Martin Scorsese

08. Februar 2012 23:00; Akt: 08.02.2012 20:37 Print

«Als Kind war ich sehr einsam»«Als Kind war ich sehr einsam»

von Raya Abirached - Mit ganzen elf Nominationen ist Martin Scorseses Film «Hugo» der Oscar-Favorit in diesem Jahr. 20 Minuten traf den Meisterregisseur und sprach mit ihm über seine Kindheit und die grosse Liebe zum Kino.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
«Hugo» startet am 9. Februar 2012 in den Deutschschweizer Kinos. Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Herzliche Gratulation zu den elf Oscar Nominationen. «Hugo» führt uns zu den Anfängen des Kinos. Ist das eine Hommage an die Film-Pioniere?
Martin Scorsese: Ja, die Geschichte über diesen Jungen und das Mysterium rund um die Erfindung des Kinos hat mich gefangen genommen.

Oder vermissen Sie einfach die alten Zeiten?
Nein, das alte Kino meiner Kindheit ist Geschichte. Aber wir können es aus kulturellen Gründen für die jüngeren Generationen bewahren. Wir müssen verstehen, woher wir kommen und wer wir jetzt sind. Vielleicht werden wir das nie herausfinden, aber wir haben unseren Kindern gegenüber eine Verpflichtung.

Wie kamen Sie eigentlich zum Film?

Als Kind litt ich an so schwerem Asthma, dass mir Sport oder der Umgang mit Tieren verboten war. Ich war sehr einsam und mir blieb daher nichts anderes als ins Kino zu gehen. Seither fasziniert mich die Möglichkeit Filme zu machen, die zeigen, wie ich die Welt sehe.

«Hugo» ist ihr erster Film in 3D. Wieso entschieden Sie sich für diese Technik?
Da sich der Film um einen Jungen dreht, half uns diese Technik bei der Darstellung seiner kindlichen Wahrnehmung. Als bald 70-Jähriger Mann lernte ich dank meiner 12jährigen Tochter wieder, wie ein Kind denkt oder die Dinge sieht. Sie sagte mir, ich soll den Film in 3D machen (lacht).