Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
6. Zurich Film Festival
08. September 2010 23:00; Akt: 08.09.2010 23:35 Print
Auf der Zielgeraden zum A-Filmfestival
Auch die sechste Ausgabe des Zurich Film Festival lockt vom 23. September bis zum 3. Oktober mit erstklassigen Filmen, illustren Gästen und einem zeitgemässen Ambiente. Der Ticketvorverkauf startet heute Donnerstag.
Noch vor fünf Jahren wollte niemand so recht an den Erfolg, geschweige denn die Notwendigkeit eines Zurich Film Festival glauben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sich mittlerweile fast jede Stadt mit irgendeinem Filmfestival schmückt und sich das Zürcher Kinoprogramm seit jeher durch ein vielseitiges Filmangebot aus aller Welt auszeichnet. Doch die Organisatoren haben alle Widerstände überwunden, manchen Ex-Feind als neuen Freund gewonnen, die Stadt Zürich den Produzenten, Regisseuren und Stars weltweit «verkauft» und den Kultur-Event so auf der internationalen Festival-Landschaft etabliert. Nebst allen Red-Carpet-Premieren, Apéros und Workshops stehen einmal mehr die Filme im Zentrum. Schön etwa, dass Michael Steiner heute Abend die Weltpremiere seines Skandalfilms «Sennentuntschi» feiern darf. Schön auch, dass mit dem optimistisch gesinnten Jugendmelodrama «Stationspiraten» und der packenden Schicksalsgeschichte «180°» weitere Highlights des Schweizer Filmherbstes im Programm vertreten sind. So erhalten mit dem Schnittmeister Mike Schaerer («Achtung, fertig, Charlie!») und Cihan Inan («Tandoori Love») gleich zwei Nachwuchsregisseure eine Plattform, um sich mit ihren lohnenswerten Langfilmdebüts einem interessierten Festival-Publikum zu stellen.
Schön auch, dass Stephen Frears mit seiner jüngsten Regiearbeit «Tamara Drewe» (mit Bond-Girl Gemma Arterton) in die Limmatstadt zurückkehrt. Hier machen sich früher geknüpfte Kontakte zu Regisseuren und Produzenten offensichtlich bezahlt. Dasselbe gilt auch für den Produzenten Edward R. Pressman sowie den Regisseur Oliver Stone, welche ihrerseits den Abschlussfilm «Wall Street: Money Never Sleeps» beisteuern. Dessen Kameramann Rodrigo Pietro lichtete auch die jüngste Regiearbeit des «Babel»-Machers Alejandro González Iñárritu ab, die «out of competition» spielt: «Biutiful» ist ein existenzielles Drama mit Javier Bardem als Unterwelt-Geschäftemacher in Barcelona. Weitere Vorab-Entdeckungen sind der spanische Mystery-Thriller «Buried» mit US-Star Ryan Reynolds («The Proposal») als lebendig begrabenem Mann. Lohnenswert ist auch der mit viel jugendlichem Drive produzierte Graffiti-Dokumentarfilm «Exit Through the Gift Shop» von Banksy. Tickets sind ab heute Donnerstag auf der Website des Zurich Film Festival und unter www.kitag.com, beim Tickethäuschen am Paradeplatz sowie bei der Touristeninformation im Hauptbahnhof Zürich erhältlich.
Mehr Infos: www.zurichfilmfestival.org
«Buried»
«Tamara Drewe»
«Biutiful»
«Exit Through the Gift Shop»
(20 Minuten)


























