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«Passport»

13. Juli 2015 19:20; Akt: 13.07.2015 20:05 Print

Reiseführer mit Flirtfaktor

Tinder hat einen neuen Markt entdeckt: reisefreudige Singles. Die können sich jetzt schon vor der Abreise mit Locals verabreden – und deren Wissen anzapfen.

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Neben Tinder erfreuen sich hierzulande auch andere Dating-Apps immer grösserer Beliebtheit. Diese werden nachfolgend vorgestellt. Mit über 27 Millionen Mitgliedern weltweit ist Zoosk eine der meistgenutzten Dating-Anwendungen im Netz. Schweizweit belegt das Programm Platz zwei der beliebtesten Mobile-Dating-Apps. Zoosk-Mitglieder sollen seit kurzem «umfassende Einblicke in ihr Dating-Verhalten» erhalten. Unter anderem könne so die eigene Wirkung auf andere Menschen analysiert werden. Die Amerikanerin Amanda erzählt auf der Zoosk-Website, wie sie ihren Mann Jason kennengelernt hat. «Es war Liebe auf den ersten Blick», schwärmt sie. Die Nummer eins im Bereich Mobile-Dating in der Schweiz ist Lovoo mit rund 20 Millionen Mitgliedern auf der ganzen Welt. Die Nutzer stammen grösstenteils aus urbanen Gebieten und sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Das Geschlechterverhältnis auf Lovoo ist nicht ganz ausgewogen: Knapp zwei Drittel aller Mitglieder sind männlich. Zentrale Bestandteile von Lovoo sind der Live-Radar, der Flirtwillige in der Nähe anzeigt, und der Chat. Die Anwendung ist kostenlos erhältlich und kann auf dem Smartphone oder Computer genutzt werden. Badoo hat mehr als 232 Millionen Nutzer. Der Schwerpunkt dieser Plattform liegt nicht explizit auf der Partnervermittlung, sondern mehr auf dem «Knüpfen von Freundschaften». Beim Volltreffer-Spiel werden andere Nutzer ähnlich wie bei Tinder schnell und unkompliziert anhand eines Fotos bewertet. Klicken beide User beim Bild des jeweils anderen auf das Herzchen, können sie miteinander in Kontakt treten. Obwohl andere User nicht erkennen können, wo man sich gerade aufhält, schlägt Badoo Mitglieder in der Nähe vor. Die Dating-App Blinq ist eine Zürcher Erfindung. Mit der Anwendung solle «das Problem von zeitaufwendigem Schreiben und seltenen Treffen» gelöst werden, erklärt Gründer und CEO Alex Zimmermann. Befindet sich ein Single-Match im selben Club oder derselben Bar, wird dieser von Blinq automatisch benachrichtigt. Die App muss dabei nicht geöffnet werden. Zurzeit kann man den Dienst in 50 Clubs und Bars in Zürich nutzen. Für diesen Winter haben die Blinq-Gründer das Angebot auf das ganze Skigebiet Arosa ausgeweitet. Auf Swissfriends suchen rund 200'000 Schweizerinnen und Schweizer ihr Liebesglück. Die Plattform versucht mit einem Frauenanteil von 45 Prozent mehr Nutzer anzulocken. Die Vergleichsplattform Singlebörsen-Experten hat 2014 die besten Dating-Portale gekürt. Be2 ist Testsieger in der Kategorie Partnervermittlungen. Das Durchschnittsalter bei Be2 liegt bei 35 Jahren. Für Kontaktanzeigen ist laut der Vergleichsplattform dagegen Friendscout24 am besten geeignet. Für wenig Geld könne man mit einer grossen Anzahl von Mitgliedern in Kontakt kommen. Bei den Seitensprungportalen hat laut den Singlebörsen-Experten C-Date die Nase vorn. Gelobt wird das seriöse und diskrete Auftreten auf der seit 2008 existierenden Fremdgeh-Plattform. Die Partnervermittlungs-Plattform Parship ist in 14 Ländern aktiv. 38 Prozent aller Premium-Mitglieder sollen auf diesem Portal ihr Liebesglück finden. Elitepartner wirbt mit einem hohen Anteil an Mitgliedern mit Uni-Abschlüssen. Wie allerdings «Single mit Niveau» definiert wird, ist auf der Website nicht ersichtlich.

Zum Thema
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Die Zeiten, in denen sich Alleinreisende an ihrem «Lonely Planet» festkrallten, sind längst vorbei. Wifi ist mittlerweile auch in den hintersten Ecken Kambodschas oder Perus keine Seltenheit mehr. Längst werden in Online-Foren Geheimtipps ausgetauscht und auf Bewertungsplattformen die besten Restaurants, Ausgehmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten einzelner Reisedestinationen aufgelistet.

Umfrage
Würden Sie Tinder zur Ferienplanung nutzen?
40 %
38 %
22 %
Insgesamt 448 Teilnehmer

Auch die Flirt-App Tinder preist sich neuerdings als praktische Alternative zum Reiseführer an und will zum wertvollen Recherchetool für Touristen werden – zumindest für die Alleinstehenden unter ihnen.

