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Doktor Sex

20. März 2011 15:00; Akt: 21.03.2011 09:37 Print

«Sind Seiten mit Preteen-Models legal?»

Sven kam mit zweifelhaften Internetseiten in Kontakt, auf denen vorpubertäre Kinder Mode präsentierten. Hat er sich dabei strafbar gemacht?

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Frage von Sven (19) an Doktor Sex: Ich möchte wissen, ob Bilder von sogenannten «Preteen-Models» legal sind oder ob ich mich beim Betrachten strafbar mache? Die Kinder haben zwar Kleider an, aber nicht mehr sehr viele.

Antwort von Doktor Sex:

Lieber Sven.

Als «Preteens» gelten Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren, also kurz bevor sie in die Pubertät kommen. Seiten, auf denen solche Kinder zu sehen sind, müssen den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen.

Solange eindeutig ersichtlich ist, dass die Fotos der Präsentation von Kinderkleidern dienen, machst du dich bei deren Betrachtung nicht strafbar. Sobald aber die Bildsprache auch nur tendenziell in eine Richtung kippt, die mehr der sexuellen Erregung des Betrachters als der Bewerbung eines bestimmten Produkts dient, ist Vorsicht geboten! Sehr wahrscheinlich befindest du dich dann nämlich auf einer Seite mit illegalen Inhalten. In diesem Fall solltest du die Adresse der Seite kopieren, deinen Besuch sofort abbrechen und die URL an die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) schicken.

Solltest du einmal zufällig auf eine solche Seite geraten und du verhältst dich wie beschrieben, droht dir keine Unbill. Anders sähe es aus, wenn du in das Suchfeld deines Webbrowsers Begriffe eingeben würdest, welche eindeutig ersichtlich werden lassen, dass du nach kinderpornografischen Darstellungen suchst. Ein solches Begriffspaar wäre beispielsweise «Sex» und «Preteens». In diesem Fall würde ein Richter mit grosser Wahrscheinlichkeit von einem Vorsatz ausgehen. Falls du gleichzeitig auch noch Bilder auf deine Festplatte herunterladen würdest, hätte dies eine Verschärfung der Strafe zur Folge.

Die nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (KOBIK) ist die zentrale Anlaufstelle für Personen, die verdächtige Internet-Inhalte melden möchten. Die Meldungen können auch anonym gemacht werden. Die Angaben werden nach einer ersten Prüfung und Datensicherung den zuständigen Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland weitergeleitet. KOBIK sucht auch aktiv im Netz nach verbotenen Inhalten. Zudem ist die Koordinationsstelle für vertiefte Analysen im Bereich der Internet-Kriminalität besorgt. Strafrechtlich relevante Internet-Inhalte sind unter anderem illegale Pornografie, also sexuelle Handlungen mit Kindern, Tieren, menschlichen Ausscheidungen oder Gewaltanwendung.

(bwe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 22.03.2011 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Preteen

    Igitt igitt, hab grad Preteen in der Google (web)suche eingegeben und eines der ersten Seitenergebnisse zeigt schon derb obszöne Bilder mit Kindern. Dass sowas noch nicht vom Netz genommen wurde!?

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  • Martin 1971 am 21.03.2011 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr durch Pauschalisierung

    Zuerst einmal: Für seine Neigung kann er nichts dafür. Würde er es als normal betrachten, würde er sicher nicht diese Frage hier absetzen. Auch wenn das, was er hier beschreibt als sehr fragwürdig daherkommt, so sollten wir uns hüten, so jemanden als Monster hinzustellen und entsprechend zu behandeln. Denn überlegt mal fertig. Wenn Personen mit solchen Neigungen kein Überdruckventil haben, und für das kleinste Vergehen dieselbe drakonische Strafe erhalten wie für ein Schwerstverbrechen (lebenslanger gesellschaftliche Ächtung), warum sollten sie es dann beim Betrachten dieser Bilder belassen?

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  • Mareo am 21.03.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe suchen

    Klar sind das Pädophile. Bitte Sven, such dir hilfe, denn beim Betrachten von Kindermodels wird es wohl nicht bleiben!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • angel54 am 11.04.2011 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Üble Seiten

    Wenn man diesen Scheiß meldet, bekommt man auch keinerlei Rückmeldung - ich hab das mal versucht mit einer Seite, wo auf dem Bild ein Kind während einer Vergewaltigung gewürgt wurde - also richtig "Abschaum". Die Seite gibts immer noch (seit nem halben Jahr) - meine Daten stehen in einer Datenbank und ich bin derjenige, der vermuten muss, dass er genauso eingestuft werde, wie diejenigen, deren Seite ich gefunden habe. Ich werde nix mehr melden...alles Alibi. Als würde irgendwas passieren...

