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Angebot in Mumbai

31. Januar 2018 16:16; Akt: 31.01.2018 16:16 Print

Sollen Touristen im Slum übernachten?

In einem Armenviertel Mumbais können Touristen neuerdings unter authentischen Bedingungen übernachten. Ist das nötig?

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Umgerechnet 30 Franken kostet die Übernachtung im Haus von Ravi Sansi. Ein Schnäppchen für Mumbai? Nun, die Sache hat einen Haken: Denn die Unterkunft steht mitten in Khar, einem der grössten Armenviertel Indiens. Rund 60 Prozent der Einwohner der indischen Finanzmetropole leben in einem Slum. Mit seinem Slum Homestay will Sansi Besuchern, die «aus ihrer Komfortzone ausbrechen wollen», einen authentischen Einblick in den Alltag von Millionen erlauben.

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Würden Sie im Slum übernachten?

Slum-Touren sind in Mumbai nichts Neues. «In diesem Fall verbringt man jedoch richtig Zeit mit Ravis Familie und lernt mehr über ihr Leben», sagt David Bijl, der die Idee ins Leben gerufen hat, gegenüber der «Times of India». «Es gibt hier sehr viel Schönes und die Leute sind oft glücklich», fügt der holländische NGO-Mitarbeiter an.

«Das sind keine Zoo-Tiere»

Im klimatisierten Loft treffen die Besucher eine nigelnagelneue Matratze und einen Fernseher an. Die Toilette muss man sich jedoch mit der 16-köpfigen Gastfamilie und 49 weiteren Haushalten teilen. «Sie dürfen sehr gerne mit uns essen, wir können aber auch Restaurants in der Nähe vorschlagen», erläutert Sansi.

Bereits sind weitere Familien aus der Nachbarschaft daran interessiert, Gäste aus aller Welt aufzunehmen. Von manchen Experten wird das Angebot derweil kritisch betrachtet. Sie sprechen von einem Armuts-Tourismus, der entwürdigend und ausbeuterisch sei. «Es handelt sich hier nicht um Museumsobjekte oder Tiere in einem Zoo. Wir sprechen hier von einer Gemeinschaft und echten Menschen, die ihr Leben leben. Eine Übernachtung bringt weder der Familie noch dem Gast etwas», wird Jockin Arputham von der Slumbewohner-Vereinigung (Slum Dwellers International, SDI) im Guardian zitiert.

«Ich habe in vielen Slums gearbeitet und ich weiss, dass es einen positiven Effekt für beide Seiten hat, wenn sich Aussenstehende mit dem Leben hier auseinandersetzen», verteidigt David Bijl seine Idee. Zudem kämen sämtliche Einnahmen direkt der Familie zu.

(sei)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Travelino am 31.01.2018 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Geschäftsidee

    Es gibt bestimmt diverse Touristen, die ein authentisches Erlebnis suchen und der Herr wird an einem Übernachtungsgast soviel verdienen wie andere mit einem Monat Arbeit. Für mich war schon der 2 Sterne Hotel Level in Indien genug Ausbruch aus der Komfortzone...

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  • Student am 31.01.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Hygienestandards

    Mit Sicherheit lehrreich, aber Durchfallerkrankungen sind garantiert, die durchaus auch bleibende Schäden hinterlassen können. In Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch eine der häufigsten Todesursachen.

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  • Maler50 am 31.01.2018 16:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht?!

    Sicher,da haben beide Seiten etwas davon. Solange die Gastfamilie ihren Nutzen davon hat, warum nicht!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ilp Auf reisen am 21.02.2018 02:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ob Minen Arbeit in Potosi oder Slum in Indien

    In Potosi(Bolivien) ist die Mine die Grösste Toristen Atraktion, zuschauen wie die Menschen sich unter den Schlimmsten Umstänten zutote schuften. Aso wiso nicht auch in Indien in den Slum. Muss jeder selbst entscheiden ob der das vertreten kann oder nicht.

  • Gina Muck am 04.02.2018 18:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe die Aufregung nicht ...

    ... wer möchte kann mal (am Rande...) erfahren wie das Leben in einem Slum ist (auch wenn die meisten dort sicher weder Klimaanlage noch eine neue Matratze haben!). Wer nicht will, lässt es halt! Ich finde das auch nicht voyeuristisch, sondern ein Beitrag zur Völkerverständigung. Und wenn die Familie dort noch was verdient, ist doch toll! Ich habe mal so eine Slumtour in Mumbai gemacht und lese jetzt News zu dem Thema mit ganz anderen (offeneren!) Augen. Auch wenn das alles schwer zu ertragen war ...

  • Yannick95 am 01.02.2018 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein

    eine tagestour wäre da warscheinlich sinnvoller.. abee ob die leute die dort leben gerne von reichen touristen begafft werden?

  • gross mutter am 01.02.2018 21:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    in den ferien will ich verwöhnt werden

    mach lieber ferien in uhu (ums huus ume).

  • Pete am 01.02.2018 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Um Gottes Willen

    Ich war in Australien und als im College die Indischen Schüler ankamen, da waren sich sämtliche Nationalitäten von Brasilien bis Japan einig, dass die meisten davon einen sehr unangenehmen Körpergeruch mit sich trugen, um es mal so auszudrücken. In einem Indischen Slum zu übernachten und dort auf die Toilette zu müssen, lol, da würde ich noch lieber ein Jahr lang ohne Ferien durcharbeiten.

    • mario am 04.02.2018 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      Mitbewohner als Pakistani

      Der Geruch von Curry hatte der WG-Kollege immer.

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