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Musik, Musik, Musik

03. August 2017 14:21; Akt: 03.08.2017 14:21 Print

Fünf Gründe für eine Reise nach Alabama

Sweet Home Alabama! Der Staat im Südosten der USA ist viel mehr wert als eine blosse Durchfahrt. Besonders für Musikfans.

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Feinste Sandstrände, kilometerlange Maisfelder, Berge – Alabama ist vielseitiger, als man denkt. Eine Schönheit sind die lauschigen Flusslandschaften des Tennessee River. Die Ureinwohner nannten ihn den «singenden Fluss». Bis heute spielt die Musik hier eine wichtige Rolle. Fünf Gründe, wieso sich eine Reise in den tiefen Süden lohnt:

Eine Nacht im allerletzten Juke Joint:
Ob er nun 95, 96 oder 97 Jahre alt ist, weiss keiner so genau. Fest steht nur, dass Totengräber Gip Gipson seit 1952 jeden Samstagabend in seiner Blechdach-Garage eine Party feiert, zu der alle eingeladen sind. Blues-Fans aus ganz Amerika pilgern nach Bessemer, um sich die Nacht bei Livemusik, Grillspiess und Gips selbstgebranntem Moonshine um die Ohren zu hauen. Gips improvisierter Club soll der letzte sogenannte Juke Joint in Alabama sein. Trotz seines hohen Alters fordert der exzentrische Gastgeber die Ladys gern zum Tanz auf und schwingt seine Hüften. Ein einmaliges Erlebnis!

Wo die Swampers einst zauberten: «Now Muscle Shoals Has Got the Swampers», singen Lynyrd Skynyrd in «Sweet Home Alabama». Gemeint sind die Session-Musiker, die am legendären Jackson Highway 3614 Songs mit Etta James oder Aretha Franklin spielten. Die Stones arbeiteten hier an «Brown Sugar» und «Wild Horses». Muscle Shoals – ein Ort mit 13'000 Einwohnern – habe die höchste Grammy-Dichte der Welt, sagt man. Wer im sanft restaurierten Aufnahmeraum der gleichnamigen Studios steht, atmet Musikgeschichte ein.

Southern Comfort Food bis zum Abwinken: Wer Salat und leichte Speisen mag, ist in Alabama fehl am Platz. Hier wird Soul Food vom Feinsten aufgetischt. Sei es im Buffetrestaurant, wo kiloweise frittierte Okra, Chicken Wings und Grits (eine Art Maisgrütze) auf den Teller geladen werden, oder im einfachen Selbstbedienungslokal des ehemaligen Barbecue-Weltmeisters Big Bob Gibson in Decatur: Die Südstaatenküche ist deftig, aber auch unheimlich wohltuend.

Zentrum des Civil Rights Movement: Martin Luther King nannte Birmingham einst die «am stärksten geteilte Stadt des Landes». Als im September 1963 ein Mitglied des Ku-Klux-Klans eine Bombe in der 16th Street Baptist Church zündete, war die Kirche plötzlich in den Weltmedien. Das Birmingham Church Bombing wurde zum Wendepunkt in der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Im Civil Rights Institute wird die Geschichte anschaulich aufgearbeitet.

Tom's Wall – für jeden Schritt einen Stein:Als die Ureinwohner im Rahmen des Trail of Tears aus dem Südosten der USA vertrieben wurden, war auch der Stamm der Euchee betroffen. Die Ururgrossmutter von Tom Hendrix hielt es in dem Reservat in Oklahoma nicht aus. «Die Flüsse hier singen nicht», habe sie gesagt und lief die 600 Meilen zurück an den Tennessee River. Hendrix ehrte ihre Tat, indem er von Hand eine Mauer baute – ein Stein für jeden ihrer Schritte.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 03.08.2017 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es war einmal

    zu den Topzeiten des Jazz.

  • Shenh am 04.08.2017 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mrs.Hines

    Ein Kolligin ist dort seit 2004 bis jetzt wollte Sie nie mehr das Staadt verlassen..Her Home Away from Home.

  • Silvan am 04.08.2017 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ireland

    Um gute Musik zu hören gehe ich 10x lieber auf Ireland. Nettere Menschen,schönere Pubs,besseres Bier etc.

Die neusten Leser-Kommentare

  • DB am 04.08.2017 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Grund reicht...

    Es gibt aber NUR einen Grund nicht zu gehen - TRUMP -!

  • Silvan am 04.08.2017 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ireland

    Um gute Musik zu hören gehe ich 10x lieber auf Ireland. Nettere Menschen,schönere Pubs,besseres Bier etc.

  • Shenh am 04.08.2017 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mrs.Hines

    Ein Kolligin ist dort seit 2004 bis jetzt wollte Sie nie mehr das Staadt verlassen..Her Home Away from Home.

  • nono am 04.08.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher schön

    aber ich gehe lieber nach Russland, da ist die Kultur wirklich alt.

    • Elvis Presley am 04.08.2017 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @nono

      Nicht wirklich. Dass heutige Russland gibt es erst seit dem die Bolschewisten das Ruder übernommen haben. Dort wurde alles alte sofort niedergemacht, was nicht nach deren Pfeife getanzt hatte. Das Russland zur Zeit der Zaren war sicherlich sehr schön. Aber heute hat das Land doch an Glanz verloren.

    • Russland Fan am 04.08.2017 22:11 Report Diesen Beitrag melden

      @ Elvis Presley

      Russland an Glanz verloren? Das haben die Indianer auch als man sie in Reservate Steckte.

    einklappen einklappen
  • Pazifist am 03.08.2017 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht zu den Kriegstreibern

    Da ich die USA wegen Kriegstreiberei Sanktioniere würde ich niemals da Ferien machen.

    • Elvis Presley am 04.08.2017 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pazifist

      Damit tuen sie dem amerikanischen Volk einen grossen gefallen, Danke!

    • Rebelson am 04.08.2017 09:04 Report Diesen Beitrag melden

      @paszifist

      Es würde dir sehr gut anstehen, dich bezüglich des Amerikanischen Bürgerkrieges besser zu informieren und dich über die genauen Hintergründe (Wirtschaft, Freiheit der einzelnen Staaten etc.) zu erkundigen! Die Sklaverei wurde als willkommene Begründung vorgeschoben! Und betr. Kriegstreibern kann ich dir sagen, dass die zivilen Opfer auf Seiten des Südens sehr sehr hoch waren!!!

    • Usländer am 04.08.2017 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Elvis Presley

      Das Amerikanische Volk (Indianer) sind fast ausgestorben dank denn vielen Migranten . Ironischerweise mögen viele Schweizer Migranten nicht so wirklich , jedoch Amerikaner sind fast zu 100% Migranten und sympathisiert mit ihnen

    • Elvis P am 04.08.2017 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Usländer 

      Ich bin Bayer, von dem her kann ich das nicht bewerten. Aber wir Bayern hatten noch nie ein Problem mit einwanderern oder Amerikanern, egal welche Hautfarbe, man siehe Bayrisch Amerikanisches Freundschaftsfest, etc, mein Onkel ist auch nach Idaho ausgewandert und dort wurde er sofort von den Einheimischen Hut empfangen und begrüsst. Aber dass die Schweizer Bevölkerung grösstenteils gegen Migranten gestimmt ist habe ich selber schon mitbekommen ;)

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