissen und unseren Erfahrungen weiterhelfen können. Dies sind also die drei Fragen, die uns mit Abstand am meisten gestellt werden: von Medien, von Menschen in persona und von Leuten aus dem weiten Internet.

Umfrage
Könnten Sie sich eine Langzeitreise im VW-Bus vorstellen?
67 %
15 %
18 %
Insgesamt 1593 Teilnehmer

Wie viel kostet es, einen Camper in die USA zu verschiffen?
Die beliebteste Frage. Die Verschiffung hat inklusive allem, ausser der Anfahrt nach Belgien, etwa 2500 Franken gekostet. Dabei muss man zwei Dinge sehen: Erstens haben wir an die US-Westküste (Seattle/Tacoma) verschifft, dabei ist der Van vier Wochen (doppelt so lang wie an die Ostküste) auf dem Meer unterwegs. Hätten wir an die Ostküste verschifft, wäre der Preis wohl um mindestens ein Drittel günstiger gewesen. Zweitens ist der Preis vom Volumen des Gefährts abhängig. Unser VW-Bus ist verhältnismässig klein. Verschiffen hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Wir wissen nicht sehr viel über Autos und hätten darum nur ungern eines in den USA gekauft. Ausserdem konnten wir so viel Zeug mitverschiffen, welches wir sonst vor Ort hätten kaufen müssen.

Streitet ihr viel?
Man kann es sich fast bildlich vorstellen: Einer putzt gerade seine Zähne, der andere macht sonst was, da tritt einer dem anderen auf die Füsse, wobei sich der andere den Kopf anschlägt, und gleichzeitig kippt der frisch gebrühte Tee beiden über die Schenkel, Schuldzuweisungen, Geschrei, was mache ich hier eigentlich!

Viele fragen sich, wie wir das aushalten, ständig auf so kleinem Raum zusammenzuleben. Was die meisten vergessen: Im Van zu leben heisst im Freien zu leben. Wir sind die allermeiste Zeit draussen, und dieser Raum ist riesig, grösser als jede Villa! Wir stehen uns also nur selten auf den Füssen herum. Ausserdem: Wer nicht gut miteinander kann, der kann das nicht in einem kleinen Raum, aber auch nicht in einem grossen. Der Raum ist nicht das Problem, sondern die Leute.

Wie finanziert ihr das?
Diese Frage wird uns von Menschen, die nicht auf Reisen sind (vor allem auf Instagram), am meisten gestellt. Wohl in der Hoffnung, dass wir ihnen das Geheimnis verraten, wie man ohne Aufwand für immer unterwegs sein kann. Es gibt kein Geheimnis. In der Tat ist es ganz schön langweilig: Wir haben gespart. Von diesem Ersparten können wir etwa eineinhalb Jahre lang leben. Wir rechnen mit einem Budget von ungefähr 2000 Franken Ausgaben pro Monat für beide inklusive allem. Dazu kommen grössere Beträge wie Verschiffungen, Stipendienrückzahlungen, Ersatzgeräte (wenn der Laptop stirbt, zum Beispiel) und so weiter. Da wir aber schon jetzt wissen, dass wir wohl länger unterwegs sein werden, haben wir vor einigen Monaten wieder angefangen zu arbeiten. Gabriella ist Journalistin, und auch Sandro kommt aus der Medienwelt. Wir freelancen im Content-Bereich und schreiben Artikel für verschiedene Medien - direkt aus unserer VW-Bus-Redaktion.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • afedial am 07.07.2017 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz tolle Sache

    Ich finde das eine tolle Sache, solange man kann soll man die Welt entdecken! Es ist sehr mutig und verdient meinen Respekt! Ich mache es genauso langweilig, ich spare schon eine Weile, in 4-5 Jahren bin ich soweit, dann erkunde ich ebenfalls für ein bis zwei Jahre die Welt :-) Allen Reisenden wünsche ich eine gute Reise, viel Gesundheit, und auf jeden Fall viel Spass

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  • Pferd am 07.07.2017 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf der Reise..

