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Cruise-Blog

09. Januar 2018 18:32; Akt: 09.01.2018 18:58 Print

7 Dinge, die ich auf Kreuzfahrt gelernt habe

Reiseredaktorin Marlies Seifert war zum ersten Mal auf Kreuzfahrt. Einige Vorurteile haben sich dabei bestätigt, andere nicht.

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Kennen Sie das Schiff: 15 Decks, zehn Restaurants, über 1000 Kabinen sowie ein Konzertsaal, mehrere Bars, ein Casino, ein Theater mit 1000 Sitzplätzen und eine Shopping-Mall: Auf den ersten Blick kann das Angebot an Bord eines Kreuzfahrtschiffs überwältigend sein. Ein ausgiebiger Orientierungsrundgang zu Beginn des Aufenthalts lohnt sich. Nehmen Sie sich für die kommenden Tage immer einen Bereich vor, den Sie genauer erkunden, und finden Sie so schnell ihre Lieblingsorte. Zum Beispiel das ruhige Schattenplätzchen zum Lesen auf Deck fünf.

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Waren Sie schon auf Kreuzfahrt?

Machen Sie es zu Ihrem Schiff: Jeder kann, keiner muss. Nur weil es an Bord eine Saunaanlage gibt, heisst das nicht, dass Sie bei einer Aussentemperatur von 30 Grad in die Schwitzbude müssen. Weder Tanzkurs noch Aerobic sind verpflichtend. Während die einen in der Disco die Nacht zum Tag machen, drehen die anderen lieber in den frühen Morgenstunden ihre Runden auf der Mini-Joggingbahn. Studieren Sie am Vortag das Bordprogramm für den kommenden Tag. Picken Sie sich das heraus, was Ihnen gefällt, und ignorieren Sie den Rest grosszügig.

Setzen Sie Prioritäten: Vom Gedanken, die angesteuerten Destinationen richtig kennen zu lernen, können Sie sich gleich verabschieden. Vielmehr bieten die Landgänge ein kurzes Reinschnuppern. Packen Sie nicht zu viel in den Tag, sondern konzentrieren Sie sich auf ein, zwei Aktivitäten. Ihre Erinnerungen werden auch so verschwimmen. Eine Inselrundfahrt lässt sich übrigens deutlich günstiger organisieren, wenn man sie nicht vorab bucht, sondern am Pier mit einem der zahlreichen Taxifahrer einen guten Preis aushandelt.

Halten Sie Mass. «Möchten Sie einen Aperitif?», fragt der Kellner. «Nein, danke», lautet meine Antwort. «Ein Glas Wein vielleicht?» Als ich abermals verneine, wirft er mir einen ungläubigen Blick zu. «Alles in Ordnung?» Es ist wohl eher ungewöhnlich, nicht bei jeder Gelegenheit vom All-inclusive-Angebot auf der Mein Schiff zu profitieren. Zu verführerisch sind die feinen Fünfgänger, bunten Buffets und grosszügig gemixten Drinks. Immerhin: Wer konstant Treppe läuft, anstatt den Lift zu nehmen, kommt am Ende des Tages auf seine 10'000 Schritte. Balsam fürs schlechte Gewissen.

Kennen Sie die Klientel: Erstaunlich, wie schnell die Stimmung an Bord ändern kann. Waren über Weihnachten viele Paare im fortgeschrittenen Alter an Bord, verjüngte sich das Publikum nach einem Wechseltag in der Dominikanischen Republik schlagartig und der Innenpool wurde zum Tollplatz für Kids und Teenager. Merke: Bei der Buchung unbedingt die Schulferien beachten. Denn wenn die Kinderbetreuung an Bord inklusive ist, zieht das massig Familien an.

Nutzen Sie die Seetage: Wer jeden Tag auf einer anderen Insel Halt macht und versucht, so viel wie möglich von den Landgängen zu profitieren, braucht auch mal eine Verschnaufpause und Zeit, um den Komfort an Bord voll auszukosten. Selbst auf Hoher See kann man dem Trubel ausweichen. Nur wer in der Sonne brutzeln will, muss früh aufstehen und sich im Besetzen von Liegen üben. Ist schliesslich so etwas wie ein deutscher Nationalsport.

Machen Sie die Milchbüechli-Rechnung. Möchten Sie einen Balkon oder investieren Sie das Geld, das Sie beim Buchen einer Innenkabine sparen, lieber in die Landausflüge? Brauchen Sie die ganzen All-inclusive-Drinks wirklich? Animation? Wie wichtig ist Ihnen Deutsch als Bordsprache? Es gibt fast so viele Kreuzfahrten wie Fische im Meer. Am Ende entscheiden Ihre Finanzen und Bedürfnisse über die richtige Wahl. Und vielleicht kommen Sie sogar zum Schluss, dass Sie doch lieber auf eine andere Art reisen.

