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09. Februar 2018 09:35; Akt: 09.02.2018 09:35 Print

Neuseeland leidet unter Bucket-List-Touristen

Beliebte Wanderwege wie der Milford Track sind Monate im Voraus ausgebucht. Und die Horden hinterlassen ihre Spuren.

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120'000 Personen waren 2016 auf den Great Walks in Neuseeland unterwegs. Das waren 12,4 Prozent mehr als in der Vorsaison und fast 50'000 mehr als noch vor zehn Jahren. In den neuseeländischen Medien ist die explosionsartige Zunahme von ausländischen Wandertouristen seit einiger Zeit ein Thema. Es wurden bereits Ideen laut, zusätzliche Gebühren für die beliebtesten und bedeutendsten Routen des Landes zu erheben.

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#mackinnonpass #milfordtrack #newzealand

Ein Beitrag geteilt von Jackie Ashenden (@jackie_ashenden) am

Manchen Einheimischen stösst besonders das Verhalten der Besucher sauer auf. «Bei einigen Wegen findet man Kot und Toilettenpapier direkt neben dem Pfad. Es ist ekelhaft», sagt ein Reiseveranstalter gegenüber Radio New Zealand.

Nun berichtet auch der britische Guardian von «Touristenhorden» auf dem berühmten Milford Track auf der Südinsel des Landes. Nahezu 8000 Wanderer hätten den Mehrtages-Track in der letzten Sommersaison absolviert. «Viele Leute interessieren sich gar nicht mehr für die Umgebung», wird Hüttenwart Ross Harraway zitiert. Sie würden nur ihre Bucket List abhaken und so schnell wie möglich durchmarschieren wollen.

«Mit Kopfhörern im Ohr laufen sie hoch zum Pass, machen ihre Fotos – und fertig.» Es gebe unterschiedliche Gründe, den weltberühmten Wanderweg in Angriff zu nehmen. «Aber vermehrt machen es Leute nur für den Status. Mit Trampen, wie wir das verstehen, hat das nichts mehr zu tun.» Ein Mitarbeiter des Departements für Naturschutz bezeichnet den Milford Track sogar als «Autobahn» und «Fliessband».

In den sozialen Medien finden sich bereits Reaktionen auf die Berichterstattung. «Ich kann dem 'Guardian'-Artikel in keinster Weise zustimmen», schreibt ein Instagram-User aus Neuseeland. «Wir empfanden den Milford Track nicht als überbevölkert.»

Schon jetzt sind die Kapazitäten auf dem Milford Track begrenzt. Wer auf eigene Faust unterwegs sein und in den staatlich betriebenen Hütten entlang des 53,5 Kilometer langen Weges übernachten möchte, muss dies Monate im Voraus buchen. Als Alternative bieten private Veranstalter geführte Gruppen-Touren an, bei denen die bis zu 50 Teilnehmer in Lodges untergebracht werden.

Ein Beitrag geteilt von ma-chan (@chibs55) am

(sei)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Loreley am 09.02.2018 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pfui Mensch

    Schade, dass zauberhafte und spezielle Orte je länger je mehr von Massen heimgesucht werden. Und dazu noch von Massen mit vielfach schlechtem Benehmen. Kot gleich beim Wanderweg. Pfui. Kann ich da nur sagen. Schlimm, wie sich der Mensch benimmt. Null Anstandsregeln mehr, und dazu noch ignorant und selbstsüchtig. Berühmtestes und schlimmstes Beispiel hierfür auch der Mount Everest. Was dort abgeht ist doch wirklich nicht mehr normal!

  • Anna B. am 09.02.2018 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Widerlich...

    Richtig traurig so was!:-( Leider sieht man das überall auf dieser Welt! Wieso können die Menschen die Natur, die Umwelt nicht einfach geniessen? Man macht das vielleicht nur einmal im Leben und dann will man doch nicht nur auf Fotos zurückschauen, mit sich selber im Vordergrund! Kopfhörer raus, Handy weg und einfach mal alles bewusst sehen, hören und riechen!!! Und den Abfall einfach wieder mitnehmen!!!

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  • sonja b am 09.02.2018 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie auf Inka-trail

    Leider ist es ähnlich auf dem Inka-trail in Peru. Da kann es auch passieren, Müll und ein Häufchen auf dem Weg zu finden. Die meisten erfreuen sich aber an der Natur und geniessen die Kraft der Natur!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Traveller am 10.02.2018 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haha scheinheilig

    hallo zusammen , wir sind grad in neuseeland , und ja es ist und wird immer voller , es gibt so gut wie keine geheimplätze mehr .... aber he wir haben heute halt immer mehr die möglichkeit zu reisen und alles zu sehen was andere sehen wollen oder gern sehen , also müssen wir damit zurecht kommen nicht allein zu sein auf dieser welt .... der milford ist übrigens limitiert mit festen hütten und am schluss ne bootsfahrt ..... heisst die zahlen sind ja so gewollt .... das haupt sujet der Mitre Peak ist per auto/bus erreichbar ..... und dank backpackern ist kein ort einsam !!!!

  • petra am 10.02.2018 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue Wanderwege

    Bei Reisen ist es normal, das man die bekannten Attraktion sehen möchte! NZ könnte für neue Wanderrouten die noch nicht so bekannt sind werben. Natürlich ist dann das "Dreckproblem" noch nicht gelöst, jedoch könnte man die Route so planen, dass immer wieder einmal ein Plumsklo kommt :-)

    • 40Länder am 15.02.2018 09:41 Report Diesen Beitrag melden

      Geheimtips immer für sich behalten!

      Man sollte niemals (!) für Wanderrouten werben, die "noch nicht so bekannt" sind. Sonst werden sie ja bekannt und werden bald das gleiche Problem haben wie die beliebten Wanderwege. Man sollte auch niemals die schönsten Orte angeben, die man besucht hat. Es sind die Einzelreisenden, die schuld sind am Massentourismus: Ich finde den schönsten, Platz der Welt und erzähle es nur meinem besten Freund, der erzählt es seinem zweitbesten Freund, der es auch seinem zweitbesten Freund erzählt usw. usw. Und schon bald hat es am Schönsten Ort der Welt einen internationalen Flughafen und einen McDonalds

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  • Tschinii am 10.02.2018 14:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Deshalb gebe ich meine reisetipps und die schönsten destination nicht preis...

  • Markus am 10.02.2018 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht überfüllt

    Halb so schlimm, wenigstens vor 2 Jahren. Da war es oft stundenlang menschenleer, so dass man sich fast etwas mehr Menschen wünschte (falls etwas passieren würde, denn dort gibt es massive Empfangslöcher mit dem Swisscom-Roaming.

  • Hermann Locher Heerbrugg am 10.02.2018 01:49 Report Diesen Beitrag melden

    Superschlauen

    Das sind doch die Touristen die schon alles wissen und die Welt verbessern wollen.

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