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Gefahr am Strand

06. Juni 2013 16:04; Akt: 16.08.2013 16:09 Print

Feuerquallen-Alarm auf Mallorca

Kaum hat die Sommersaison auf Mallorca begonnen, trübt ein Quallen-Alarm das Ferienvergnügen. An Traumstränden der Balearen-Insel bedrohen die gefährlichen Feuerquallen offenbar die Touristen.

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Die Feuer- oder Leuchtqualle (Pelagia noctiluca) lebt vor allem in wärmeren Meeren und kann für den Menschen gefährlich sein. Die Seewespe (Chironex fleckeri): Eines der giftigsten Tiere überhaupt. Das Gift dieser Würfelqualle kann einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten. Das Gift einer einzigen Seewespe würde für 250 Menschen reichen. Die Würfelquallen (Cubozoa) kommen ausschliesslich in tropischen Gewässern vor. Nesselkapseln an den Tentakeln treiben winzige Stilette durch die Haut ihres Opfers. Dann entladen sich die Nesselkapseln mit einem Druck von 150 bar. Die Gattung Chiropsalmus gehört zu den Würfelquallen. Ihre Nesseln können Schwellungen der Haut und Krampfzustände beim Menschen hervorrufen. Haut nach dem Kontakt mit Chiropsalmus. Ebenfalls hochgiftig: Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis), die zur Gattung der Seeblasen gehört. An ihren Tentakeln finden sich bis zu 1000 Nesselzellen pro cm, die ein Giftgemisch aus verschiedenen Eiweissen enthalten. Dieses wirkt schon bei Hautkontakt direkt an den Nervenzellen, wo es zu einer Übererregung führt. Dadurch bleibt die Muskulatur ständig kontrahiert, Atemstillstand und Herzversagen sind die Folge. Ebenfalls zu den Würfelquallen gehört Stomolophus nomurai, eine japanische Riesenqualle. Die Nomura-Qualle erreicht einen Durchmesser von bis zu 2m und ein Gewicht von bis zu 200kg. Ihre Tentakel werden bis zu 5m lang. Die Ohrenquallen (Aurelia aurita) gehören zur Klasse der Schirmquallen (Ordnung: Fahnenquallen) und sind im Atlantischen Ozean weit verbreitet. Sie kommen an den amerikanischen und auch an den deutschen Küsten in der Nord- und Ostsee vor. Die Kompassqualle gehört wie die Ohrenqualle zur Ordnung der Fahnenquallen. Die Quallen gehören zu den Nesseltieren und besitzen einen äusserst einfachen Bauplan. Quallen bestehen aus zwei Zellschichten, einer äusseren und einer inneren (Gastrodermis). In der Gastrodermis befindet sich der «Magen», der so genannte Gastralraum. Der «Magen» besitzt nur eine einzige Öffnung, durch die nicht nur die Nahrung aufgenommen, sondern Abfallprodukte auch wieder ausgeschieden werden. Ob giftig oder harmlos - Quallen sind oft von geradezu ätherischer Schönheit. (Hauptsächliche Quelle: Wikipedia.org)

Die Feuer- oder Leuchtqualle (Pelagia noctiluca) lebt vor allem in wärmeren Meeren und kann für den Menschen gefährlich sein.

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Quallen an Spaniens Küsten sind an sich nichts Ungewöhnliches. Normalerweise handelt es sich aber um die harmlosen Segelquallen. Doch in diesem Jahr ist alles viel schlimmer: Mallorca erlebt eine Invasion der wunderschönen, aber gefährlichen Leucht- oder Feuerquallen (Pelagia noctiluca), wie Mallorcainfos.com berichtet. Demnach warnt das spanische Meeresforschungsinstitut CSIC vor den Quallen, die plötzlich in Massen auftreten und aussergewöhnlich gross sind.

Besonders betroffen ist offenbar der traumhafte Naturstrand Es Trenc im Süden der Insel, wo sich Tausende der Tiere im Wasser tummeln. Viele Badegäste machten laut den Berichten seit dem vergangenen Wochenende bereits Bekanntschaft mit den rund einen Meter langen Tentakeln der Feuerqualle und mussten gar den ärztlichen Notfalldienst in Anspruch nehmen.

Biss hat üble Folgen

Die Feuerqualle lebt vor allem in wärmeren Meeren wie dem Mittelmeer, dem Roten Meer und im Golf von Mexiko. Die Zunahme könnte mit der Klimaerwärmung oder auch mit Überfischung der Meere im Zusammenhang stehen. Sobald man mit der Feuerqualle in Berührung kommt, reissen die in den Nesselfäden konzentrierten Kapseln auf, und die Qualle schiesst stilettartige Dornen in die Haut des Opfers. Das Gift wird dabei über eine Art Schlauch injiziert. Die Symptome sind plötzliche Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, oft Schwellungen und Rötungen. Möglich ist auch Blasenbildung und Juckreiz, in extremen Fällen kann ein allergischer Schock sogar zum Tod führen.

Tourismusverantwortliche der Balearenregierung in Palma de Mallorca schweigen bisher zu dem brisanten Thema. Auch Fremdenverkehrsämter, Hoteliers und Ferienwohnungs-Vermieter geben sich auf Anfrage bedeckt und wollen keinen Kommentar abgeben, «solange es keine offizielle Mitteilung seitens der Regierung gebe». Eine solche ist allerdings nicht geplant: Gemäss Auskunft der Medienstelle überlässt die Regierung den Umgang mit dem Quallen-Problem den einzelnen Gemeinden.

«Alle Strände offen»

Roland Schmid, Leiter Sicherheitsmanagement von Tui Suisse, weiss derzeit nichts von einer Quallenplage: «Auf Mallorca sind alle Strände offen. Kein Strand, auch derjenige von Es Trenc, ist bisher geschlossen worden.» Kein Tui Gast habe bisher von Quallen an irgendeinem Strand auf Mallorca berichtet. Im Falle eines verstärkten Quallenaufkommens würden die Gäste über allfällige Vorsichtsmassnahmen informiert. «Wir verfolgen die Situation aufmerksam weiter», so Schmid.

Sind Sie derzeit auf Mallorca? Sind Sie Opfer einer Feuerqualle geworden? Melden Sie sich auf feedback@20minuten.ch

(mg)

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