Welche Erfahrungen haben Sie auf Kreuzfahrtschiffen gemacht? Schreiben Sie einen Kommentar!

(sei)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Flash Back am 09.01.2018 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Murmeltiereffekt, Flashback oder SF?

    Die arme Journalisten ist jetzt gemäss Titel zum zweiten Mal das erste Mal auf Kreuzfahrt (der erste journalistische Erguss fand am 21. Dezember auf dem gleichen Kanal statt).

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  • Luisa am 09.01.2018 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Keine deutschen Schiffe

    Kreuzfahrt ja, 'Mein Schiff' sicher nicht, total mühsames Publikum! Nur typische deutsche Geiz ist geil Mentalität. Ich mag die italienischen Reederein, die Amerikaner sind auch gut. Und natürlich die Queen Mary 2, absolutes Traumschiff.

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  • aya am 09.01.2018 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    für uns nicht das letzte mal

    Wir sind schon 4x auf Kreuzfahrt gewesen..letztes mal im Oktober...einmal waren wir als Familie dabei.. Kinder und Erwachsene ab 4J.-62J und alle sprechen heute noch wie cool es war.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Moira am 15.01.2018 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Erfahrungen

    Ich hatte die selben Erfahrungen gemacht und die gleichen Gedanken gehabt.

  • Seraina am 14.01.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Geniessen, nicht Mass halten!

    Mass halten? Das kann man Zuhause wieder. In den Ferien soll man sich auch mal was gönnen!

  • Mf am 11.01.2018 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwangtrinkgeld

    Bei aller durchaus berechtigten Diskussion um Trinkgelder und Zwangspauschalen liegt mir eines sehr am Herzen: Wem die Trinkgeld-Politik der jeweiligen Kreuzfahrtgesellschaft nicht gefällt oder wer sich womöglich mangels vorheriger Information durch Reisebüro oder Kreuzfahrtgesellschaft überrumpelt fühlt, sollte sich dafür nicht an den Crew-Mitgliedern rächen denn die sind auf die Trinkgelder angewiesen, weil sie einen erheblichen Teil ihres ohnehin nicht üppigen Einkommens ausmachen. (Aus cruisestricks)

  • Müller Rolf C. am 11.01.2018 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwangstrinkgelder

    Übrigens, wir haben auf der Costa alles versucht die Zwangstrinkgelder 10 Euro/ Tag abzulehnen, ohne Erfolg. Somit haben wir die Trinkgleder zweimal bezahlt, zumindest einmal freiwillig. Costa ist für uns Vergangenheit, die Auswahl ist ja mega gross.

    • xenia am 14.01.2018 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Müller Rolf C.

      Aus Ihrer Antwort entnehme ich, dass Sie gar nicht verstanden haben, für was die EUR 10/Tag bezahlt werden. Das ist die in Italien längst bekannte und eingeführte 'Tassa di soggiorno' welche Sie bei jeder Übernachtung in jedem Hotel bezahlen müssen, nur beläuft sich diese auf dem Festland auf circa 2-4 Euro/Nacht je nach Hotel. Informieren geht vor Reklamieren!

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  • Clamse Clarol am 11.01.2018 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trinkgeldabzocke

    Wir waren auf einer 28 ig tägigen Atlantiküberquerung.Wir Schweizer wurden abgezockt mit den 10 Euro Trinkgeld pro Tag und Person, welches unsere lieben Nachbarn aus Deutschland und Österreich nicht bezahlen mussten. Norwegien Cruises und Aida haben diese unsäglichen Gebühren längst abgeschafft.Am Freitag fliegen wir nach Dubai, haben eine Innenkabine gebucht und geben das gesparte Geld andersweitig aus.

    • Perla Claudia am 11.01.2018 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Clamse Clarol

      Bravo ! Es gibt nur eine Lösung, billiger in Deutschland zu buchen und somit kein "Zwangstrinkgeld" zahlen zu müssen. 5 Euro in der Kabine und sie ist innert 15 Minuten sauber.

    • Scheider Martin Gambarogno Ti am 11.01.2018 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Perla Claudia

      Recht so, wehren wir uns gegen die Abzocke in allen Bereichen. Nicht alle Schweizer sind vermögend, der Mittelstand ist die Armut der Gegenwart.

    • F. Erien am 11.01.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

      Was?!

      Nicht alle Schweizer sind vermögend? Und ihr? 28-tägige Schifffahrt. Nächste Ferien von Dubai aus schon gebucht? Jetzt sagt nur noch, ihr seid arm!

    • clamse/ clarol am 11.01.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @F. Erien

      Steht irgendwo wir wären arm? Es geht nur um die Diskriminierung der Gäste, was sich schlussendlich auch auf das Verhalten des Personals auswirkt, bekommt dieses das Trinkgeld direkt vom Gast. Bitte richtig lesen.Dann erst schreiben. m.f.g

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