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Umweltschutz

11. Dezember 2017 15:11; Akt: 11.12.2017 15:11 Print

Palau ringt jedem Besucher ein Gelöbnis ab

Der Inselstaat im Pazifik tut sich schwer mit dem Massentourismus. Und versucht deshalb, an das Gewissen der Reisenden zu appellieren.

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Besucher von Palau müssen künftig versprechen, die Umwelt des pazifischen Insel-Kleinstaats zu schonen. Bei der Einreise bekommen sie einen Stempel in ihren Pass, das «Palau-Gelöbnis», das sie unterzeichnen müssen. Die Insel, umgeben von kristallklarem Wasser und intakten Korallenriffen, gilt als eines der besten Taucherziele weltweit – und kämpft mit den Folgen von immer mehr Touristen.

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«Ich gelobe als euer Gast, dass ich eure schöne Insel schütze und erhalte», heisst es im «Palau-Gelöbnis». Die Touristen schwören mit ihrer Unterschrift, vorsichtig aufzutreten, sich höflich zu benehmen und die Insel und die Unterwasserwelt aufmerksam zu erkunden.

«Die letzte Generation»

Bei der Formulierung halfen Schulkinder – Präsident Thomas Remengesau sagte, das Gelöbnis solle helfen, die Umwelt für künftige Generationen zu bewahren. Für die Bewohner von Palau hänge das Überleben vom Umweltschutz ab, «und wenn wir unser schönes Land wegen verschlechterter Umweltbedingungen verlieren, dann werden wir die letzte Generation sein, die seine Schönheit und seine Artenvielfalt geniesst».

Nach Palau kommen mittlerweile jährlich fast 150'000 Touristen, 70 Prozent mehr als noch 2010, die meisten aus China. Einwohner hat die Insel nur 20'000. Sie sind empört über manche Verhaltensweisen der Besucher – etwa, wenn sie Schildkröten fangen, um mit ihnen Selfies zu machen, auf Riffen herumtrampeln oder Müll am Strand liegen lassen.

(ilo/jm/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grosi am 11.12.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverständlichkeit

    Dieses Gelöbnis sollte überall eine Selbstverständlichkeit sein! In meiner Generation haben uns die Eltern und Grosseltern das vorgelebt und gelehrt.

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  • Expat am 11.12.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An das Gewissen appellieren

    Absolut richtig, das sollten sich andere Staaten zum Vorbild nehmen. Kann ja nicht sein, dass Leute die einmal in ein Naturparadies reisen Dinge hinterlassen, die die nächsten Generationen dann belasten. Ich würde es noch härter angehen, wer das Gelöbnis bricht zahlt eine Strafe von 1000 $ und wird in Sozial Media mit seinem Delikt aufgeführt.

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  • Taucher am 11.12.2017 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Paradies

    war vor 30 Jahren auf Palau. Ein Besuch mit Eindrücken die auch heute noch wirken.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Didi Weidmann am 13.12.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte Uster auch einführen ...

    Das sollte die Stadt Uster auch einführen und zwar sowohl für Gäste als auch für Einheimische - achtlos weggeworfener ist leider auch bei uns ein wachsendes Problem. Das Redbull angeblich Flügel verleiht, nützt leider nichts, da die weggeworfenen Büchsen ja in aller Regel leer sind ...

  • Ruedi Streule am 13.12.2017 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Palau

    Bringt wahrscheinlich mehr als die Pariser Umweltkonferenz, da die Aktion vor allem Umwelt bewusste Touristen ansprechen dürfte. Sollte auch von den Mallorcanern als Kontrapunkt zum Ballermann übernommen werden!

  • Ernst Ruetimann , Trang am 13.12.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Die Natur fuer 20 Silberlinge verschachert !! Aber was will ein Inselstaat ohne Bodenschaetze und andere Einnahmen anders machen . Einzige Moeglichkeit : Besucherzahl ist zu reduzieren auf ein ertraegliches Mass ! Ich war selber noch nicht da , und werde auch altershalber ( 71 ) nicht mehr hingehen , obwohl mich die Gegend interessieren wuerde . War an anderen Orten im Pazifik : ehemals Truk-Lagoon , Guam , Tuamotus , Marquesas , Tahiti ua

  • patoma am 12.12.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Paradis mit Haien

    Ein wunderschönes Paradies, genial zu Tauchen speziell mit (harmlosen) Haien, eines meiner schönsten Erlebnissen. Aber lasst die Massentouristen Chinesen, Koreaner und Japaner, nicht ins Wasser, da habe ich schon viel grausiges gesehen. Auch genial ist der Jelly Fish Lake mit Millionen von nicht giftugen Quallen mit den man Schnorcheln kann.

  • J. Lehmann am 12.12.2017 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    So ein guter Artikel aber auch

    All diese Touristen produzieren doch auch Abwasser... und Müll... wird denn dies richtig geklärt oder einfach so in das grosse Meer entlassen? Ist wieder mal ein richtig gut recherchierter Artikel mit viel Tiefgang.... könnte man direkt gleich selbst bei der Nachrichtenagentur lesen....

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