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Doktor Sex

13. April 2011 15:00; Akt: 07.04.2011 13:36 Print

«Abtreibung – muss es der Vater wissen?»«Abtreibung – muss es der Vater wissen?»

Lilo ist schwanger und weiss auch schon, dass sie abtreiben wird. Jedoch tut sie sich schwer damit, den Vater zu informieren. Hat er überhaupt ein Recht darauf, zu wissen was Sache ist?

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Frage von Lilo (25) an Doktor Sex: Ich bin schwanger und weiss, dass ich abtreiben werde. Der Vater des Kindes ist eine Affäre. Soll ich ihn trotzdem informieren? Ich finde es nicht notwendig, weil er ja sowieso nichts an meiner Entscheidung ändern kann. Aber hat er trotzdem ein Recht darauf, es zu erfahren?

Antwort von Doktor Sex:

Liebe Lilo.

Auch wenn der Embryo in deinem Bauch heranwächst und der Vater «nur» eine Affäre ist: Er hat das Recht zu wissen, dass er mit dir ein Kind gezeugt hat. Und genauso steht es ihm auch zu, sich darüber zu äussern, ob er Vater werden möchte oder nicht. Ich finde daher, dass du ihn über die Vaterschaft und deine Absicht, eine Abtreibung vorzunehmen, unbedingt informieren solltest.

Gemäss StGB Artikel 119, liegt der Entscheid über den Abbruch der Schwangerschaft bei der Frau. Der Vater kann dich also nicht zwingen, das Kind auszutragen. Auch dann nicht, wenn er bereit wäre, dieses nach der Geburt zu sich zu nehmen und vollumfänglich alleine für seinen Lebensunterhalt aufzukommen und für seine Erziehung und sein Wohlergehen zu sorgen.

Vielleicht gibt dir das Wissen um diese Tatsache genügend Sicherheit, um dich mit dem Mann in Ruhe und ohne Druck über unkonventionelle Lösungsmöglichkeiten unterhalten zu können. Immerhin habt ihr, ab dem Zeitpunkt deiner letzten Menstruationsblutung gerechnet, ganze 12 Wochen Zeit dafür. Interessant könnte zum Beispiel die Frage sein, ob eine gemeinsame Elternschaft zwingend voraussetzt, dass ihr auch ein Paar seid. Bei einer Scheidungsrate von annähernd fünfzig Prozent dürfen wir annehmen, dass ein Grossteil der Kinder in Patchwork-Familien aufwächst - ohne dabei Schaden zu nehmen.

(bwe)

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  • frau über 50zig am 30.06.2011 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    abtreiben

    ich dachte,dass wir gleichberechtigt seien.ohh in vielen teilen nicht.ein mann nicht verheirat hat und wird nie recht ob ein kind abetrieben,geboren wird.die frau wählt wies weiter geht.aber sollte sich die frau fürs kind entscheiden werden sofort alimenten beantragt

  • Alex Boos am 21.04.2011 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aufrichtig sein!

    Also ich bin so einer von den Männern denen mitgeteilt wurde "ich lass es weck machen" ohne Unterhaltung, ohne Meinungsaustausch, ohne überhaupt ein Gespräch. Um das schlechte Gewissen und die eigenen Schuldgefühle besser zu ertragen soll man(n) dann als Seelenstütze wieder gut genug sein. Verhütet oder nicht, man ist gemeinsam für die Schwangerschaft verantwortlich. Gesicht zeigen und sich einer Unterhaltung stellen ist dann doch wohl das mindeste, für Mann und Frau! Ein hoch auf unsere moderne Gesellschaft, langsam wird es unerträglich.

    • Adelina Muhadri am 30.04.2011 02:14 Report Diesen Beitrag melden

      Super

      Daumen hoch für deinen Kommentar :)

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  • Anne-Marie am 20.04.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nein, kein Recht...

    Nein, ein Recht hat der Partner nicht. Er ist übrigens noch lange nicht "Vater"..., bloss Erzeuger. Je nachdem, wie tief oder gut diese Beziehung war, wäre es aber angezeigt, ihn zu informieren. Wenn es bloss ein 1-night-stand war, ja, dann finde ich es auch überflüssig. Aber vielleicht ein nächstes Mal besser verhüten (falls ich dir Unrecht tue, tut es mir leid. Ich weiss: JEDE Verhütung kann - leider - auch mal versagen).

    • Maya am 30.06.2011 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      Vater

      er ist Vater! um ein kind zu zeugen braucht es zwei und wenn du Mutter bist ist er VATER!

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Bruno Wermuth ist Sexualberater und Sexualpädagoge mit eigener Praxis in Bern. Als «Doktor Sex» beantwortet er drei Mal wöchentlich Fragen zur schönsten Nebensache der Welt und im «Sexblog» spricht er das aus, was andere nicht zu denken wagen. www.brunowermuth.ch


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Schwester Herz hat oft geliebt und nachher manchmal auch gelitten. Mittlerweile weiss sie, wo das Glück wohnt, nämlich bei ihr zu Hause an der schönen Limmat, in Form von einem Mann, einem Sohn und zwei Meerschweinchen.


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