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Frying Pan Tower

09. Dezember 2017 12:57; Akt: 09.12.2017 12:57 Print

Bei einem Aufenthalt droht Lebensgefahr

Mitten im Meer übernachten: Eine alte Leuchtturmplattform, die zum Hostel umfunktioniert wurde, machts möglich.

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Was kann man sich für 600 Franken pro Person leisten? Ein Wochenende in einem Fünf-Sterne-Wellnesshotel in den Schweizer Bergen zum Beispiel. Eine Nacht in einem luxuriösen Wasserbungalow auf den Malediven vielleicht. Auch drei Wochen auf dem Campingplatz in Tenero wären möglich. Oder aber man entscheidet sich für einen dreitägigen Aufenthalt im Frying Pan Tower. Ganz schön teuer, wenn man bedenkt, dass man während der gesamten Dauer in potenzieller Lebensgefahr schwebt.

Die ehemalige Leuchtturmstation der US-Küstenwache und liegt rund 55 Kilometer vor der Küste North Carolinas und damit in der Hurricane Alley. Regelmässig fegen Stürme über die 25 Meter über dem Meeresspiegel liegende Plattform hinweg. «Es ist ein echtes Abenteuer, das wir so sicher wie möglich gestalten. Aber es handelt sich definitiv nicht um ein Disney-Karusell», sagt Besitzer Richard Neil gegenüber Conde Nast Traveler. Das Hostel befinde sich im offenen Ozean und unüberlegtes Handeln könne sehr schnell ernste Konsequenzen nach sich ziehen, heisst es auf der Website.

Nostalgischer Charme

In einer Verzichtserklärung, die jeder Gast unterschreiben muss, wird etwa vor «Bleifarbe, Asbest und unbekannten toxischen Materialien» gewarnt. Ebenfalls gerechnet werden müsse mit einem «möglichen Mangel an Trinkwasser oder Strom» sowie mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen. Grundsätzlich herrsche Verletzungs- und Todesgefahr. Wellnessferien im Wasserbungalow klingen anders.

Auch die Inneneinrichtung ist trotz des stolzen Preises keinesfalls luxuriös. Seitdem er die Plattform 2010 für rund 100'000 Franken gekauft hat, hat Neil den Stahlkoloss vorzu restauriert, dennoch haftet der Unterkunft ein nostalgischer Charme an. Die Ausstattung der Räumlichkeiten orientiere sich an der ursprünglichen Leuchtturm-Plattform aus dem Jahr 1964 und «ist voll mit einzigartigen und faszinierenden Stücken aus fast 50 Betriebsjahren».

Fischen, tauchen, selber kochen

Acht Zimmer mit zwei Einzelbetten oder einem Doppelbett stehen zur Verfügung, Bad und Küche müssen mit den anderen Gästen geteilt werden. Ein bis zwei freiwillige Helfer kümmern sich um die Sicherheit der Gäste. Kochen müssen diese jedoch selber – ausser sie buchen den Service separat hinzu. Zu den möglichen Aktivitäten, die angeboten werden, gehören Fischen und Tauchen.

Bleibt noch zu klären, wie man zu dem laut verschiedenen Medien «gefährlichsten Hostel der Welt» gelangt. Am einfachsten ist natürlich die Anreise im eigenen Boot. Ansonsten kann man gegen einen Aufpreis von 1000 Dollar ein Helikopter (für drei Personen) oder ein Wassertaxi (für sechs Personen) buchen. Na, Lust auf einen Aufenthalt? Wer dringend Ruhe benötigt und über das genügende Kleingeld verfügt, kann den Frying Pan Tower übrigens für 5000 Franken auch einen ganzen Monat lang sein Zuhause nennen.

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SonjaA am 09.12.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wüsste eine Kandidatin

    Habe gerade Pause und heute so ein Gstürm wegen nichts und wieder nichts, wünsche jetzt gerade meine Chefin für ein bis zwei Wochen dorthin! Karma, bitte weghören!:(

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  • Kuno Blaser am 09.12.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann man?

    Nur eine Frage: Kann man dort auch seine Ex platzieren?

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  • Maler50 am 09.12.2017 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum auch nicht

    Na ja, wer etwas besonderes erleben möchte warum auch nicht.Das mit der Lebensgefahr ist wohl mehr ein Marketinggag,denke ich Mal!! Ein Abenteuer ist es sicherlich wenn ich einmal in der Nähe wäre könnte ich mir gut vorstellen im Frying Pan Tower zu Übernachten!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissgirl am 10.12.2017 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung

    Ich spar mir das Geld und bleibe kuschlig warm zu Hause vor dem Kaminfeuer sitzen, mit einem guten Buch und einem Glas guten Wein.

  • Henry am 10.12.2017 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ruhe

    Wie wäre das schön . Keine unerwünschten Besucher, das beruhigende Rauschen der Wellen,wohlbemerkt nur bei Windstille, und natürlich das Zwitschern der Möven. Würde auch gleich das Telephon noch stillegen.

  • Noldi Schwarz am 09.12.2017 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    ... und wieder ein unnötiger Hype...

    Und wieder ein unnötiger Hype mit Dramatik. Diese Plattform steht seit Jahrzehnten. Und wenn ein maximal zwei Hurrikans in der Nähe vorbeiziehen ist das noch lange nicht lebensbedrohlich. Habe auf Bohrplattformen im Golf von Mexiko gearbeitet. Sahen ähnlich aus, waren genau so eingerichtet. Und wer glaubt, das sein Abenteuer, der irrt. Erst die Arbeit weit da draussen macht das Abenteuer aus. Denn die muss auch unter widrigsten Witterungsverhältnissen gemacht werden. Definitiv kein Zuckerschlecken.

    • Roughneck am 11.12.2017 07:43 Report Diesen Beitrag melden

      NUR SO ZUR INFO

      Ich arbeiten auf einer Bohrinsel, bin gerade bis Samstags noch drauf. ENSCO 5004 im Mittelmeer. Solche auf so genannten Jackets fix installierte Anlagen sind Ölplattformen und keine Bohrinsel. Der Unterschied ist, dass eine solche Plattform Öl bzw Gas produziert aus Quellen die von uns (Bohrinsel) gebohrt wurden. Und ps dort übernachten ist bestimmt nicht gefährlich ausser man lehnt sich besoffen übers Geländer

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  • Rico am 09.12.2017 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Suizidkandidaten:

    Ihr müsst nicht auf diese Plattform. In der Schweiz gibts das für viel weniger Geld, noch dazu sehr luxuriös und Würdevoller ist es allemal:-)

  • Urs Müller am 09.12.2017 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Camping in Tenero

    Leider reichen 600.- nur für eine Woche Camping in Tenero..

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