    • preteen am 29.09.2011 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      preteen

      wíe heisst die seite

    • max maier am 15.10.2012 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Recht u Gesetz mit Fragwürdigen folgen ?

      Vorwiegend die Leute die laut deren Meinung Straffbare Handlungen bei den Ordnungshüttern Melden, werden Häufig selber Verklagt. Klagen lauten auf Falsche Verdächtigung, Falsche Anschuldigung etc. Beobachtet hatte jemand eine Vergewaltigung einer 16 Jährigen, hats gemeldet. Der, der die Polizei verständigte wurde wegen Falscher Anschuldigung zu 1800.- Euro Geldstraffe verurteilt. Die 16 Jährige bekam ein Kind, Vater unbekannt ? Die Täter wurden nicht Verklagt. ?

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  • Peter am 22.03.2011 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Preteen

    Igitt igitt, hab grad Preteen in der Google (web)suche eingegeben und eines der ersten Seitenergebnisse zeigt schon derb obszöne Bilder mit Kindern. Dass sowas noch nicht vom Netz genommen wurde!?

    • Daniel am 22.03.2011 20:14 Report Diesen Beitrag melden

      Strafbar

      Da geb ich dir absolut recht!!!! Absolut Strafbar, solche Bilder!!!

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  • Martin 1971 am 21.03.2011 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gefahr durch Pauschalisierung

    Zuerst einmal: Für seine Neigung kann er nichts dafür. Würde er es als normal betrachten, würde er sicher nicht diese Frage hier absetzen. Auch wenn das, was er hier beschreibt als sehr fragwürdig daherkommt, so sollten wir uns hüten, so jemanden als Monster hinzustellen und entsprechend zu behandeln. Denn überlegt mal fertig. Wenn Personen mit solchen Neigungen kein Überdruckventil haben, und für das kleinste Vergehen dieselbe drakonische Strafe erhalten wie für ein Schwerstverbrechen (lebenslanger gesellschaftliche Ächtung), warum sollten sie es dann beim Betrachten dieser Bilder belassen?

    • Noelle am 22.03.2011 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      Missbrauch

      Ja aber Martin, diese Bilder müssen ja irgendwie produziert werden. Sprich es muss ein Missbrauch statt finden um überhaupt solche Bilder herstellen zu können. Auch wenn es "harmlose" Bilder sind auf denen kein sexueller Akt zu sehen ist, weiss man nicht was nach den Aufnahmen passiert ist. Ich bin selbst ein Opfer und wurde als Kind auch so fotografiert.Ich wusste instinktiv, dass es nicht richtig war und es war mir so unangenehm, dass ich mich bis heute kaum im Bikini zeigen kann.Zudem habe ich immer Angst, dass die Bilder noch im Netz rumgeistern.

    • Martin 1971 am 22.03.2011 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      Befürchte Verschlimmerung

      Es geht nicht darum etwas schönzufärben. Doch wer nichts zu verlieren hat ist zu allem fähig. Mir fällt kein besseres Wort ein als Schadensbegrenzung. Menschen wie Du welche wenn auch angezogen abgelichtet wurden bleiben weiterhin die Opfer. Das ist tragisch und glaub mir, das ist nichts was ich wegdiskutieren will. Doch im Moment bewegen wir uns immer mehr auf dem Pfad der Selbstjustiz. Keine Gnade, vorschnelle Urteile und lebenslängliche Ächtung (sogar bei falschen Anschuldigungen). Das Resultat sind wandelnde Zeitbomben. Und die explodieren genau bei denen, die wir schützen wollen.

    • Noelle am 22.03.2011 21:55 Report Diesen Beitrag melden

      @Martin

      Ich habe nicht gesagt, dass die Fotos angezogen gemacht wurden....Nun, wir Menschen können nicht für alles Verständnis aufbringen.Schlussendlich ist jeder Mensch der etwas schlechtes tut krank-oder vielleicht einfach Mensch? Wenn ich von so einer Störung betroffen wäre, würde ich mir Hilfe holen. Denn man sollte nie sein eigenes Wohl über dem eines anderen stellen, wenn dieser Schaden nehmen wird. Es sollte mehr Stellen geben, bei denen Betroffene Hilfe holen können. Leider wollen dies viele gar nicht, sonst würde die Szene nicht so boomen.

    • Bela am 22.03.2011 22:25 Report Diesen Beitrag melden

      Verbrechen sind Verebrechen

      Es ist anz einfach: Wenn es keine Konsumenten mehr gäbe für solche Schweinereien, müssten auch keine kleinen Mädchen und Buben mehr herhalten für diese Bilder. Keines der Kinder macht das freiwillig, und wie Noroelle sagt, niemand weiss, was dann mit den Opfern geschieht. Deshalb ist es richtig, die Konsumenten hart zu bestrafen, denn sie geben indirekt den Auftrag für diesen Missbrauch.