    Meine Frau und ich sind seit Januar auch unterwegs. Asien haben wir durch und nun sind wir in Nordamerika und bald geht es Richtung Mexiko. Ich habe gespart und viele überstunden geleistet und wir leben jetzt ziemlich sparsam. Die Dauer ist bisher noch ungewiss. :)

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  • auf die Dauer hilft nur Power am 07.07.2017 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Genial. Fahren so lange die Tagesenergie

    es einem Ermöglicht, oder auch da, wo es einen Anspricht, 1 Std. oder auch länger zu Verweilen, das ist Lebensfreude pur. Ich war überwiegend beruflich Bedingt, von Bautzen im Osten, bis Barcelona im Südwesten, von Bremen im Norden, bis BE im (fast-) Süden, von Salzburg im Südosten bis Strassburg im Westen, usw. usf., auch mit einem Van unterwegs, diese Grösse hat den Vorteil, dass hierzulande jeder öffentliche PP genutzt werden kann. 1000 Km/Tag waren "Standard".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Weltenpendler am 08.07.2017 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wer es sich nicht leisten kann

    Wer es sich nicht leisten kann, kann auch einige Monate arbeiten und einige Monate verreisen. Es ist eine Frage der Organisation und des Geldmanagements, weniger der wirklichen Vermögensverhältnisse.

    • Brot am 08.07.2017 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Weltenpendler

      Bei mir war eher das Problem Ferien zu bekommen. Jedes Jahr musste ich für "längere" Ferien (~4 Wochen) kämpfen. Und am Schluss werden kürzere Ferien im Verhältnis teurer.

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  • paulo am 08.07.2017 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hast nicht viel vom Leben

    Mit 2000 siehst man nicht viel. Alle Attraktionen kosten Geld. Man geht nie auswärts gut essen. Benzin ist gratis. Man lebt schon auf sehr bescheidenem Niveau. In Neuseeland reicht ein solches Budget schon lange nicht mehr. Jeder der was anderes erzählt lügt einfach. Aber trotzdem Hut ab.

    • Beni am 08.07.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      vielleicht

      sind nicht alle so verwöhnt wie der Paulo. Ist zwar schon einige Zeit her aber unser Budget war um einiges kleiner, unsere Reiseziele völlig anders aber dafür haben wir die Attraktionen (Land und Leute) richtig kennengelernt und geniessen dürfen.

    • Pferd am 08.07.2017 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @paulo

      Wir hatten in Asien einen Schnitt von 2'200.- im Monat (zu zweit) und schliefen immer im Hotel, haben nur auswärts gegessen und machten überall die Attraktionen und Touren. Natürlich reicht dieses Budget niemals für Neuseeland, Australien, Japan etc. aber für Südostasien und Südamerika sehr wohl.

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  • Thailer am 08.07.2017 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2000.- / Mt nur die halbe Wahrheit

    Naja, dass das nur 2k im Monat kostet ist leider nur die halbe Wahrheit. Fairer Weise müsste man auch noch die AHV / Pensionskassen Beiträge mit rein Rechnen, die wahrscheinlich nicht gezahlten werden während dieser Zeit, was dann später zu Löchern und Kürzungen führt . Und von den Opportunitätskosten ganz zu schweigen (entgangenes Einkommen wenn sie normal gearbeitet hätten)

    • Der Spezialist am 08.07.2017 19:33 Report Diesen Beitrag melden

      AHV Beiträge

      Es reicht, wenn man für die AHV den Mindestjahresbeitrag von 495.00 Franken einzahlt. Dann hat man zwar in der Tat nur das obligatorische Minimum eingezahlt, dafür aber die Beitragslücke geschlossen. Ferner macht es erst Sinn, wenn man kurz vor der Pensionierung am meisten verdient, wobei man es dann kumuliert kompensieren kann. Nur doof, dass wenn die beiden wieder in der Schweiz sind, wahrscheinlich vor verschlossenen Arbeitgebertüren stehen. Die will dann niemand mehr einstellen, weil zu alt, zu überqualifiziert (im Ausland gearbeitet) und schlichtwegs zu teur. Gute Reise, aus der Schweiz.

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  • Greg am 08.07.2017 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe Verwandte

    Unterwegs, die Leben von der Rente:-) Die Wohnung habe ich mit meiner Schwester gemietet bis wir mit dem Studium fertig sind. Kann kommen Sie wohl zurück.-) Zur Zeit sind sie in den USA.

  • Fullio am 08.07.2017 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Knausrige Spiesser

    Das ist doch peinlich, wenn die schon mit dem Auto rumreisen wollen, dass sollen sie auch die Versicherung bezahlen und ein legales Autokennzeichen dranhaben.

    • V.A. am 08.07.2017 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fullio

      Die Versicherung zahlt so oder so nicht wenn man auf einem anderen Kontinent ist.

    • Brot am 08.07.2017 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fullio

      Leider gibt es keine Vernünftige Möglichkeit. Ist das Auto in der CH eingelöst, muss es zwingend vorgezeigt werden. Nebenbei müssen zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden, da die Schweizer Versicherung auf diesem Kontinent nutzlos ist. Es wurde darüber schon oft diskutiert und am Ende fährt jeder mit "Kopien" herum.

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