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Fotoreportage aus Georgien

18. Dezember 2017 15:45; Akt: 18.12.2017 15:45 Print

So hart ist das Schäferleben wirklich

Der neuseeländische Fotograf Amos Chapple durfte eine Gruppe junger Schäfer beim schwierigen Abtrieb in Georgiens Bergen begleiten.

Bildstrecke im Grossformat »
Fotograf Amos Chapple begleitete sechs Schäfer durch die Bergwelt Georgiens. Die Region Tuschetien im grossen Kaukasus zählt zu den wenig besuchten Ecken dieser Welt. Die Schäfer und ihre Tiere legen jeden Tag 40 Kilometer zurück. Mit den Georgiern konnte sich der Fotograf leider nicht unterhalten. Trotzdem oder gerade deswegen kamen sie gut mit dem Neuseeländer klar. Abends wurde dann zusammen gegessen. Die Schäferhunde haben dieselbe Farbe wie die Schafe, um perfekt vor den Wölfen getarnt zu sein. Überquert wurde auch der knapp 3000 Meter hohe Abano-Pass. Der Neuseeländer Chapple hat dabei vor allem eins gelernt: Das Landleben nicht zu romantisieren. Der anstrengende Trip hat sich gelohnt: Der 35-Jährige kam mit tollen Aufnahmen im Gepäck nach Hause. Abends wärmten sich die Männer am Lagerfeuer. Zwar konnte Chapple auf die Unterstützung eines Jeeps zurückgreifen. Doch herabfallendes Gestein demolierte das Autodach. Das sind die jungen Schäfer. Da kriegt man glatt Fernweh. Achtung, Auto! Wie kam der Jeep da bloss durch? Abends nach getaner Arbeit. «Nicht viele Menschen sind für diesen Lebensstil geeignet», so Chapple zu 20 Minuten. Die Schäfer sind natürlich extrem fit. Chapple sind wunderschöne Bilder gelungen. Er arbeitet seit zwölf Jahren als Fotograf. Als er für einen anderen Auftrag in den grossen Kaukasus kam, verliebte er sich in die Region. Und die einheimischen Schäfer willigten ein, ihn mitzunehmen. Er will unbedingt nochmal den Abtrieb mitmachen. Ob auch mal etwas Lustiges auf dem Trip passiert sei, wollen wir wissen. «Nein! Es war eine sehr ernste Angelegenheit», so der Fotograf. Die imposante Bergwelt in ihrer ganzen Pracht. Nach Ankunft im Tal spendierte der Wahl-Prager den Schäfern ein üppiges Mahl im Restaurant. «Keine Angst, das Schaf schläft nur!» Das zumindest hätte mir jetzt mein Papi gesagt. Dieser Schäfer hat sich Outfit-technisch gut an die Umgebung angepasst. Und nun ein paar Fakten über Georgien. Die Hauptstadt des Landes heisst Tiflis. Die Einwohnerzahl beträgt knapp 4 Millionen. Wie viele Schafe es im Land gibt, war nicht zu eruieren. 84 Prozent der Bevölkerung gehören der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche an. Bezahlt wird mit dem Georgischen Lari. Georgien wird im Norden von Russland, im Süden von der Türkei und Armenien und im Osten von Aserbaidschan begrenzt. Sind Sie müde? Dann bitte jetzt Schäfchen zählen. Aber zurück zu Georgien: Das Land zählt ca. 4100 Pflanzenarten. Amtssprache ist das Georgische. Es gehört zur südkaukasischen Sprachfamilie. Georgiens Küche galt als die Haute cuisine der sowjetischen Küche. Sie ist für ihre Qualität und regionale Vielfalt bekannt. So, nun fällt mir (bzw. Wikipedia) auch zu Georgien nichts mehr ein. Die letzten Bilder müssen Sie also kommentarlos geniessen. Viel Vergnügen!

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Amos Chapple war eigentlich für einen anderen Auftrag in Georgien unterwegs. Doch dann hörte der Fotograf von den Schäfern, die ihre Tiere durch die wunderbare Bergwelt von Tuschetien im grossen Kaukasus treiben. So war die Idee für seine Fotoreportage geboren.

In dieser wenig besuchten Ecke der Welt begleitete der Neuseeländer sechs junge Männer, die ihren Traum vom Schäferleben verwirklichten. Dabei lernte er vor allem eins: das Landleben nicht zu romantisieren. «Diese Männer wandern den ganzen Tag und haben abends noch genug Energie, sich am Lagerfeuer zu betrinken. Nur wenige Menschen sind für einen solchen Lebensstil geeignet», sagt Chapple zu 20 Minuten. Tiefschürfende Gespräche blieben aus: Aufgrund der Sprachbarriere gab es keinerlei verbale Kommunikation.