    • spanther am 19.09.2011 01:41 Report Diesen Beitrag melden

      Ohmann...

      Anhang: Es gibt millionen pädophiler! Therapeuten sind auch nur dafür da, den Menschen zu helfen, die sich "NICHT" im Zaun halten können, die Selbstbeherrschung zu lernen! Nur weil man auf etwas anderes als die Norm steht, wird man aber noch lange nicht gleich irgendwen anfassen, geschweige noch gegen seinen Willen brutal vergewaltigen oder ähnliches! Ich selbst weiß wie das ist und ich habe bis heute niemanden angefasst, noch sonst was und habe das auch nicht vor! Das Pädo-Monster, wie es im TV dargestellt wird, ist in Relation gesehen eine Ausnahme! Die große Mehrheit fasst nie wen an!

    • max maier am 15.10.2012 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Auf der Straße erlaubt im net Verboten ?

      Die Modelle auf dieser Seite sind besser Bekleidet als manch Mädls oder Jungs in Kleidungskatalogen oder auf der Straße oder im Freibad. Fragwürdige Gesetzgebung - Nackte Kids in der Öffentlichkeit, in Bädern, an Weihern oder zuweilen auch beim Schulsport erlaubt. Indentisches im Internet jedoch Verboten. ? Eltern die Ihre Kids im Garten Fotografieren - auch Nackt ist Erlaubt? laut Aussage eines Polizeibeamten, ja sofern der Garten durch Außenstehende nicht eingesehen werden kann. Jemand hats gemeldet und wurde wegen Falscher Verdächtigung Verklagt von Staatsanwaltsch.

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  • Hans am 21.03.2011 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe ja - Pädophil nicht unbedingt

    An alle, die hier gleich den Burschen als Pedo bezeichnen sollten sich mit dem Begriff Pädophilie besser auseinandersetzen. Als Pädophil gilt man, wenn man AUSSCHLIESSLICH sexuelle Befriedigung and Kindern findet. Es ist erwiesen, dass über 80% der Internetnutzer, die Kinderpornographische Inhalte anschauen NICHT pädophil sind. Der Reiz diese Bilder anzuschauen liegt in einem anderen Grund. Ich stimme zu, dass man sich Hilfe holen sollte, wenn man solche Bilder als stimulierend empfinded. Aber auf keinen Fall, weil man angeblich Pädophil ist.

    • derdererist am 21.03.2011 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      re:hilfe ja

      naja das ganze ist einfach eine tüpfchenscheisser aussage, auch wenn die wortwahl evtl. nicht zutrifft und pädophile ausschliesslich auf jüngere mädchen stehen, wissen wohl alle dass der gute herr ein problem hat und dass dies nicht normal sein sollte....

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  • Daniel am 21.03.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    Also wenn man per Zufall auf solche Seiten kommt,stellt man diese Frage nicht Dr. Sex.Ich denke,ohne jemanden angreifen zu wollen,dass er ein Problem hat.Und dieses kannn Dr. Sex nicht lösen.Wenn man bei surfen auf solche Seiten stösst,gibt es nur eins: MELDEN! Und dazu brauche ich nicht den Rat von Dr. Sex.

    • hans am 21.03.2011 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      des weiteren

      Des weiteren interessant ist, dass in einer schweizer Studie über Internet Straftäter die solches Zeugs angeschaut haben die Merheit von über 90% nie auffälig geworden sind/waren Kinder sexuell zu belästigen. Das melden einer solchen Seite hat übrigens auch wenig Erfolg. Wenn eine solche Seite geschlossen wird ( falls überhaupt möglich) werden am gleichen Tag das mehrfache wieder hochgeladen. Fazit: Die Polizei sollte sich verstärkt auf die Hintermänner konzentrieren als auf die "kleinen" oft harmlosen Fischen. Dazu wäre stärkere Internationale Kooperation von Nöten. Teufelskreis!!!!!

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Bruno Wermuth ist Sexualberater und Sexualpädagoge mit eigener Praxis in Bern. Als «Doktor Sex» beantwortet er drei Mal wöchentlich Fragen zur schönsten Nebensache der Welt und im «Sexblog» spricht er das aus, was andere nicht zu denken wagen. www.brunowermuth.ch


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Schwester Herz hat oft geliebt und nachher manchmal auch gelitten. Mittlerweile weiss sie, wo das Glück wohnt, nämlich bei ihr zu Hause an der schönen Limmat, in Form von einem Mann, einem Sohn und zwei Meerschweinchen.


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