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Venedig

23. Juli 2014 15:36; Akt: 23.07.2014 15:36 Print

Prominente protestieren gegen Kreuzfahrtschiffe

Für viele Passagiere ist Venedig der Höhepunkt ihrer Schiffsreise. Für Umweltschützer und Anwohner sind die Kreuzer ein Ärgernis. Jetzt erhalten sie prominente Schützenhilfe.

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Die Hafeneinfahrt in Venedig zählt zu den spektakulärsten der Welt.

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63 internationale Persönlichkeiten aus Kultur, Literatur, Wirtschaft und Wissenschaft haben sich mit einer Petition an den italienischen Premier Matteo Renzi gewandt, um die «Invasion» von Kreuzfahrtschiffen in der Lagune von Venedig zu stoppen. Sie unterstützen damit eine Kampagne Einheimischer, die seit Jahren den Kreuzfahrttourismus in Venedig bekämpfen.

Hollywood-Stars wie Regisseur James Ivory, Jane Fonda und Michael Douglas unterzeichneten den Appell. Auch der Stardesigner Calvin Klein, Literatur-Nobelpreisträger Vidiadhar Surajprasad Naipaul und der Architekt Norman Foster schlossen sich der Forderung an, wie am Mittwoch bekannt wurde. Es sei unannehmbar, dass 300 Meter lange Kreuzfahrtschiffe bis vor den Markusplatz fahren könnten. «Der Schutz der Stadt ist wichtiger als die wirtschaftlichen Interessen, die mit dem Kreuzfahrttourismus zusammenhängen», heisst es im Aufruf.

Schnell wachsender Touristenstrom

In Venedig kämpfen Mitglieder des Verbands «No grandi navi» für den Ausschluss der Kreuzfahrtschiffe aus Venedig. 1,8 Millionen Kreuzfahrttouristen besuchen jährlich die Lagunenstadt. Seit 1997 stieg die Zahl um 440 Prozent. Damit rückte Venedig vom zehnten auf den vierten Platz im europäischen Ranking der grössten Terminals für Kreuzfahrtschiffe vor.

Doch dies ist mit hohen Umweltkosten verbunden. Jedes Schiff verursacht nach Behördenangaben so viel Umweltverschmutzung wie 14'000 Autos. «No Grandi Navi» fordert eine Reduktion des Schiffsverkehrs und argumentiert ausserdem mit dem Wellengang, der die Fundamente der Palazzi beschädigt. Ferner bringe der Kreuzfahrttourismus nur geringe Einnahmen, da die Reisenden nicht in der Stadt nächtigten.

Italiens Verkehrsminister Maurizio Lupi versicherte kürzlich, dass ab Januar 2015 ein Fahrverbot für Schiffe mit einem Volumen von über 96'000 Registertonnen in der Lagune gelten wird. Bis 2016 soll eine Alternativroute garantiert werden, damit die Schiffe nicht mehr durch das Unesco-Weltkulturerbe Venedig fahren müssen.

(sda)

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