Ferienflirt wird zum Fremdenführer

Mit der kostenpflichtigen Zusatz-Funktion «Passport» können Nutzer bereits vor der Reise ihren Ferienort eingeben und innerhalb der lokalen Tinder-Community auf Jagd nach einem willigen Opfer gehen. Nur einmal rechts wischen und die Insidertipps lassen nicht lange auf sich warten, lautet das Versprechen. «User haben bereits vor ihrer Abreise die Möglichkeit, sich mit in der Region lebenden Menschen zu verbinden, etwas über die geheimen Hotspots des Landes zu erfahren und Verabredungen für spannende Unternehmungen zu treffen», wird das Feature in einer Medienmitteilung beschrieben.

Ob die Freude beim einheimischen Ferienflirt gross ist, wenn er kurzerhand als Fremdenführer missbraucht wird, sei jedoch dahingestellt.

Würden Sie die Funktion nutzen? Wie würden Sie es finden, wenn jemand Ihr Insiderwissen via Flirt-App anzapfen würde? Diskutieren Sie mit im Talkback!

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf Küng am 13.07.2015 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Ich Finde es Bedenklich das die Gesellschaft keinen Mut mehr hat Leute Anzusprechen wenn man jemanden Kennenzulehrnen will. Alles läuft unter Anonümitet im Internet ab,und da wird zu 99% Gelogen was da angegeben wird. Aber das ist die Heutige Gesellschaft ohne jegliche Moral alles nur Oberflächlich.

    einklappen einklappen
  • Thailand-Kenner am 13.07.2015 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beschämend

    Das ist Ausbützung der Armut, weil die Mädchen Geld verdienen müssen um der Familie zu helfen und hat nichts mit freiwilligem Flirt zu tun. Nicht brüsten sondern schämen!! Wenigstens die Zähne putzen!!

  • Hans Knecht am 13.07.2015 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu ein Flirt vor den Abenteuerferien?

    Will man hier nun Insidertips weitergeben oder Flirten? Früher: Man suchte mit seinem Lonely Planet das Hostel, hatte dabei Kontakt mit Eingeborenen und war in der Lobby im Nu im Gespäch mit anderen Touristen und erhielt gute Insidertips. Ein Flirtabenteuer war nicht erfoderlich da das herumreisen ggf. mit Fremden schon ein Abenteuer für sich war. Heute: Man geht vom Flughafen dank Schlauphone direkt zum Hostel, dort in der Lobby ist das jeder mit seinem Schlauphone für sich beschäftigt, die Insidertips erhält man nun vom Staff und man macht sich alleine auf die Socken. Was solls.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Volksdorf am 14.07.2015 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Kann sich eigentlich noch irgendjemand daran erinnern, wie es war als man andere Menschen live kennengelernt hat. Von Gegenüber zu gegenüber, Auge in Auge ? Jeder der auf Net-Plattformen zugreift um jemanden kennenzulernen , beraubt sich selbst aller schönen Momente die es bei einem richtigen Kennenlernen so gibt. Er bekommt nicht einmal 30 Prozent dieses wunderschönen Zaubers.

    • Chrigi am 14.07.2015 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      finde ich auch so

      Genau deiner meinung!! habe meine Frau auch von aug zu aug kennengelernt es war super bis morgens um 3 uhr zu quatschen und alles persönlich von einander zu erfahren! Heute steht alles online hobby, beruf, vorlieben blablabla ich finde es traurig

    einklappen einklappen
  • Tom Travel am 13.07.2015 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    Es klappt!

    Ich habe dies schon mehrfach gemacht und die Ferien wurden super. Ich stütze mich natürlich für die Reise an sich nicht auf eine Quelle aber ich habe super tolle und nette Menschen getroffen und es würde mir auch Spass machen dieses Erlebnis jemandem hier zu bieten.

  • Ufer am 13.07.2015 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grindr go!

    Also ich habe mit Grindr am besten Erfahrung gemacht.

  • Hans Knecht am 13.07.2015 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu ein Flirt vor den Abenteuerferien?

    Will man hier nun Insidertips weitergeben oder Flirten? Früher: Man suchte mit seinem Lonely Planet das Hostel, hatte dabei Kontakt mit Eingeborenen und war in der Lobby im Nu im Gespäch mit anderen Touristen und erhielt gute Insidertips. Ein Flirtabenteuer war nicht erfoderlich da das herumreisen ggf. mit Fremden schon ein Abenteuer für sich war. Heute: Man geht vom Flughafen dank Schlauphone direkt zum Hostel, dort in der Lobby ist das jeder mit seinem Schlauphone für sich beschäftigt, die Insidertips erhält man nun vom Staff und man macht sich alleine auf die Socken. Was solls.

  • Dani Altstätten am 13.07.2015 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Thailand keine Steuern

    Ich wandere bald nach Thailand aus. Dort wird man nicht abgezockt wie in der Schweiz. Man bezahlt in Thailand nämlich gar keine Steuern!

    • Fritz L. am 13.07.2015 20:27 Report Diesen Beitrag melden

      Wär mir da nicht so sicher

      Na, da wär ich mir jetzt aber nicht so sicher (habe 20 Jahre Thailand-Erfahrung). Es gibt überall Taxen. Für Farangs (Ausländer) nicht selten höhere. Also zahlt man auch Steuern. Nur indirekt.

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