Dschungelcamp 2012

31. Januar 2012 07:09; Akt: 31.01.2012 08:47 Print

Die Gewinner und die Verlierer des CampsDie Gewinner und die Verlierer des Camps

von Isabelle Riederer - Wer sich im Dschungel gut verkauft, kann nach dem Camp die Kassen klingeln lassen. Der Schweizer PR-Profi Ferris Bühler sagt, wer sich auf eine rosige Zukunft freuen kann.

Bildstrecke im Grossformat »
Micaela Schäfer ist die heimliche Gewinnerin der diesjährigen Dschungelstaffel. Man kann vom bislang belächelten Erotikmodel halten was man will - sie vermarktete sich im Dschungel definitiv am besten. Mit ihren Nacktauftritten schärfte sie einerseits ihr Image als Erotikmodel mit perfekten Kurven und machte sich selbst ungeschminkt mit viel Kampfgeist beim Publikum sympathisch - und zum Liebling des Moderations-Teams. Wenn sie jeweils bei ihren Publikumsaufrufen einen Bikini oder ein Höschen ohne Textilien in die Kamera schwenkte, so war dies nicht zufällig: Die sexy Bekleidung stammte mehrheitlich von ihren Sponsoren. Sie war die einzige Kandidatin, die zwar viel zeigte, aber fast nichts Privates verriet. Durch das Camp wird sie garantiert weitere Sponsoring- und Testimonial-Anfragen sowie haufenweise Bookings für öffentliche Events bekommen und hier in kurzer Zeit sehr viel Kohle verdienen. Eigentlich hätte Brigitte Nielsen weder die Teilnahme noch die Krönung zur Dschungelqueen nötig gehabt. Doch «Tante Brigidde» wäre nicht sich selbst, wenn sie sich für nichts zu schade wäre - immer vorausgesetzt, die Kasse stimmt. Sie verlässt Australien nicht nur mit Euro mehr in der Tasche, sondern auch mit einem Image-Gewinn beim deutschen TV-Publikum. Ein Hollywood-Star, der die deutsche Sprache so süss nicht beherrscht und einen Anus zum Nachtisch verspeist, werden die Deutschen lieben. Dies dürfte für Werbeanfragen aus dem deutschen Sprachraum und zu vereinzelten - aber äusserst gut bezahlten - Bookings führen. Denkbar ist auch, dass Teilnahmeanfragen für weitere deutsche Reality-Formate stammen werden. Kim Debkowski konnte sich nach ihrem Verschwinden nach DSDS mit dem Camp perfekt zurück ins Scheinwerferlicht katapultieren. Jetzt ist sie den Zuschauern auch ohne fünf Kilogramm Schminke im Gesicht ans Herz gewachsen. Als Zweitplatzierte im Dschungel überholt sie von der Medienwirksamkeit her sogar DSDS-Gewinner Pietro Lombardi. Jetzt einen Song oder gleich ein Album nachlegen und die Türen stehen offen! Als kämpferischer Gute-Laune-Tarzan ohne Furcht vor nichts schafft Rocco Stark es, sich vom Image des belächelten Ochsenknecht-Söhnleins und Soap-Darsteller zu distanzieren. Die Liaison mit Kim im Dschungel half ihm dabei, auch wenn sie die Ankunft in Deutschland wohl nicht überleben wird. Ihm dürfte das Camp die eine oder andere Anfrage für gut bezahlte Reality-Shows sichern. Die Nachhaltigkeit für seine Schauspielerkarriere wird dabei jedoch auf der Strecke bleiben. Jazzy konnte auch mit dem Camp-Auftritt ihr altes Gören-Image nicht loswerden - im Gegenteil: Das hinterhältige Verhalten gegenüber den anderen Teilnehmern sowie das ständige Jammern und Jaulen brachten ihr alles andere als Sympathien ein. Selbst wenn sie nun mit Brigitte und Radost einen Song veröffentlichen sollte, wird ihr dies selbst nichts bringen. Auf den RTL-Auftritt werden weder Bookings noch Werbeanfragen folgen. Martin Kesici verlässt das Dschungelcamp mit dem finanziell kleinsten Gewinn. Weil «Vierfinger-Faultier» Martin freiwillig und vor seiner Abwahl abhaute, kriegt er auch nur die Hälfte seiner Gage. Das reicht bei weitem nicht, um seine Schulden zu tilgen. Obwohl Vincent Raven von den Schweizer Medien als möglicher Dschungelkönig-Kandidat gehandelt wurde, wäre er besser zu Hause bei Rabe Korax geblieben. Der Berner nahm das Camp viel zu ernst und konnte sich weder als seriöser Magier, noch als Lebensberater positionieren. Das wird ihm weder Anfragen für weitere Reality-Shows, noch irgendwelche Bookings als Magier einbringen. Die Franken kann er immerhin als tolles Feriengeld verbuchen. Die Fernsehgarten-Lesbe Ramona Leiss war im Dschungel total überfordert - und das nicht einmal in erster Linie von Mehlwürmern, Kakerlaken & Co., sondern vor allem vom Verhalten der anderen (mehrheitlich der männlichen) Camp-Teilnehmern. Neben Streitereien, Wutausbrüchen und Seelen-Striptease präsentierte sie keine neue Facette von ihrem künstlerischen Schaffen. Welches Image sie genau verfolgt und wofür sie kommerziell eingesetzt werden möchte, ist niemandem klar. Von ihr wird wohl jeder noch so potenzielle Auftraggeber die Finger lassen. Auch der ehemalige Kinderstar Radost Bokel ist nach dem Auftritt im Dschungel nicht fassbarer geworden. Obwohl sie ihre Bambiaugen immer wieder fleissig zum Leuchten und Tränenkullern brachte, stellte sie für das TV-Publikum keinen Gewinn dar. Geblieben ist von ihrem Auftritt im Camp lediglich ein Sexvideo mit einem Ex-Freund im Internet. Aber das passt irgendwie halt nicht so zum «Ich will jetzt endlich meinen Sohn sehen»-Image. Rollenangebot wirds kaum geben, aber Radost bleibt sowieso lieber mit Mann und Sohn in den Staaten. Daniel Lopes gehört zusammen mit Vincent und Ailton zum männlichen Waschlappen-Jammer-Trio des Dschungels. Die Heulsuse sorgte zwar im Camp für Emotionen, wird aber spätestens nach dem Verdauen des Jetlags in Deutschland merken, dass ihm persönlich der Ausflug nichts brachte. Neben der Nielson war «das» Ailton mit seinem SMS-Deutsch sicherlich ein unfreiwilliger Unterhaltungsgarant. Ohne Sprachfehler wäre er für das Camp jedoch keinen Gewinn gewesen. Millionen von Männer würden ihn wohl am liebsten dafür ohrfeigen, dass er Micaelas Köder allesamt ignorierte und seinen Schwanz einzog, wo es nur ging. Damit machte er Micaela nur noch beliebter und sich selbst um mindestens 70 Centimeter kleiner … Gut, dass Ailton nicht von der Entertainment-Industrie abhängig ist, hier gibts für ihn definitiv kein Zusatzeinkommen zu holen!

