Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Star Style
12. März 2010 10:02; Akt: 10.03.2010 18:29 Print
Vorsicht, bissiges Häschen!
von Steffi Hidber - Wer fies zu ihr ist, wird in einem bösen Song verewigt. Aber eigentlich ist Country-Star Taylor Swift Everybody’s Darling.
Was wird aus einem Mädchen, das auf einer Christbaum-Farm in einem Kaff im Nordosten der USA aufwächst? Entweder Holzfällerin mit einer Schwäche für Weihnachtsguetzli. Oder ein 1,80 Meter grosser, singender Country-Engel. Taylor Swift griff nicht zur Kettensäge, sondern zur Gitarre. Und ist mit 20 Jahren bereits eine der erfolgreichsten Musikerinnen der USA und mit über 24 Millionen Downloads sogar die digital bestverdienende Musikerin ever.
Ihre Oma war Operndiva
Das Show-Gen hat Taylor im Blut: Ihre Grossmutter war Opernsängerin. «Meine Mom hat ihre ganze Kindheit damit verbracht, ihrer Mutter von der ersten Reihe aus bei Auftritten zuzusehen. Und jetzt macht sie das Gleiche für mich.» Swift ist das hart arbeitende Saubermädchen im Musik-Biz, quasi die Anti-Britney. «Es ist nicht so, dass mich mein Label zwingt, mich anständig zu benehmen — ich bin so!» Eine Eigenschaft, die Taylor an der Highschool zur Aussenseiterin gemacht hat. «Die Mädchen an meiner Schule haben ständig Pyjama-Partys gefeiert und die Hausbar ihrer Eltern geplündert. Ich war an Festivals, um dort Karaoke zu singen.» Und wenn sie dann endlich ans Mikrofon durfte, wählte das Country-Girl Lieder von den Dixie Chicks, Shania Twain oder Faith Hill.
Nachdem Klein-Taylor in Theaterstücken und Musicals erste Schritte gewagt und sich das Gitarrespielen beigebracht hatte (und nebenbei in der Schule stets Bestnoten hinlegte), gaben Taylors Eltern dem Drängen ihrer Tochter nach und zogen 2004 mit ihr und dem jüngeren Bruder Austin in die Hauptstadt der Countrymusik: nach Nashville, Tennessee. Bei einem nicht ganz fehlerfreien Gig im legendären Bluebird Café wurde sie von einem ehemaligen Plattenboss entdeckt, der gerade ein eigenes Label aufziehen wollte. Er holte die 15-jährige Taylor an Bord. Von da ging es nur noch steil und steiler bergauf.
Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums im Jahr 2006 hat die schöne Blondine mit den blauen Katzenaugen die Countryecke längst verlassen. Vergangenes Jahr wurde sie endgültig zum Darling der Pop-Welt: Als Taylor an den MTV Video Music Awards bei ihrer Dankesrede von Kanye West unterbrochen wurde, mischte sich sogar US-Präsident Barack Obama ein und bezeichnete Kanye vor laufenden Kameras als «jackass». Auf das Gewitter folgte der Preisregen: Der American Music Award für die beste Künstlerin sowie die wichtigste Country-Auszeichnung, der CMA als «Entertainer of the Year», wurden diesen Januar sogar noch von vier Grammys übertroffen — darunter auch der Prestige-Preis für das beste Album.
Rache am Jonas-Brother
Und wohin, wenn man mit zwanzig schon ganz oben ist? Ab auf einen neuen Gipfel: Hollywood. Zurzeit ist Taylor in der Romantikkomödie «Valentine’s Day» zu bewundern. Bei den Dreharbeiten funkte es für kurze Zeit zwischen ihr und Co-Star und «Twilight»-Werwolf Taylor Lautner. Aber Jungs, die sich auf Miss Taylor einlassen, müssen auf der Hut sein: «Bist du fies zu mir, werde ich einen Song darüber schreiben, und du wirst keine Freude daran haben. So funktionere ich.» Einer, der das kennt, ist Jonas-Brother Joe: 2008 gingen die beiden Jungstars während Monaten miteinander aus, bis der Mädchenschwarm mit einem 27-Sekunden-Telefon die Romanze beendete. Taylors Rache heisst «Forever and Always» und ist auf ihrem Album «Fearless» zu finden, dessen Nachfolger noch dieses Jahr in die Läden kommen soll.
Vor kurzem hat sich Taylor zu einem ziemlich extravaganten Kauf hinreissen lassen: einem Tourbus mit Cheminée und Fitnessstudio. Über der Tür hängt ein Schild mit der Aufschrift: «Never never never give up.»

























