Mailänder Modewoche

24. September 2009 11:42; Akt: 24.09.2009 14:48 Print

Wer würde so etwas «tragen» wollen?Wer würde so etwas «tragen» wollen?

In Mailand haben es sich die Modemacher offensichtlich zur Aufgabe gemacht, das modebewusste Publikum zu erschrecken. Warum sonst schlenderten halbnackte, blutverschmierte Models über den Laufsteg?

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Elena Miró präsentierte Models mit Kurven statt Kanten zum Auftakt der Designerschau «Milano Moda Donna».

Eine allgemeine Abkehr vom gängigen, schlanken Schönheitsideal ist deswegen allerdings nicht zu erwarten. Elena Miró kleidet die eher stattliche Frau ein, das Angebot reicht bis zur Kleidergrösse 54. Deshalb führten Models wie die Amerikanerin Lizzie Miller die Kollektion vor. Bei ihr verteilen sich etwa 80 Kilo auf eine Körpergrösse von 1,80 Meter.

Die neue Sommermode ist von der Wüste und dem oscarprämierten Liebesdrama «The English Patient» («Der englische Patient») inspiriert. Passend dazu dominierten auf dem Laufsteg Stoffe wie Leinen, Seide oder eine leichte Baumwolle.

Satte Gewürzfarben wie Paprika, Zimt, Safran oder Vanille bestimmen die Optik neben Druckmotiven, die aus dem Art Decó entliehen sind. In der Silhouette bilden schmalere Formen einen Kontrast zu sehr weiten Schnitten.

Gucci, Prada, Versace ...

Nach diesem schwungvollen Auftakt erwarten Medienvertreter und Einkäufer aus aller Welt ein mit hochkarätigen Namen wie Prada, Gucci oder Versace gespicktes Programm.

Ursache für dieses straffe Programm ist der jüdische Feiertag Jom Kippur, der auf den kommenden Montag fällt. An diesem Tag sollten eigentlich die Models von Dolce & Gabbana über den Laufsteg schreiten.

Wegen des Feiertags änderte das Mailänder Designerduo jedoch kurzfristig seinen Termin und löste damit eine Kettenreaktion aus, die im Vorfeld zu viel Zwist unter den Modehäusern führte.

(sda)