Reisen

Auf der Suche nach Inspirationen für Ihre nächsten Ferien oder Ideen für den geplanten Kurztrip?

 

Klicken Sie auf die interaktive Weltkarte!

Zur interaktiven Karte

«Bitte nicht stören»

01. April 2018 08:52; Akt: 01.04.2018 08:52 Print

In 14'000 Schildern um die Welt

Der Sammler Edoardo Flores erklärt sein ausgefallenes Hobby und präsentiert «Bitte nicht stören»-Schilder vom Vatikan über Nordkorea bis Osttimor.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Edoardo Flores, wie entstand die Idee, «Bitte nicht stören»-Schilder zu sammeln?
Die meisten Sammlungen werden aus einem Zufall heraus angefangen. Ich reiste früher oft und übernachtete in vielen verschiedenen Hotels. Aus Pakistan nahm ich vor ungefähr 25 Jahren zum ersten Mal ein Schild als Souvenir mit. Ein Freund meinte dann, dass man daraus eine schöne Sammlung machen könnte. Von da an nahm ich von überall so ein Souvenir mit. Weltweit gibt es nur eine Handvoll Sammler in diesem Bereich. Es handelt sich natürlich um ein Hobby für Leute, die viel reisen.

Was fasziniert Sie an den Schildern?
Mich beeindrucken die grossen Unterschiede betreffend Design und Sprache: Aussergewöhnliche Formen und Materialien, lustige Texte oder sogar Schreibfehler – jedwede kreative Kombination aus all diesen Elementen macht ein Schild spannend. Über mein Hobby erfahre ich auch viel über einzelne Hotels, deren Geschichte, berühmte Gäste und ähnliche interessante Fakten.

Erkennt man an den Schildern auch kulturelle Unterschiede?
Selbstverständlich! Schilder aus Asien sind besonders kunstvoll, sie sind oft individuelle, von Hand gemachte Stücke. Diejenigen aus den USA sind oftmals etwas kreativer als der Durchschnitt und widerspiegeln ein höheres Augenmerk aufs Gästemarketing.

Wie haben sich die Schilder in den letzten 25 Jahren verändert?
Einige der älteren Exemplare haben humorvolle Designs. Ausserdem enthielten sie genauere Instruktionen zum Gebrauch und zu anderen Hotel-Dienstleistungen. Heute sind sie einfacher und direkter. An der Anzahl verschiedener Sprachen erkennt man den Einfluss des Massentourismus. Viele Standard-Schilder haben sich seit Ewigkeiten gar nicht geändert.

Welches Schild ist Ihr persönlicher Favorit?
Bei über 14'000 Exemplaren ist es unmöglich, sich auf einen einzigen Favoriten festzulegen. Eines meiner seltensten Stücke stammt aus dem Vatikan, genauer gesagt aus der Domus Sanctae Marthae, wo der aktuelle Papst lebt. Das Gebäude dient als Gästehaus für Geschäftskontakte des Heiligen Stuhls. Besser bekannt ist es jedoch als Residenz für die Kardinäle, die beim Konklave den neuen Papst wählen.

Wie lagern Sie die Schilder?
Aufgrund der unterschiedlichen Grössen und Formen ist es nicht einfach, ein standardisiertes System anzuwenden. Einige der kunstvolleren Exemplare hängen an der Wand, die grosse Mehrheit ist nach Ländern sortiert und in Umschlägen oder Kartons abgelegt. Ich bin ein sehr genauer Sammler. In einer Datenbank sammle ich alle wichtigen Informationen und einen Scan jedes einzelnen Stücks. Auf meiner Website habe ich zudem einen Link zu allen Bildern, die ich auf Flickr verwalte.

(sei)

Traumreisen
bis zu 70% günstiger
Melden Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse kostenlos bei Secret Escapes an!
Jetzt entdecken