Respekt hatte der 35-Jährige auch für die Schafe, die jeden Tag 40 Kilometer zurücklegen und sogar einen knapp 3000 Meter hohen Pass überqueren müssen. Der Fotograf selbst hatte die Unterstützung eines Jeeps. Doch auch das barg seine Tücken: Aufgrund des schlechten Zustands der Strasse verschliss er fünf Reifen in zwei Tagen – und herabfallendes Geröll demolierte das Dach des Fahrzeugs.

Die eindrücklichen Fotos von Amos Chapples Reise sehen Sie in der Bildstrecke.

(cat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 18.12.2017 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube ich sofort

    Ja die Wirklichkeit hat mit der Romantik nichts zu tun. Aber bei uns längst vergangenen Zeiten verführen die Leute leicht zu Träumereien,ich verkläre die Vergangenheit manchmal auch zu leicht. Ich denke nicht das ich ohne weiteres das Leben eines Schäfers führen könnte.Mein Respekt vor diesen Männer!!

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  • F.R. am 18.12.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Beeindruckend

    Sehr schöner Beitrag. Danke

  • G.K. am 18.12.2017 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo an solche Hirten

    was diese Leute alles auf sich nehmen, mein voller Respekt! Und das bei dieser kälte, ohne richtige wärmende Kleidung und kein gutes Schuhwerk!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Einfach mal so am 24.12.2017 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    an alle die vom Harten Entbehrungsreiche

    Schweizer Bauernleben schreiben, es geht hier um Schäfer. Den Kommentar eines Schäfers würde ich aktzepieren, ja sogar begrüssen (aber vemutlich habe die keine Zeit für Komm. wegen der Arbeit) nur das mit dem Artikel zusammenhangslose Gejammer der Schweizer Bauern nicht.

  • Jan S. am 20.12.2017 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Wir können das nicht nachfühlen

    Nicht nur in Georgien ... für den Grossteil der Weltbevölkerung geht's rein ums Überleben. Und das in ganz unterschiedlichen Klimazonen. Wenige Leute in der Schweiz können das nachfühlen.

  • Elfe am 19.12.2017 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hunde

    Sehr schöne , eindrückliche Fotos, Aber warum schneidet man den Hunden die Ohren kürzer? Das gefàllt mir gar nicht!

    • Naturfreund am 20.12.2017 09:33 Report Diesen Beitrag melden

      Sicherheit

      Die Hunde sind Arbeitshunde die die Schafe verteidigen müssen. Lange Ohren sind da gefärlich weil sie sich verletzen können und dann an Infektionen sterben. In solchen Gegenden macht man das was man macht um die Ueberlebenschancen der Tiere zu erhöhen. Mit Aesthetig kommt man in solchen Gegenden nicht weit.

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  • ex bauer 43 m am 19.12.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    viele leute im internet

    haben das gefühl das leben als bauer ist frei etc. da habt ihr euch geschnitten. ps: ein bauer hat keine ferien. (ausser jemand steht eine woche zur verfügung, sehr selten)

    • Martial2 am 20.12.2017 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ex bauer 43 m

      Alles Organisationssache, wenn man Ferien möchte um endlich die Tapeten wechseln zu können, dann lässt sich bestimmt jemand finden, der das Geschäft für 2 Wochen übernehmen kann! Am besten die Kinder wenn die alt genug sind, die haben schon Erfahrung wenn man sie unterrichtet hat. Heutzutage ist alles mechanisiert, ein Traktor zu fahren oder eine Mähmaschine zu bedienen ist keine Kunst, die Melkmaschine Funktion kann man ebenfalls schnell lernen!

    • So einfach mal weg, nein am 21.12.2017 01:42 Report Diesen Beitrag melden

      Das Herz des Bauern macht keine Ferien

      Nur ein Ahnungsloser verfasst so einen Bericht.

    • HelmutR am 24.12.2017 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Martial2

      Gröll Ich möchte Dich beobachten wie Du einen dieser High-tech Traktoren in Bewegung setzest , sprich bedienst mit einem Gerät daran. Ganz zu schweigen von einem Mähdrescher. Wie kann man sowas nur schreiben........?

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  • würde es auch machen am 19.12.2017 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Leute

    können noch arbeiten. Sind nicht so Weichspüler wir hier!

    • Naturfreund am 20.12.2017 09:35 Report Diesen Beitrag melden

      Ha, ha, ha ...

      Warst du denn schon mal in so einer Situation? Ich mache gelegentlich solche Ferien. Nach zwei Wochen bin ich unendlich froh das ich wider in einem richtigen Bett schlafen kann und ein Dach übr dem Kopf habe. Zwei Wochen Regen wie auf den Bildern zu sehen ist sehr anstrengend. Kannst aber einfach mal solche Ferien buchen wenn du es ernsthaft ausprobieren willst.

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