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Westafrika

12. April 2018 14:30; Akt: 12.04.2018 14:30 Print

Auf dem Schiff durch den Senegal

Eine Fahrt mit der Bou El Mogdad zeigt das Land von einer unbekannten Seite.

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Bis 1970 transportierte die Bou El Mogdad Fracht und Post. Kapitän Mamadou Goudiaby erlaubt Besuche auf der Brücke. Start oder Ziel der einwöchigen Reise ist die Kolonialstadt Saint-Louis. Boote im Fischerviertel Guet N'Dar. In der einstigen Hauptstadt Französisch-Westafrikas gibt es inzwischen auch coole Cafés. Ganz langsam zieht die Landschaft am alten Dampfer vorbei. In der Kombüse wird täglich frisch gekocht. Natürlich gibt es auch frischen Fisch. Der Djoudi-Nationalpark ist das drittgrösste Vogelreservat der Welt. Neben Pelikanen tummeln sich hier auch Zugvögel aus Europa sowie Flamingos und Kraniche. Buntes Treiben auf einem typisch senegalesischen Markt. Hier gibt es auch die bunten Stoffe zu kaufen, die man auf der Strasse allenthalben sieht. Für die Big Five ist der Senegal nicht bekannt. Im Bandia-Naturpark kann man dennoch einigen Wildtieren begegnen. Beeindruckend sind auch die riesigen Baobabs. Die afrikanischen Affenbrotbäume zählen zu den Wahrzeichen des Landes und können mehrere Hundert Jahre alt werden. Senegalesen sind sehr offen. Eine Reise durch das Land ... ... lebt auch von zufälligen Begegnungen. Gorée vor den Toren Dakars war einer der Hauptumschlagplätze während den Zeiten der Sklaverei. Von der Insel aus wurden Millionen von Menschen nach Amerika verschifft. Gänsehaut ist bei einem Besuch der Maison des Esclaves garantiert. Im Einbaum geht es von Joal, dem Geburtsdorf von Dichter und Staatsgründer Léopold Sédar Senghor, an dichten Mangrovenwäldern vorbei zur gleissend weissen Insel Fadiouth. Hier werden Muslime und Christen nebeneinander begraben. Mikroorganismen verleihen dem Lac Rose seine namensgebende Farbe. Allerdings muss man etwas Wetterglück haben, um das Naturschauspiel zu erleben. ­ Weniger romantisch ist die Realität der Arbeiterinnern und Arbeiter, die tagtäglich stundenlang Salz aus dem See schöpfen. Eine Fahrt durchs Landesinnere ... ... führt zum Wüstencamp in den Dünen von Lompoul. Vor dem Schlafengehen wird gemeinsam am Lagerfeuer musiziert.

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«Gewusel» wird in Guet N'Dar neu definiert. Die lärmigen Strassen im Fischerviertel der senegalesischen Kolonialstadt Saint-Louis sind berstend voll mit Leben. Hier ein Töff, der mit einem Hühnerkäfig auf dem Sozius vorbeiknattert, dort eine Ziege, die an Küchenresten knabbert, und allenthalben: Menschen. Über 25'000 ­leben auf der schmalen Landzunge Tür an Tür. Kleine, Grosse, Alte, Junge. Beim Schwatzen, Kleiderwaschen, Fernsehen oder Einkaufen. «Die Leute schlafen in Schichten. Während die einen arbeiten, ruhen sich die anderen aus und umgekehrt», erklärt Fremden­führer Mohammed.

Highlight für Vogelfans

Wie eine Oase der Ruhe mutet die Bou el Mogdad an, als sie bei Tagesanbruch ausläuft und gemächlich an der erwachenden Stadt vorbeizieht. Am Horizont schrumpfen die Minarette, bis sie schliesslich vom meterhohen Schilf abgelöst werden. Bis 1970 transportierte der alte Dampfer Fracht und Post zwischen der Meeres­küste und dem Landesinneren. Heute nippen Touristen auf dem Panoramadeck an ihren Drinks und lassen die monotone Landschaft an sich vorbeiziehen: Am einen Flussufer die trockene Einöde Maure­taniens, am anderen die Reis- und Zuckerrohrfelder Senegals.

