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Weltpremiere
10. September 2009 21:21; Akt: 10.09.2009 21:29 Print
Alle Hoffnung ruht auf «Cargo»
Diese Woche feierte «Cargo» Weltpremiere. Der erste Schweizer Science-Fiction-Spielfilm lockte die halbe helvetische Filmszene auf den Roten Teppich.
Kein Wunder: Nach acht Monaten Streit um «Sennentuntschi» endlich ein Prestige-Projekt, das es auf die Leinwand schafft – und das sogar ohne Skandale. 20 Minuten sah sich das Raumschiff-Spektakel an. Und bildete sich zwei Meinungen:
Pro: Mut zum Hollywood-Groove
Natürlich standen «Alien», «2001» und «Matrix» Pate für Englers Weltraum-Drama; und natürlich hat er das Sci-Fi-Genre mit «Cargo» nicht neu erfunden. Doch der Film unterhält bestens, birgt Spannung und überrascht mit Qualitäten wie hochprofessionell erstellten Kulissen, tollen Special Effects und hervorragendem Sound. Die Macher haben viel Mut zum Hollywood-Groove bewiesen und das Resultat darf sich allemal mit weitaus teureren US-Produktionen messen. Dies tröstet über eine nicht allzu schwer vorhersehbare Story und schauspielerische Mängel hinweg. (Felix Traber)
Contra: Was soll diese Kriegsfilm-Liebe?
«Cargo»: Was für ein tolles Crash-Boom-Bang im All! Wäre nur die Love-Story etwas abgespaceter. Welche Raumschiff-Ärztin wird sich im Jahr 2237 noch so schnell schlecht küssen lassen? Der böse Samuel (Martin Rapold) und die gute Laura (Anna Katharina Schwabroh) lieben furchtbar platt. Null überraschender Dialog, null heisse Annäherung: Das galaktische Rumgedruckse sollte wohl die knappe Handlung ausschmücken. Heiter wirds erst am Schluss: Wenn das Paar durchs Weltall schwebt, ists, als schaue man Teletubbies beim Sex zu. (Yvonne Zurbrügg)
(20 Minuten)


























