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Vanabundos-Blog

13. Oktober 2017 14:47; Akt: 13.10.2017 14:47 Print

Pannen auf dem Weg nach Südamerika

von Gabriella Hummel - Unsere Blogger haben ihren VW-Bus von Panama nach Kolumbien verschifft. Natürlich nicht ohne Herausforderungen. Dafür wartet jetzt ein neuer Kontinent!

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Nicht, dass wir uns nicht schon daran gewöhnt hätten, mit Verspätungen, langsamen Prozessen und Unerwartetem umzugehen. Nach über 14 Monaten unterwegs bringt uns so schnell nichts mehr aus der Ruhe. Denn am Ende hat noch alles irgendwie funktioniert.

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In Panama verbrachten wir die Zeit vor der Verschiffung nach Kolumbien hauptsächlich an der Pazifikküste. Las Lajas ist der längste Strand Zentralamerikas: 20 Kilometer nur Palmen und Sand, quasi unbewohnt. Wir stellten uns vor das einzige Hostel weit und breit und erholten uns vom Strassenlärm und den zu vielen Menschen. Friedlich. Bis auf die eine Nacht, als wir um 2 Uhr geweckt wurden, weil man befürchtete, dass das Erdbeben in Mexiko einen Tsunami ausgelöst habe. Glücklicherweise war die Hostelbar noch offen: Wir schnappten uns ein Bier und verfolgten die Nachrichten. Um uns hatten wir keine Angst, aber es Bestand die Gefahr, dass eine etwas höhere Welle unseren Bus überschwemmen könnte. Einige Stunden später wurde die Warnung aufgehoben – und wir gingen bei Sonnenaufgang wieder schlafen.

Schlüssel stecken lassen und hoffen

In Panama-Stadt starteten wir sofort mit dem Papierkram für die Verschiffung. Als Erstes stand ein Besuch bei der Polizei zur Inspektion an. Wartezeit: 90 Minuten. Inspektionszeit: vier Sekunden. Wir befuhren den Puente de las Americas, die Brücke, die Nord- mit Südamerika verbindet. Wir besuchten den Panama-Kanal und stellten aufgeregt fest, dass unser Büssli ja schon einmal hier gewesen war, bei der Verschiffung von Europa an die US-Westküste vor über einem Jahr.

Colón liegt etwa 60 Kilometer entfernt von der Hauptstadt und ist Hauptumschlagplatz für Container und Frachten aller Art. Da unser Auto nicht in einen normalen Container passt, haben wir uns entschieden, es via Roll-on-Roll-off zu verschiffen. Das heisst, man stellt das Auto in den Hafen, es wird auf den Frachter gefahren und dann wieder runter. Das Problem: Die Schlüssel stecken während der mindestens drei Tage in den Häfen am Auto – jeder kann hinein. Deshalb hatten wir uns noch in Las Lajas von einem netten pensionierten Holländer namens Rudi eine provisorische Trennwand hinters Cockpit bauen lassen. Die hinteren Türen versahen wir mit Vorhängeschlössern.

Ist da ein Huhn im Bus?

Wir holten Dokumente und Stempel bei vier verschiedenen Stationen am Hafen. Am Ende wurde der Wagen noch von einem Drogenhund und einem Inspektor durchsucht. Bei dieser Gelegenheit entdeckte der Mann einen Federhut, den wir seit unserem letztjährigen Besuch am Burning Man Festival mit dabei hatten. «¿Es un pollo?» («Ist das ein Huhn?»), fragte er und klang nicht einmal überrascht. Er hatte wohl schon einiges in seinem Leben gesehen, da kam ihm ein Huhn im Schrank nicht völlig absurd vor.

Den Flieger von Panama-Stadt nach Cartagena verpassten wir. Wir warteten wohl etwas zu geduldig in unserer Schlange. Am Check-in-Schalter angekommen, war unser Flug bereits mitten im Boarding. Wir hatten allerdings Glück und bekamen noch die letzten beiden Sitze für den Abendflug. Zehn Stunden am Flughafen von Panama: Nicht gerade ein Wunschtraum, aber es gibt Schlimmeres.

Nun sind wir schon eine Woche in Cartagena. Das Schiff hatte wegen der Hurrikane in der Karibik Verspätung, darum erreichte unser Bus Kolumbien erst gestern. Wir hoffen, ihn bald – mitsamt Inhalt – abholen zu können. Kostenpunkt: um die 1300 Dollar, exklusive Flüge und Hotel. Und dann? Dann wartet ein neuer, riesiger Kontinent auf uns!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Meier am 13.10.2017 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und....

    So tolle Länder, so tolle Reise ... und so ein Gähn-Bericht. Schade, habe mehr erwartet.

  • Bruno F am 13.10.2017 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstgemacht

    schönes Züricher Autonummern Schild. Das Original im Stva Zürich im Depot

    einklappen einklappen
  • Herr Max Bünzlig am 14.10.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    mit Pannen am Fahrzeug auf dem steinigen Weg nach Südamerika muss man immer rechnen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzlig am 14.10.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    mit Pannen am Fahrzeug auf dem steinigen Weg nach Südamerika muss man immer rechnen

  • gk am 14.10.2017 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pannen?

    und welches waren nun die im Titel geschriebenen Pannen?

  • Typhoeus am 14.10.2017 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pannen wie im normalen

    Lebe. Wo ist das Problem? Nichts Aufregendes.

  • Bruno F am 13.10.2017 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstgemacht

    schönes Züricher Autonummern Schild. Das Original im Stva Zürich im Depot

    • Inspektorin am 14.10.2017 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fahrlässig gefahren?

      Das Fahrzeug ist wohl nicht versichert?

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  • Paul Treichler am 13.10.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also..

    ...warum von Panama nach Columbien verschiffen? Könnte man das "kurze" Stück nicht auch noch fahren? Ansonsten sehr Intressante Reise.

    • Heinz Müller am 13.10.2017 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paul Treichler

      Schon mal was von "the Darien Gap" gehört? Ist ein nicht befahrbares Stück von etwa 120km, das mir dichtestem Dschungel bewachsen ist - da gibt es kein Durchkommen!

    • Anna am 13.10.2017 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paul Treichler

      Ist zu gefährlich für Touristen.

    • yan d am 13.10.2017 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anna

      es ist unmöglich, nicht zu gefährlich. nicht machbar.

    einklappen einklappen
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