Was können die Dschungelstars nach ihrem Ausflug ins Camp erwarten? Der Schweizer PR-Profi Ferris Bühler gibt Auskunft.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Das Dschungelcamp ist längst keine normale Reality-Show mehr. Wer in den australischen Dschungel zieht, hofft sein Image aufzupolieren. Denn nebst einer Gage zwischen 15 000 und 150 000 Euro winken nach dem Auszug lukrative Werbedeals und rote Teppiche. Aber nicht für alle, wie Selbstvermarktungsexperte Ferris Bühler weiss. Exklusiv für 20 Minuten Online präsentiert er seine Gewinner und Verlierer in der Diashow.

Für Bühler gibt es vier Gewinner, dabei hat Micaela Schäfer die Nase vorn. «Mit ihren Nacktauftritten schärfte sie einerseits ihr Image als Erotikmodel mit perfekten Kurven und machte sich selbst ungeschminkt mit viel Kampfgeist beim Publikum sympathisch – und zum Liebling des Moderations-Teams», erklärt Bühler.

Bei den sieben Verlierern führt Tic-Tac-Toe-Sängerin Jazzy die Rangliste an. Bühler: «Sie konnte auch mit dem Camp-Auftritt ihr altes Gören-Image nicht loswerden – im Gegenteil: Das hinterhältige Verhalten gegenüber den anderen Teilnehmern sowie das ständige Jammern und Jaulen brachten ihr alles andere als Sympathien ein. Auf den RTL-Auftritt werden weder Bookings noch Werbeanfragen folgen.»

20min Login Facebook Connect
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
  • Nora Stan am 31.01.2012 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Go Micaela

    Also ich muss sagen, am Anfang fand ich Micaela einfach nur lächerlich und blöd! Doch mit der Zeit fand ich sie sympathisch und eigentlich ganz nett... Man sollte Leute nicht beurteilen, bevor man sie nicht kennt das ist mir klar geworden. Nur weil sie sich gerne auszieht, heisst das nicht, dass sie ein böser Mensch ist..Ganz im Gegenteil sie hat einen tollen Charakter :)

  • Daniela am 31.01.2012 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Raven

    Ich finde dieses Outfit stylisch. Schaut euch doch mal den Raven an... hat dauernd gejammert und selbst eine fettige Mädchenfrisur;-)

  • Roland am 31.01.2012 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    PR-Profi?

    Dieser Typ nennt sich Selbstvermarktungs-Experte und läuft so angezogen rum?? Da tät ich gern mal Vincent Ravens Kommentar zu hören ...

    • Roli2 am 31.01.2012 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      Vincent

      Schwuchtelfummel :-)

    • Jack Box am 31.01.2012 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Wahrheiten

      Amen

    einklappen einklappen