Zwischenstopp am Djoudi-Nationalpark: Im drittgrössten Vogelreservat der Welt tummeln sich neben Zugvögeln aus Europa auch einheimische Flamingos, Pelikane und Kraniche. Nach erfolgreicher Foto-Safari taucht man wieder ein in den entschleunigten Alltag an Bord: Nickerchen an der Sonne, Mahlzeiten im holzgetäfelten Restaurant, ein Besuch auf der Brücke. So verstreichen die Stunden, bis in der Grenzstadt Rosso schliesslich wieder Bewegung in den Alltag kommt. Pirogen, die Menschen, Tiere und Güter hin- und herschippern. Gewusel. Der wahre Rhythmus des Landes. Ein bisschen hatte man ihn schon fast vermisst.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mina Smith am 13.04.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die wahre Schoenheit Afrikas

    Ich arbeite und lebe seit einigen Jahren in verschiedenen Laendern in Afrika, hauptsaechlich West und Zentralafrika. Nur wer bereit ist seinen Horizont zu erweitern und sich auf die Kultur einlaesst kann die wahre Schoenheit Afrikas sehen und schaetzen.

  • mischi am 17.04.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    wunderschön

    Kann ich jedem empfehlen, habe durchaus positive Erlebnisse gehabt, war bereits 3 mal in Senegal... next stop Gambia : )

  • Herr Max Bünzlig Live in der Tomate am 12.04.2018 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    mit dem Schiff durch den Senegal ist für uns Büetzer viel zu gefährlich

Die neusten Leser-Kommentare

  • mischi am 17.04.2018 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    wunderschön

    Kann ich jedem empfehlen, habe durchaus positive Erlebnisse gehabt, war bereits 3 mal in Senegal... next stop Gambia : )

  • Mina Smith am 13.04.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die wahre Schoenheit Afrikas

    Ich arbeite und lebe seit einigen Jahren in verschiedenen Laendern in Afrika, hauptsaechlich West und Zentralafrika. Nur wer bereit ist seinen Horizont zu erweitern und sich auf die Kultur einlaesst kann die wahre Schoenheit Afrikas sehen und schaetzen.

  • MasterP am 12.04.2018 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt ruhig wo ihr seid

    Zum Glück haben Schweizer so Angst vor Afrika. So bleibt es weiterhin schön und authentisch ohne Massentourismus. Ausgenommen natürlich das europäische Südafrika.

    • kurt muger am 13.04.2018 10:16 Report Diesen Beitrag melden

      sehr schön

      Ja, der Senegal ist ein grossartiges Reiseland. Und noch besser gefällt es mir in Gambia und auf dem gleichnamigen Fluss...

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  • Tins Stettler am 12.04.2018 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reise nach Senegal abzuraten

    Verstehe nicht, weshalb für Reisen in dieses Gebiet Werbung gemacht wird. Von einer Reise in dieses Krisengebiet ist dringend abzuraten. Kenne diese Region gut. Bitterarmes Land, die Bevölkerung leidet, Korruption (wie in allem Länder Afrikas) hohe Kriminalität. Leider kann man verschiedene Länder auf dem Afrikanischen Kontinent nicht mehr bereisen. Namibia ist da die Ausnahme.

  • Sepp Trub am 12.04.2018 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke

    Nein danke. Wir bleiben lieber zuhaus auf der Forch und geniessen unsere Terrasse und essen Olams. Mmmhhh sooo fein. Sepp und trudi Trub, Forch

    • jane doe am 13.04.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      why so negativ?

      Nur weil es dir nicht gefällt heisst ja nicht das es niemandem gefallen kann. Also ich finde die Eindrücke sehr spannend.

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